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Aktien New York: Leichte Verluste - Fed will Anleihentauschprogramm ausweiten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die wichtigsten US-Aktienbörsen haben am Mittwoch per saldo leicht negativ auf die Ankündigung neuer Schritte der Notenbank (Fed) zur Stützung der Konjunktur reagiert. Der Leitindex Dow Jones Industrial büßte zunächst bis zu 0,72 Prozent ein, erholte sich dann aber wieder etwas und lag zuletzt nur noch mit 0,19 Prozent im Minus bei 12.812,92 Punkten. Für den breiter gefassten S&P 500 ging es um 0,24 Prozent auf 1.354,71 Punkte nach unten. Mit Blick auf die technologielastigen Nasdaq-Indizes fiel der Composite Index um minimale 0,06 Prozent auf 2.928,13 Punkte, und der Auswahlindex Nasdaq 100 verbuchte ein noch knapperes Minus von 0,04 Prozent auf 2.619,82 Punkte.

Die Notenbank weitet im Kampf gegen die schwächelnde Konjunktur ihre 'Operation Twist' um 267 Milliarden US-Dollar aus. Ein eigentlich bis Ende Juni befristeter Anleihen-Tausch wird nun bis zum Ende des Jahres fortgesetzt, wie die Fed nach der Sitzung ihres Offenmarktausschusses mitteilte. Um die Wirtschaft zu unterstützen, werde man Anleihen mit einer verbleibenden Laufzeit von sechs bis dreißig Jahren kaufen und Anleihen mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Jahren im gleichen Umfang verkaufen.

Mit dem Programm will die Fed Abwärtsdruck auf die langfristigen Zinsen ausüben und so für günstigere Finanzmarktbedingungen sorgen. Einige Anleger hätten mit noch stärkeren Schritten der Notenbank zur Stützung der Wirtschaft gerechnet, erklärten Händler die unter dem Strich leicht negative Reaktion des Dow auf die Maßnahmen der Notenbank. Als weitere Stimmungsbremse verwiesen die Börsianer auf die Aussage des Fed-Chefs Ben Bernanke auf einer Pressekonferenz im Anschluss an die Ankündigungen der Fed, wonach sich das Beschäftigungswachstum abgeschwächt habe. Den Leitzins indes beließ die Fed wie erwartet zwischen 0 und 0,25 Prozent.

Unter den Einzelwerten litten die im Dow Jones notierten Aktien von Procter & Gamble (P&G) unter einer gesenkten Prognose. Sie büßten am Indexende 3,46 Prozent auf 60,06 US-Dollar ein. Vor allem in den etablierten Märkten habe sich die Nachfrage schwächer entwickelt als erwartet, begründete der Konsumgüterkonzern die Kappung seiner Umsatz- und Gewinnziele für das laufende Quartal. 'Die Gewinnprognose je Aktie liegt nun acht Prozent unter der Markterwartung', kommentierte ein Analyst. Allerdings sei einer der Gründe dafür auch die Wechselkursentwicklung der vergangenen ein bis zwei Monate, die noch nicht im Konsens berücksichtigt sein dürfte. Er habe den Eindruck, dass P&G inzwischen in den entwickelten Märkten konkurrenzfähiger werde und weniger in den Schwellenländern.

Die Titel von Adobe Systems büßten 2,65 Prozent ein. Der Software-Konzern rechnet wegen einer abgeschwächten Nachfrage in Europa für sein drittes Geschäftsquartal mit einem Aktienergebnis vor Sonderposten (EPS) zwischen 56 und 61 US-Cents. Der Umsatz für das Ende August abgeschlossene Quartal dürfte bei 1,08 bis 1,13 Milliarden Dollar liegen. Analysten haben bislang mit einem EPS von 61 Cents und Umsätzen von 1,14 Milliarden Dollar gerechnet.

Unter den weiteren Technologiewerten ging es für die Papiere von Research In Motion (RIM) um 3,81 Prozent nach unten. Der Blackberry-Hersteller baut im Zuge seines Kosteneinsparprogramms Arbeitsplätze ab. Insgesamt sollen jährlich eine Milliarde Dollar an operativen Kosten wegfallen.

Der Medienunternehmer Rupert Murdoch will das Bezahlfernseh-Geschäft in seiner Heimat Australien mit einem Milliardenzukauf deutlich stärken. Die News Corp plant, die Gesellschaft Consolidated Media Holdings Ltd für knapp zwei Milliarden australische Dollar (1,6 Milliarden Euro) zu übernehmen. Die News-Corp-Anteilsscheine stiegen um 1,43 Prozent.

Die Aktien der Fast-Food-Kette Burger King schließlich kehrten nach fast zweijähriger Abstinenz an die Börse zurück. An der Wall Street waren sie im frühen Geschäft in der Spitze um fast zwölf Prozent bis auf 16,21 US-Dollar gestiegen, nachdem sie bei 14,50 Dollar in den Handel gestartet waren. Zuletzt lagen sie aber wieder deutlich unterhalb davon bei 15,00 Dollar - einem Plus von immer noch 3,45 Prozent. Vor zwei Jahren waren die Titel des McDonald's-Erzrivalen von der Börse genommen worden, nachdem die Fast-Food-Kette für vier Milliarden US-Dollar vom Finanzinvestor 3G Capital geschluckt worden war./la/stw

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