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Über Ängste und Stimmungen in Deutschland

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Über Ängste und Stimmungen in Deutschland

Mehr als zwei Drittel der Deutschen befürchten, als Steuerzahler für die Schuldenkrise heftig bluten zu müssen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Erhebung der R+V Versicherung, die jährlich 2.400 Bundesbürger zu ihren Ängsten befragt. Dennoch kann festgestellt werden: Die Angst vor den Folgen der Euro-Schuldenkrise ist im Vergleich zum Vorjahr - damals bangten noch 73 Prozent der Befragten - um fünf Prozentpunkte gesunken. Allerdings ist die Befürchtung, die EU-Schuldenkrise könne den Euro gefährden, gegenüber dem Vorjahr um 12 auf 53 Prozent gesunken. Die ersten drei Plätze der Angstskala der Deutschen werden zwar von steigenden Lebenshaltungskosten belegt, der Angst vor Naturkatastrophen wie dem Hochwasser im Sommer und der Furcht, im Alter als Pflegefall zu enden. Doch es ist bemerkenswert, dass dennoch das Vertrauen der Menschen in die Politik gestiegen ist. Denn mit 45 Prozent hält nur noch weniger als die Hälfte der Interviewten trotz der bevorstehenden Wahlen hierzulande die Politiker für überfordert. Eine Überraschung, denn es handelt sich um den niedrigsten Wert seit 2001. Auch wenn sich die Ängste der Bundesbürger stark auf wirtschaftliche und soziale Sicherheit konzentrieren, ist doch derzeit ein leichter Trend dahingehend festzustellen, dass viele Befragte die wirtschaftliche Lage in Deutschland als positiv einschätzen. Und geht es ums Persönliche, gibt es einen weiteren positiven Trend laut dieser Studie: Trotz unvermindert hoher Scheidungsquoten liegt die Angst vor einem Zerbrechen der eigenen Beziehung am unteren Ende der Ängste-Skala: Nur jeder Fünfte befürchtet eine Trennung.

Angesichts dieser verbesserten Stimmungslage ist es umso überraschender, wenn sich Investoren gegenüber deutschen Aktien weiterhin in Zurückhaltung üben. Möglicherweise herrscht angesichts der Krisensituation in Syrien und anderer bevorstehender Ereignisse immer noch Skepsis bei den Akteuren vor. Womöglich ist diese Zurückhaltung jedoch nicht einer tatsächlichen Skepsis geschuldet, sondern spiegelt eher die nun schon seit Wochen anhaltende Seitwärtsbewegung im DAX.

Vielleicht hat der DAX während des Berichtszeitraums auch deswegen keine wichtigen Niveaus verletzt. Der DAX bleibt demzufolge stabil, solange die Unterstützung bei 8.080 nicht versagt. An der Oberseite könnte der DAX erst jenseits von 8.330/35 deutlicher zulegen, gefolgt von einem Test von 8.455, wenn nicht sogar von einem neuen Allzeithoch.

Alle in diesem Dokument genannten Preisniveaus verlieren bei einem Durchstoß von zehn Punkten ihre Gültigkeit.

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