Unternehmensberichte

Daimler sieht keine Gefahr für Rennsporteinsatz

STUTTGART (dpa-AFX) - Der Daimler -Konzern sieht nach den jüngsten Entwicklungen im angeblichen Formel-1-Schmiergeldskandal keine Gefahr für seinen Mercedes-Einsatz in der Rennsportserie. Eine Sprecherin sagte am Dienstag, dass das Unternehmen den Fall zwar genau verfolge, im Moment aber noch kein Anlass für Konsequenzen zu erkennen sei.

Das 'Handelsblatt' (Dienstag) berichtete unter Berufung auf Insider, dass in der Stuttgarter Zentrale 'helle Aufregung' herrsche. Auslöser sei gewesen, dass der ehemalige BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky den Chef der Motorsport-Königsklasse, Bernie Ecclestone, vor wenigen Tagen schwer belastet hatte. Im laufenden Prozess steht jedoch Aussage gegen Aussage. Gribkowsky spricht von Schmiergeld, Ecclestone von Erpressung. Eine Anklage hat die Staatsanwaltschaft München in der Sache noch nicht erhoben.

Unstrittig ist, dass im Zuge jahrelanger Verhandlungen über den Verkauf der Formel 1 rund 44 Millionen Dollar (heute gut 35 Mio Euro) von Ecclestone an Gribkowsky flossen - nur der Anlass ist unklar. In Daimlers selbst auferlegten internen Regeln heißt es im Kapitel 'Ächtung von Korruption' unter anderem, 'Daimler duldet keine unmoralischen oder korrupten Praktiken durch Mitarbeiter oder seitens der Geschäftspartner.' Die Daimler-Sprecherin sagte: 'Wir befürworten die Aufklärung der neuerlichen Vorwürfe.' Die Behörden seien am Zug./loh/DP/he

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