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Spionagevorwurf in den USA kaum ein Thema

Von Sebastian Schmid, New York

Börsen-Zeitung, 3.7.2013

Während Politiker und Diplomaten in Europa Aufklärung von den USA wegen der vermeintlichen Ausspionierung von EU- und Regierungsvertretern fordern, wird dem Thema in den Vereinigten Staaten bestenfalls ein Randstatus eingeräumt. Auch die überregionalen Medien beschäftigen sich derzeit überwiegend mit der Einwanderungsreform oder der Entscheidung des Obersten Bundesgerichts für die gleichgeschlechtliche Eheschließung. Am Spionagethema interessiert "Washington Post", "Wall Street Journal" und "New York Times" vor allem das Schicksal des "Whistleblowers" Edward Snowden, dem so langsam die Asyl-Optionen ausgehen. Ohne medialen Druck der inländischen Medien fühlt sich die US-Regierung daher derzeit auch kaum genötigt, weiter öffentlich auf das Thema einzugehen.

Von einer Erklärung oder gar Entschuldigung, wie sie dem deutschen Innenminister Hans-Peter Friedrich bei Bestätigung der Vorwürfe vorschwebt, ...

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