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ThyssenKrupp: Wie tief kann es gehen?

Am Wochenende wurden nun die Zahlen zum Ende September beendeten Geschäftsjahr 2012/2013 auf den Tisch gelegt. Der Termin war nach hinten verschoben worden, weil man noch einige Zahlen mit einbringen wollte, so z.B. den Erlös aus dem Verkauf des Stahlwerks in Alabama. Die Anleger reagierten auf das Zahlenwerk wenig amüsiert bis entsetzt - und nun dominiert vor allem die Frage: Wie tief kann ThyssenKrupp jetzt fallen?

Zum Zeitpunkt unserer letzten Analyse am 21. November hatte die Aktie bereits am charttechnischen Abgrund gestanden. Doch da siegte noch einmal eine Kombination aus Hoffnungen und charttechnischen Unterstützungen. Heute indes ist der Kurs mit Schwung in eben diesen Abgrund gesprungen und die Frage stellt sich, wo da womöglich der Boden sein könnte. Die Nachrichtenlage zumindest bietet per hier und heute keine Argumente, bei ThyssenKrupp ausgerechnet jetzt ins fallende Messer zu greifen und sich mit Käufen gegen den Verkaufssog zu stemmen, der den Kurs momentan um etwa sieben Prozent in die Tiefe zieht.

Der Verkaufserlös des Alabama-Werks liegt am unteren Ende der Erwartungen. Das Stahlwerk in Brasilien bleibt ein nicht endgültig gelöstes Problem. Und vor allem: Neben einer fallenden Eigenkapitalquote und dem Nettoverlust von 1,5 Milliarden Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr ist es vor allem die Ankündigung einer Kapitalerhöhung, die die Aktionäre entmutigt. Das Element Hoffnung, das die Aktie noch in der Vorwoche von der Unterstützung bei 18,55 Euro wieder in den Bereich der Widerstandszone 19,25/19,60 Euro hob, ist damit dahin - und die charttechnische Trendwende doch noch vollzogen.

ThyssenKrupp durchbrach sämtliche vorgenannte Chartmarken gleich zur Eröffnung und hat nun drei charttechnische Supportmarken in Reichweite. Zum einen die Zwischenhochs vom Juli bei 17,45 Euro, darunter dann den Mai-Aufwärtstrend bei 16,96 Euro und zuletzt die bei 16,51 Euro verlaufende 200-Tage-Linie. Angesichts des nach klaren negativen Divergenzen jetzt markanten Verkaufssignals im RSI und einer insgesamt noch reichlich Luft nach unten aufweisenden Markttechnik sind die Argumente für die bullishe Seite dünn bis nicht vorhanden. Wir meinen daher, dass ein Test der unteren der vorgenannten Auffanglinien in Form der 200-Tage-Linie bei 16,51 Euro als Kursziel durchaus realistisch wäre.

Wir hatten für ThyssenKrupp zuletzt zu einem Stoppkurs geraten, der mit 18,40 Euro knapp unter der heute Früh zur Eröffnung bereits durchschlagenen Auffanglinie bei 18,55 Euro liegt. Schließt die Aktie heute auch unter 18,40 Euro, wonach es zur Stunde aussieht, wäre die umgehende Glattstellung verbliebener Long-Positionen und der Switch auf die Short-Seite ratsam. Der erste Stoppkurs für eine solche Short-Position kann dabei nun mit 18,65 Euro auf Schlusskursbasis eng oberhalb der Chartmarke bei 18,55 Euro platziert werden.

ThyssenKrupp (Tageschart in Euro):
Widerstände: 19,09 / 19,25 / 19,60 / 23,32
Unterstützungen: 18,55 / 17,45 / 16,96 / 16,51 / 15,40

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25.07.2014, 22:25, Tradegate

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