FRANKFURT (dpa-AFX) - Metro-Aktien waren am Montag nach einem Interview mit Konzernchef Olaf Koch der mit Abstand größte Verlierer im Dax . Zuletzt sackten die Aktien um 5,46 Prozent auf 20,60 Euro ab. Der Leitindex gab zeitgleich um 0,38 Prozent auf 6.385,56 Punkte nach.
Die Euro-Krise verdirbt den Deutschen nach Aussage von Konzern-Chef Koch die Kauflust. 'Wir rechnen beim Konsum in diesem Jahr bestenfalls noch mit einem kleinen Plus. Das hat deutliche Auswirkungen auf unser Geschäft', sagte Koch der 'Bild am Sonntag'. Zur schwachen Entwicklung der Metro-Aktie und einem drohenden Abstieg aus dem Dax-Index sagte der Manager: 'Das wäre ganz sicher nicht schön, aber das Leben geht weiter. Der Aktienkurs würde dann vermutlich weiter sinken. Aber wir würden an unserer Restrukturierungsstrategie festhalten.'
Ein Händler sagte dazu: 'Das ist nicht unbedingt ein Interview, das man als besonders optimistisch bezeichnen würde.' Derzeit gingen die Analysten im Schnitt für das laufende Jahr von einem nahezu unveränderten Umsatz aus. Insgesamt bewertete er die Aussagen eher negativ.
Commerzbank-Analyst Jürgen Elfers zielte in einem aktuellen Kommentar dagegen auf einen Beitrag der 'Lebensmittelzeitung' (LZ) ab. Demnach plant der Einzelhandelskonzern elementare Veränderungen bei seiner Supermarkt-Tochter Real. Nach Informationen des Heftes sollen die Führungsposten des Deutschland- und des internationalen Real-Geschäfts zusammengelegt werden. Weiter spekulierte die LZ, dass ein solcher Schritt Sinn mache, wenn Metro plant, Real International zu verkaufen. Ein Metro-Sprecher habe den Bericht dementiert, so Elfers. Das Magazin betone zudem selbst, dass ein Verkauf der internationalen Real-Geschäfte eine Kehrtwende der bisherigen Strategie bedeutete. Elfers bewertet die Metro-Aktie mit 'Hold'./rum/ag
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