FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Unsicherheit der Anleger hat sich zum Wochenstart in einem eher trendlosen Handel widergespiegelt. Zuletzt verlor der Dax 0,03 Prozent 6.408,34 Punkte. Damit knüpfte er an seinen Trend der Vorwoche an. Der MDax lag zuletzt mit 0,09 Prozent im Minus bei 10.438,84 Punkten. Der TecDax fiel zuletzt um 0,08 Prozent auf 756,05 Punkte zurück.
Helaba-Analyst Christian Schmidt sprach von einer anhaltenden Verunsicherung an den Aktienmärkten. Insgesamt stünden in dieser Woche einige Termine an, die das Potenzial hätten, für einen unruhigen Markt zu sorgen. In das gleiche Horn blies Jürgen Jänsch, Leiter Aktienhandel bei der Hellwig Wertpapierhandelsbank. 'Der Markt bewegt sich zwischen Hoffen und Bangen.' Nach den deutlichen Verlusten zum Schluss der vergangenen Woche konsolidiere der Markt die Verluste nun erst einmal. Der Markt hoffe wieder mal auf die Fed am Mittwoch. Einige Investoren hofften auf das Öffnen der Geldschleuse, um die lahmende Konjunktur anzuschieben.
METRO-AKTIE BRICHT EIN NACH INTERVIEW
Beim Blick auf die Kurstafeln fielen vor allem die Aktien der Metro negativ auf. Sie sackten zuletzt um mehr als sechs Prozent ab. Konzernchef Olaf Koch hatte der 'Bild am Sonntag' gesagt, die Euro-Krise verderbe den Deutschen die Kauflust. 'Wir rechnen beim Konsum in diesem Jahr bestenfalls noch mit einem kleinen Plus. Das hat deutliche Auswirkungen auf unser Geschäft.' Ein Händler sagt dazu: 'Das ist nicht unbedingt ein Interview, das man als besonders optimistisch bezeichnen würde.' Derzeit gingen die Analysten im Schnitt für das laufende Jahr von einem nahezu unveränderten Umsatz aus. Insgesamt bewertete er die Aussagen eher negativ.
Weitere Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer gilt an diesem Montag auch dem Start der US-Berichtssaison an diesem Abend nach Handelsschluss. Alcoa wird mit seinen Zahlen die Berichtssaison zum zweiten Quartal einläuten. Hierzulande stand mit ThyssenKrupp bereits ein Rohstoffwert im Blick. Das US-Anlegermagazin 'Barron's' hatte einem Börsianer zufolge berichtet, die geplanten Verkäufe der weniger profitablen Sparten dürften den Aktienkurs wieder über 20 Euro hieven. Sogar ein kompletter Ausstieg aus dem Stahlgeschäft sei offenbar nicht undenkbar, zitierte er weiter. Insgesamt dürfte sich ein solcher Prozess aber alles andere als einfach gestalten. Der Aktie könnte es zunächst helfen, ihr positives Momentum wieder aufzunehmen, kommentierte der Händler. Nach einem verhaltenen Auftakt waren die Stahlaktien zuletzt mit einem Kursplus von mehr als zweieinhalb Prozent Favorit im Leitindex.
STUDIEN BEWEGEN GEA UND DEUTZ
Beim MDax-Favoriten Gea Group wirkte sich ein Analystenkommentar von Barclays positiv aus. Die Aktien zogen um 1,19 Prozent auf 22,100 Euro an. Abgeschlagen mit einem Kursverlust von 3,45 Prozent gaben die Deutz-AKtien nach einem Analystenkommentar nach. Im TecDax bauten die Aktien von Qiagen ihr Kursplus zuletzt auf rund zwei Prozent aus. Das Unternehmen hatte bereits am Freitag mitgeteilt, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA seinem Begleitdiagnostikum bei Darmkrebs die Zulassung in den USA erteilt hatte. Im SDax legten Praktiker um 2,34 Prozent zu auf 1,269 Euro. Laut 'Handelsblatt' prüft der Finanzinvestor Clemens Vedder einen Einstieg bei der angeschlagenen Baumarktkette./rum/mis
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