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Spannung vor dem Fed-Protokoll

Wieder einmal gelang es vorerst, die wichtige 20-Tage-Linie im DAX zu verteidigen. Nachdem zunächst Verkaufsdruck aufkam, rette eine 100-Punkte-Rallye den DAX im Verlauf des Vormittags wieder einmal vor dem unmittelbaren Abdrehen nach unten. Aber seit dem späten Vormittag ist die Luft erst einmal raus ... denn die Veröffentlichung des Protokolls der letzten US-Notenbanksitzung rückt näher.

Realistisch betrachtet sollte man da ja eigentlich nichts erwarten, was die Aktienmärkte nachhaltig in Bewegung setzen könnte. Immerhin war das unmittelbar nach dieser Sitzung vor drei Wochen lancierte Presse-Statement derartig „dünn" ausgefallen, dass selbst das sonst übliche, hektische Gezocke der Daytrader ausgeblieben war. Aber der Umstand, dass die US-Aktienmärkte gestern Abend ohne erkennbare, externe Gründe plötzlich relativ deutlich unter Druck geraten waren, macht viele Anleger nervös. Und das nicht zu Unrecht, denn:

Ob es nun daran lag, dass einige große Adressen Wind von unerfreulichen, in der Presseerklärung damals nicht zu lesenden Aspekten bekommen haben und in Deckung gingen oder aber diese Abschläge „nur" das Ergebnis gezielt bearish agierender Trader waren - beides ist nicht unproblematisch. Dass der Dow Jones genau auf Höhe der 20-Tage-Linie wieder nach unten abgewiesen wurde, ist ein Indiz für Letzteres ... und aktiv agierende Bären zudem ein für die vergangenen Monate ungewohntes Bild. So betrachtet erscheint es umso respektabler, dass die bullishen Akteure beim DAX nun dagegen halten. Nur hat das bislang charttechnisch noch wenig zu sagen. Der hier abgebildete Chart des DAX auf Stundenbasis zeigt, dass der Index sich noch nicht über die bisherigen Verlaufshochs der Woche und damit effektiv von der 20-Tage-Linie und der Mini-Supportzone 9.625/9.645 Punkte nach oben absetzen konnte.

Wenigstens ein Schlusskurs oder ein nachbörsliches Closing über 9.721 Punkten, den Zwischenhochs vom Februar und April, sollten wir hier sehen, um für den Neueinstieg auf der Long-Seite ein taugliches Chance/Risiko-Verhältnis zu erhalten, ideal wäre sogar ein Schlusskurs über 9.820 und damit deutlich genug über den letzte Woche kurz markierten Verlaufsrekorden (9.810 Punkte). Für eine momentan nur unwesentlich weniger wahrscheinlich gewordene Short-Chance bedarf es unseres Erachtens eines Closings unterhalb von 9.535 Punkten, um aktiv zu werden.

DAX (Stundenchart in Punkten):

Widerstände: 9.721 / 9.794 / 9.810 Unterstützungen: 9.592 / 9.549 / 9.425 / 9.367 / 9.132 / 9.071 / 8.981 / 8.913

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28.07.2014, 22:31, außerbörslich

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