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UN sehen Chancen auf Waffenruhe in Teilen Syriens

Reuters

Genf/Beirut (Reuters) - Die Vereinten Nationen (UN) sehen trotz andauernder Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Aufständischen Chancen für eine Waffenruhe in einigen Regionen Syriens.

"Ich halte die Differenzen zwischen den Parteien nicht für unüberwindbar", sagte der stellvertretende UN-Generalsekretär Jan Eliasson am Donnerstag in Genf. Er sprach von drei bis vier Regionen, in denen mit entsprechendem Willen auf beiden Seiten eine solche Möglichkeit entstehen könnte. Ungeachtet solcher Hoffnungen starteten die Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in der strategisch wichtigen Region nördlich der Stadt Homs eine neue Front gegen Aufständische. Russland, einer der letzten Verbündeten Assads, setzte seine Luftangriffe auf Stellungen der radikal-islamischen IS-Miliz fort.

Die neue Offensive der syrischen Armee richtet sich gegen eine Enklave, die seit längerem von Assad-Gegnern gehalten wird. Das Vorgehen bettet sich ein in einen Vormarsch syrischer Truppen im Westen des Landes gegen Aufständische, die nicht dem sogenannten Islamische Staat zugerechnet werden. Den Assad-Truppen geht es vor allem darum, die Kontrolle über bevölkerungsreiche Regionen zurückzugewinnen und damit das politische Überleben des auch vom Westen abgelehnten Regierungschefs Assad zu sichern.

ANGEBLICH AUCH ZIVILISTEN GETÖTET BEI KÄMPFEN

Das staatliche syrische Fernsehen berichtete unter Berufung auf Militärkreise, die jüngste Offensive von Bodentruppen habe am Donnerstag im Morgengrauen begonnen. Sie sei begleitet worden von Luftangriffen und Artilleriefeuer. Ziel der Regierungstruppen dürfte sein, eine Straßenverbindung zu Siedlungsgebieten der alawitischen Minderheit freizukämpfen, der auch Assad angehört. Die der Opposition nahestehende Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach davon, dass bei dem Ort Teir Malla, fünf Kilometer nördlich von Homs, bei den Kämpfen fünf Zivilisten und sechs Aufständische getötet worden seien. Auch einige Kilometer weiter im Norden habe es nahe der Stadt Talbiseh Kämpfe gegeben.

Die syrischen Truppen hatten vor zwei Wochen mit einer Bodenoffensive im Westen des Landes begonnen. Angeblich wird auch eine Bodenoffensive im Gebiet um die Stadt Aleppo vorbereitet - unweit der Grenze zur Türkei. Die russische Luftwaffe flog nach Regierungsangaben zuletzt 33 Angriffe auf Ziele in den Regionen Idlib, Hama, Damaskus, Aleppo und Deir Es-Sor.

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