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Turnaround ja – aber was ist er wert?

Der Turnaround des DAX am Donnerstag wirkte beeindruckend. Aber was ist er wert? Der Verlauf des Donnerstags ähnelte beim DAX dem des Freitags der Vorwoche frappierend. Nach anfänglicher Kursschwäche drehten die Notierungen blitzartig wieder nach oben und überwanden zuvor verloren geglaubte Unterstützungen. Wir hatten in unserer gestrigen Analyse am Nachmittag noch darauf hingewiesen: "Daher sollte man trotz der beeindruckenden Schwäche des DAX nicht zu früh davon ausgehen, dass damit nun bereits jetzt die Trendentscheidung zugunsten der Bären gefallen ist."

Diese Vorsicht erwies sich bislang als berechtigt. Aber bedeutet diese auch in den USA fortgesetzte Rallye nun tatsächlich die Entscheidung zugunsten doch wieder deutlich steigender Kurse? Wir gehen davon aus, dass diese Frage womöglich bereits heute, spätestens aber zu Beginn der kommenden Woche beantwortet wird. Denn Basis dieser plötzlichen Käufe waren zwei Aspekte. Zum einen, dass der Euro Stoxx 50 auf seiner 200 Tage-Linie aufgesetzt hatte, was zu Käufen führte, die den DAX natürlich automatisch mitzogen. Zum anderen war es der Umstand, dass in den USA der marktbreite S&P 500 genauso wie bereits am Donnerstag vergangener Woche präzise auf der unteren Begrenzung seines November-Aufwärtstrendkanals aufgesetzt hat. Und auch dort wurde, wie meist an einer wichtigen Unterstützung, erst einmal gekauft. Intensiviert und fortgesetzt wurden diese Käufe durch computergesteuerte Handelsprogramme. Aber wir hatten ja Anfang der Woche feststellen müssen, dass diese Käufe an wichtigen Unterstützungen auf der anderen Seite durch Verkäufe an wichtigen Widerständen ausgekontert wurden. Und diese Widerstände - der kurzfristige Abwärtstrend und die 20 Tage-Linie - sind beim S&P 500 durch die Rallye des Donnerstags wieder erreicht worden. Was bedeutet: Die Entscheidung wird an den US-Börsen fallen.

Die charttechnische Konstellation des DAX, hier dargestellt anhand des DAX Future auf 60-Minuten-Basis, ist zwar für sich selbst genommen ebenfalls höchst interessant, es ist aber unwahrscheinlich, dass man sich hier den Vorgaben aus den USA entziehen wird. Positiv ist natürlich zweifellos, dass der Ausflug unter die wichtige Auffangzone 8.074/8.151 Punkte zum Handelsende des Future um 22:00 Uhr mit einem Schlusskurs von 8.163,50 Punkten mit einem Happy End versehen ist. Dabei wurde die Kurslücke, die zur Eröffnung des Handels entstand, komplett wieder geschlossen, ohne dass die Notierungen dort wieder nach unten gedreht hätten. Die Basis für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung wäre also durchaus gegeben. Aber weiterhin halten wir an unserer bislang als sinnvoll bestätigten Empfehlung fest:

Solange der DAX die Zone 8.074/8.315 Punkte (letztere Chartmarke ist die 20 Tage-Linie) nicht auf Schlusskursbasis verlassen hat, ist keine klare Vorgabe für einen nennenswerten Trendimpuls gegeben. Ebenso, wie mittel- bis längerfristige Marktteilnehmer auf der Long-Seite weiterhin einen Stoppkurs von 8.050 Punkten auf Schlusskursbasis beachten sollten, halten wir unsere Ansicht aufrecht, dass kurzfristige Positionen über reines Daytrading hinaus erst außerhalb vorgenannter Chartzone ein sinnvolles Chance/Risiko-Verhältnis aufweisen. Dann gälte es, Positionen in Ausbruchsrichtung aufzubauen, wobei die Stoppkurse in etwa 60 Punkte innerhalb der verlassenen Chartzone platziert werden sollten.

DAX Future (Stundenchart in Punkten):

Widerstände: 8.262 / 8.315 / 8.395 / 8.407 / 8.558 / 8.750 / 8.800 Unterstützungen: 8.151 / 8.074/ 7.872 / 7.650 / 7.635 / 7.565 / 7.537 / 7.418

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