"Es ist genau das Gegenteil der Fall", sagt Geschäftsführerin Franziska von Lewinski. Die Agenturchefin hat das Einkaufsverhalten von Konsumenten in einer Studie mit dem Titel "The Retail Revolution" untersucht. Ein wesentliches Ergebnis ist: Das Internet hat sich als Verkaufskanal etabliert und die Handelslandschaft massiv verändert. Aber die Käufer nutzen das Internet nur in bestimmten Bereichen als primären Einkaufskanal. Reine Onlinekäufer gibt es nur wenige, vielmehr steigt der Anteil der hybriden Käufer, die sowohl im Geschäft als auch im Internet einkaufen.
"Die Kunden kaufen dort ein, wo sie sich gerade aufhalten", unterstreicht Interone-Managerin von Lewinski. Insofern differenzieren sie beim Einkaufen nicht zwischen offline und online. Das Phänomen "offline gesehen und online gekauft" gäbe es zwar, allerdings nur, wenn große Preisunterschiede bestehen, schränkt Lewinski ein. Der umgekehrte Effekt "online gesehen und offline gekauft" sei weiter verbreitet.
Umsatzstärkste Warengruppe im interaktiven Handel im vergangenen Jahr war nach Angaben des EHI Retail Institute Bekleidung, Textilien und Schuhe mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 12,82 Milliarden Euro. Doch für Bekleidungshersteller wie H&M und Zara käme wohl ein reiner Onlinehandel nie in Frage. Es sind vor allem die großen Player im E-Commerce-Markt, die mit stabilem Wachstum die "Top Ten der größten deutschen Onlineshops" anführen.
Unangefochtener Spitzenreiter ist weiterhin Amazon - mit großem Abstand vor dem zweitplatzierten Otto.de gefolgt von Neckermann.de, belegt die E-Commerce-Marktstudie von EHI Retail Institute und Statista. Diese drei Unternehmen erwirtschafteten 2011 mit 8,3 Milliarden Euro Umsatz rund 37 Prozent des rund 25 Milliarden schweren E-Commerce-Marktes. Der Verband erwartet für 2012 ein Wachstum um 7,2 Prozent....
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