MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die deutsche Wirtschaft beruft immer mehr ausländische Topmanager in Spitzenpositionen. Von den 41 Vorstandsmitgliedern, die seit Januar vergangenen Jahres neu in die Führung der Dax -Konzerne einzogen, waren 12 Nichtdeutsche, wie die Unternehmensberatung Heidrick & Struggles am Samstag in München mitteilte. Das entspreche einer Ausländerquote von fast 30 Prozent.
Gleich drei kamen aus Indien: Gary Bhojwani (Allianz), Sanjiv Lamba (Linde ) und Arunjai Mittal (Infineon ). Bei der Deutschen Bank holte das neue Führungsduo Anshu Jain und Jürgen Fitschen den Schotten Stuart Lewis, den US-Amerikaner Henry Ritchotte und den Österreicher Stephan Leithner in den Vorstand. Als erster gebürtiger Türke schaffte bei Beiersdorf Ümit Subasi den Sprung in den Vorstand.
Linde holte neben Lamba noch den Briten Thomas Blades. Die gebürtige Spanierin Milagros Caiña-Andree zieht im Juli in den BMW -Vorstand ein.
'Noch nie sind so viele ausländische und international erfahrene deutsche Manager in den Vorstand von DAX-Unternehmen befördert worden', sagte Christine Stimpel, Geschäftsführerin von Heidrick & Struggles in Deutschland. Denn auch die meisten deutschen Aufsteiger verbrachten einen Teil ihres Berufslebens im Ausland. 'Damit holen sich die Unternehmen frische Ideen und neue Sichtweisen in den Vorstand', erklärte sie.
Ein zweiter Trend ist die Berufung von Frauen. Von den 41 neuen Vorständen sind sieben Frauen: Helga Jung (Allianz), Christine Hohmann-Dennhardt (Daimler ), Angela Titzrath (Deutsche Post ), Marion Schick und Claudia Nemat (Deutsche Telekom ), Kathrin Menges (Henkel ) sowie Margret Suckale (BASF )./rol/DP/zb
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