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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax im Plus - Spanische Banken, EZB

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach positiven Meldungen zu Spaniens Banken sowie in Erwartung des Zinsentscheids der EZB hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwochmorgen zugelegt. Nach fünf Verlusttagen in Folge stieg der Dax rund eine Stunde nach Handelsstart um 1,57 Prozent auf 6.062,85 Punkte. Der MDax kletterte um 1,82 Prozent auf 9.910,96 Punkte und der TecDax rückte 1,90 Prozent auf 730,02 Punkte vor.

VERHANDLUNGEN ÜBER LÖSUNG FÜR SPANIENS BANKEN

Der Markt reagiert mit Erleichterung darauf, dass die Probleme Spaniens scheinbar endlich angepackt werden. Laut einem Bericht in der 'Süddeutschen Zeitung' werde auf europäischer Ebene darüber verhandelt, ob Geld aus dem Euro-Schutzschirm direkt an den spanischen Bankenrettungsfonds Frob gezahlt werden könne. Dem gegenüber stehen allerdings Aussagen des des Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder. Demnach müsse Spanien unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen.

Stützend wirkt auch die Medienmeldung, wonach die verstaatlichte spanische Bank Bankia weniger Hilfen benötige, als die gegenwärtig im Raum stehenden 19 Milliarden Euro. Daneben dürften auch die guten Vorgaben aus den USA die Märkte stützen. Zudem scheine der anstehende Zinsentscheid der EZB die deutschen Leitindex positiv zu beeinflusse, kommentierte ein Marktanalyst.

BANKENWERTE TROTZEN ABSTUFUNG DURCH MOODY'S

Ungeachtet der Ratingabstufung einiger deutscher und österreichischer Banken durch Moody's legten die Papiere der Commerzbank und der Deutschen Bank um 0,381 respektive 1,53 Prozent zu. Wie der Gesamtmarkt profitieren sie von den Berichten zum spanischen Bankenrettungsfonds und dem möglicherweise geringen Kapitalbedarf der Bankia. Die Ratingagentur Moody's hatte zuvor die Kreditwürdigkeit der Commerzbank wegen der europäischen Schuldenkrise um eine Stufe auf 'A3' gesenkt. Eine Neubewertung der Deutschen Bank sei ebenfalls im Gange, aber noch nicht abgeschlossen.

Im freundlichen Marktumfeld stiegen auch die Aktien der Deutschen Post um 1,65 Prozent. Ein Bericht in der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung', wonach der Logistikkonzern eventuell mehr staatliche Subventionen zurückzahlen müsse, belastete zunächst nicht.

Ein ähnliches Bild zeigte sich bei Eon: Der größte deutsche Energieversorger kommt beim Verkauf seiner Abfallsparte offenbar nicht so schnell voran wie erhofft. Der Termin für die Abgabe bindender Gebote sei ein weiteres Mal verlängert worden, sagte am Mittwoch eine mit der Situation vertraute Person zu dpa-AFX und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Die Papiere legten dennoch knapp ein Prozent zu. Am Ende des Dax standen die Papiere von MAN mit minus 0,06 Prozent, nachdem sie kurz nach Handelsstart noch der beste Dax-Wert waren.

MORPHOSYS ERHÄLT MEILENSTEINZAHLUNG

Mit einem Aufschlag von 5,95 Prozent führten die Papiere von Rheinmetall den MDax an. Sie profitierten von einer Hochstufung der Berenberg Bank. Nach Ansicht der Experten ist die Bewertung der Aktien, die sich einem Zweijahrestief nähere, zu niedrig. Die Auftragslage bei dem Rüstungs- und Automobilzulieferkonzern sei besser als es der Kurs impliziere. Der Kursrückgang sei vermutlich eine Folge von Leerverkäufen vor einem möglichen Börsengang der Autosparte, schrieben die Analysten. Allerdings dürfte der Konzern im gegenwärtig volatilen Aktienmarktumfeld nur eine kleine Beteiligung an dem Geschäftsbereich an Anleger veräußern.

Im TecDax führten die Aktien von Morphosys mit einem Kursplus von annähernd sechs Prozent die Gewinnerliste an. Das Biotechnologie-Unternehmen erhielt eine Prämienzahlung von dem Schweizer Pharmaunternehmen Roche . Roche habe die laufende Studie des Medikaments Gantenerumab zur Behandlung von Alzheimer-Patienten im frühen Stadium ausgeweitet, teilte das Unternehmen mit. Finanzielle Details zur Höhe der Meilensteinzahlung wurden nicht bekanntgegeben, Experten gehen von einem niedrig einstelligen Millionenbetrag aus./mis/rum

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