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AKTIE IM FOKUS: Symrise schnellen kurz hoch - Übernahmespekulationen, Rekordhoch

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Titel von Symrise haben am Mittwochnachmittag mit einem kurzzeitigen Kurssprung nach oben für Furore gesorgt. Übernahmespekulationen hatten die Aktien in der Spitze bis auf 24,875 Euro in die Höhe schnellen lassen, was einem Plus von 9,73 Prozent entsprach. Dann jedoch gaben die Papiere einen Großteil ihrer Gewinne wieder ab und legten nur noch um 4,32 Prozent auf 23,65 Euro zu. Damit waren sie aber immer noch der Favorit im MDax , der um 1,61 Prozent fiel.

Börsianer begründeten den Kurssprung zum einen mit Übernahmespekulationen um den Aromen- und Duftstoffhersteller, nachdem die Börsenpublikation 'Der Aktionärsbrief' aus dem Verlagshaus Bernecker den Düsseldorfer Konsumgüterhersteller Henkel als möglichen Bieter ins Gespräch gebracht hatte. Die Henkel-Titel reagierten darauf kaum und fielen in einem sehr schwachen Markt um 3,21 Prozent. Ein Sprecher des Düsseldorfer Dax-Unternehmens sagte der Finanznachrichten-Agentur dpa-AFX, dass Henkel Marktgerüchte grundsätzlich nicht kommentiere.

Zum anderen hatten die Aktien von Symrise als Reaktion auf die Spekulationen ein Rekordhoch erreicht. Dies habe technisch orientierte Anleger angelockt und die Papiere zusätzlich angetrieben, meinte ein Händler. Ferner hätten Investoren, die zuvor auf fallende Kurse gesetzt hätten, ihre Positionen in Reaktion auf den Kurssprung wieder schließen müssen. Die hohe Nachfrage dieser Anlegergruppe nach Symrise-Titel habe die Aufwärtsbewegung noch verstärkt.

Ein Analyst sagte, die Spekulationen machten keinen Sinn. Das Lebensmittelgeschäft von Symrise passe nicht zu dem Konsumgüterproduzenten.

Ein anderer Analyst wollte nicht ausschließen, dass Unternehmen wie Henkel oder BASF sich breiter aufstellen und den Aromen- und Duftstoffhersteller übernehmen könnten. Angesichts der hohen Bewertung von Symrise aber erscheine diese Option nicht sehr wahrscheinlich. Auch eine Übernahme durch einen Branchenkollegen sei wenig realistisch, da die Wettbewerber nicht über eine ausreichende Finanzkraft verfügten. Gegen eine Übernahme von Symrise durch einen seiner Kunden wiederum spreche, dass die Aromen- und Duftstoffhersteller für sie faktisch zum Nulltarif Forschung und Entwicklung betrieben. Deshalb würden sich die Kunden besser stellen, wenn es mehrere Zulieferer gebe, die im Wettbewerb zueinander für Innovationen sorgen könnten.

Andere Börsianer gaben zu bedenken, dass es nicht zum ersten Mal Gerüchte um eine Übernahme von Symrise gebe. Insofern sei bei den aktuellen Spekulationen Vorsicht angesagt./la/he

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