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… und es könnte noch dicker kommen

Boerse-Daily.de

Nicht wenige Marktteilnehmer dürften die Hoffnung hegen, dass es mit diesem kräftigen Abverkauf des Donnerstags beim DAX doch nun langsam getan sein dürfte. Immerhin hatte man erst vor zwei Wochen noch die Hoffnung, dass die Marke von 10.000 Punkten in Kürze fallen würde. Jetzt ringt der DAX auf einmal um die schon fast vergessene Unterstützung um 9.000 Punkte. Aber es könnte womöglich noch dicker kommen, denn:

Wir sehen hier momentan eine relativ ungewöhnliche Kombination aus mehreren Faktoren. Zum einen drückt der zuletzt deutlich gestiegene Euro auf die Exportchancen europäischer Unternehmen. Zum anderen beginnen sich die Konsequenzen aus dem Verfall der Emerging Markets-Währungen langsam abzuzeichnen. Doch das ist nur die fundamentale Ebene. Wir stehen jetzt zudem unmittelbar vor dem am Wochenende stattfindenden Referendum auf der Krim. Das macht nervös und dürfte einer der Gründe sein, warum jetzt auch die Indizes an der Wall Street unter die Räder kamen. Dort jedoch hatte man sich in den vergangenen Tagen und Wochen auf höchstem Niveau halten können, so dass die Kursverluste des Donnerstags erst den Beginn einer Korrektur darstellen könnten. Und dieser womöglich noch zusätzlich auftretende Druck der US-Börsen in Kombination mit dem Näherrücken des großen Verfalltermins an den Terminbörsen kann bedeuten, dass sich die Abwärtsbewegung des DAX in Richtung dieses Abrechnungstermins (21. März) und danach bis zum Quartalsultimo fortsetzt ... und möglicherweise sogar noch intensiviert.

Aus charttechnischer Sicht muss man die Situation des DAX wird als außerordentlich kritisch bezeichnen. Der Index, der am frühen Nachmittag immerhin noch über 9.200 Punkten notierte, sackte deutlich durch und durchbrach dabei die nächstliegende Unterstützungsmarke in Form der Zwischentiefs vom Februar bei 9.071 Punkten. Und der Schlusskurs vom Parkett-Handelsende lag zwar noch oberhalb der Unterstützungszone 8.962/9.000 Punkte, im nachbörslichen Handel wurde diese aber zeitweise sogar schon unterschritten. Damit wird ein Test der 200-Tage-Linie (8.824 Punkte) nun plötzlich - und relativ zeitnah - denkbar.

Hier nun in ein fallendes Messer zu greifen, wäre keineswegs ratsam. Spekulativ orientierte Marktteilnehmer sollten erst über Long-Positionen nachdenken, wenn wenigstens das Zwischentief vom Februar bei 9.071 Punkten auf Schlusskursbasis zurückerobert würde. Aber was die Sicherung der nun bereits sehr soliden Gewinne auf der Short-Seite angeht, besteht jetzt natürlich Handlungsbedarf. Den gerade erst auf 9.390 Punkte nachgezogenen Stoppkurs sollte man nun noch einmal relativ deutlich auf jetzt 9.230 Punkte auf Schlusskursbasis nachziehen.

DAX (Tageschart in Punkten):
Widerstände: 9.071 / 9.367 / 9.425 / 9.500 / 9.531 / 9.700 / 9.708 / 9.794
Unterstützungen: 9.000 / 8.962 / 8.824 / 8.780

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