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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax dämmt Minus deutlich ein

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zwei Erholungstagen hat der deutsche Aktienmarkt am Freitag wieder im Minus geschlossen. Allerdings dämmte er seine frühen Verluste bis zum Handelsende deutlich ein. Von Börsianern hieß es, nach der Abstufung der spanischen Kreditwürdigkeit sowie Nachwirkungen enttäuschender Aussagen der US-Notenbank habe die Nachricht, dass Spanien beim Euro-Rettungsfonds EFSF einen Antrag auf Hilfe für seine kriselnden Banken stellen könnte, für etwas Entspannung gesorgt. Der zwischenzeitlich anderthalb Prozent schwächere Dax verabschiedete sich letztlich mit einem Minus von 0,22 Prozent bei 6.130,82 Punkten. Auf Wochensicht legte das Börsenbarometer um 1,33 Prozent zu. Der MDax sank am Freitag um 1,03 Prozent auf 10.123,12 Punkte und der TecDax verlor 0,51 Prozent auf 745,09 Punkte.

Laut Volkswirt Christian Schulz von der Berenberg Bank wäre es eine Erleichterung, falls Spanien Hilfszahlungen beantragen würde. Dies gelte vor allem, wenn dies noch vor den griechischen Wahlen am 17. Juni geschehe, da so schon im Vorfeld ein weiterer möglicher Krisenherd ausgeschaltet werden könnte. Ähnlich äußerte sich Helaba-Volkswirtin Claudia Windt: 'Wenn Spanien in den nächsten Tagen unter dem Rettungsschirm Schutz fände, dürfte dies zu einer gewissen Erleichterung an den Kapitalmärkten führen', so ihre Überzeugung. 'Man könnte dann den Wahlausgang in Griechenland mit etwas mehr Gelassenheit abwarten.'

FAVORITENWECHSEL: COMMERZBANK HINTEN, VERSORGER VORN

Im Vergleich zu den vergangenen Handelstagen war aufgrund der nachgebenden Märkte ein Favoritenwechsel zu verzeichnen. Die am Vortag kräftig gestiegenen Titel der Commerzbank gehörten mit einem Minus von 3,14 Prozent auf 1,388 Euro zu den schwächsten Dax-Werten. Auch die am Donnerstag freundlichen Autowerte mussten mehrheitlich deutliche Abschläge hinnehmen: BMW und die VW -Vorzüge gaben um 1,28 beziehungsweise 1,34 Prozent nach. Etwas besser hielten sich Daimler mit einem Minus von 0,41 Prozent.

Die Versorgerwerte starteten dagegen eine Gegenbewegung nach oben, nachdem sie am Vortag zu den schwächsten Titeln in Europa gehört hatten: RWE und Eon belegten mit Kursgewinnen von 1,50 und 1,26 Prozent die beiden vordersten Plätze im Dax. Auch die ebenfalls defensiven Aktien von Fresenius und FMC stiegen um über ein Prozent und gehörten zu den Favoriten der Anleger.

CELESIO DANK ANALYSTENLOB AN MDAX-SPITZE

An der MDax-Spitze waren die Aktien des Pharmagroßhändlers Celesio ein Lichtblick: Sie zogen um 5,55 Prozent auf 11,610 Euro an, nachdem Analysten auf das Erholungspotenzial hingewiesen und die geplante Neuordnung der Konzernstruktur gelobt hatten.

Der EuroStoxx 50 zeigte sich fast unverändert mit plus 0,04 Prozent bei 2.143,90 Punkten. Für die Leitindizes in Paris und London ging es dagegen etwas nach unten. In New York zeigte sich der Dow Jones zum europäischen Handelsschluss knapp im Plus.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,11 Prozent am Vortag auf 1,05 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,25 Prozent auf 134,46 Punkte. Der Bund-Future stieg um 0,29 Prozent auf 143,53 Punkte. Der Kurs des Euro sank hingegen auf 1,2492 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2468 (Donnerstag: 1,2595) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,8021 (0,7940) Euro./gl/she

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

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24.05. 17:45 Xetra 8.305,32 Pkt. Chart
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