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Tesla Motors: Jetzt wird es kritisch!

Eigentlich waren die Quartalszahlen, die Tesla Motors Anfang November auf den Tisch legte, gar nicht schlecht, immerhin lagen Gewinn und Umsatz über den Erwartungen. Der Makel versteckte sich im Detail: Es wurden im dritten Kalenderquartal weniger Autos abgesetzt als die Analysten erwarteten - und Tesla rechnet für das nun laufende Quartal mit weniger Gewinn als allgemein prognostiziert wurde. Hinzu kommt möglicher Druck auf die Gewinne, weil die Förderung von Elektrofahrzeugen in den USA heruntergeschraubt werden soll. Und das drückt auf den Profit, denn diese "Emissions-Credits" waren handelbar und spülten Geld in die Kasse, weil man sie regelmäßig an die weit weniger umweltorientierten, großen US-Autokonzerne verkauft hatte.

Das alles ist dennoch eigentlich nicht tragisch. Tesla hat starke Modelle, den Fuß mehr als einen Spaltbreit in der Tür zum Status eines etablierten Herstellers und expandiert weltweit erfolgreich. Doch gut ist oft eben nicht gut genug, wenn eine Aktie wie diese sich binnen eines halben Jahres fast vervierfacht hat. Dann sind die Erwartungen riesig, sprich viele Anleger erwarten Wunder - und das Enttäuschungspotenzial ist dementsprechend hoch. Und wer frühzeitig in diese Aktie eingestiegen ist, hat hinsichtlich der Kursgewinne immer noch so viel "Speck" auf dem Kurs, dass Verkäufe deutlich leichter fallen.

Das jedoch hat die Aktie in eine charttechnisch höchst kritische Situation geführt, die nun blitzschnell noch deutlich ungemütlicher werden könnte. Denn nachdem im Anschluss an die Quartalsergebnisse der Mai-Aufwärtstrendkanal fiel, versucht sich der Kurs, bislang indes ohne Erfolg und schon verdächtig lange, oberhalb der Supportlinie bei 133 US-Dollar zu stabilisieren. Die mittlerweile überverkaufte Stochastik deutet zwar grundsätzlich Luft nach oben an, aber sollte die Linie bei 133 US-Dollar fallen, würde eine überverkaufte Markttechnik wenig ausrichten. Dann dürften sich nämlich auch die bearishen Akteure vermehrt auf Tesla stürzen, da der Kurs dann erst wieder im Bereich 104/107 US-Dollar, auf Höhe der 200-Tage-Linie und der Zwischentiefs vom Juli, eine Unterstützung von Bedeutung finden würde.

Während nach unserer Analyse vom 1. November spekulativ vorgehende Akteure unter 145 US-Dollar aus einer erneuten Long-Position ausgestiegen wären, sind vorsichtiger agierende Akteure, denen wir den Einstieg erst über 183 Dollar angeraten hatten, momentan neutral. Sollte es Tesla Motors gelingen, sich über der momentanen Unterstützung zu stabilisieren und mit dem Anstieg über 162 US-Dollar eine Bodenbildung zu vollenden, wäre der Rückkauf der Aktie durchaus ratsam. Bricht indes die Linie von 133 US-Dollar auf Schlusskursbasis, würde sich hier ein Einstieg auf der Short-Seite mit Kursziel 104/107 US-Dollar erwägen lassen, der zunächst mit einem Stoppkurs von 148 US-Dollar auf Schlusskursbasis versehen werden sollte.

Tesla Motors (Tageschart in US-Dollar):
Widerstände: 154 / 157 / 159 / 162 / 177 / 184 / 194
Unterstützungen: 133 / 107 / 104

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