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Verdi weitet Streik aus - Schleusenwärter zum Ausstand aufgerufen

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Die Gewerkschaft Verdi weitet die Streiks bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung schrittweise aus. Von Mittwoch an soll es Arbeitsniederlegungen vor allem in Nord- und Nordostdeutschland geben, teilte der Bundesvorstand am Dienstag in Berlin mit. Dort werden unter anderem der Nord-Ostsee-Kanal und eine größere Zahl von Schleusen und Brücken an der Mecklenburger Seenplatte betroffen sein. Von Donnerstag an soll auch die Schleuse Brunsbüttel bestreikt werden. Dort werden Schiffe in die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt, den Nord-Ostsee-Kanal, geschleust. Auch Berlin und Brandenburg werden wieder in den Arbeitskampf einbezogen.

Die Gewerkschaft bestehe auf Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag über die geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in Deutschland, der bis zu 3000 von 12 000 Arbeitsplätzen zum Opfer fallen könnten. Die Zusicherung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), es werde keine Kündigungen geben, sei arbeitsrechtlich nicht hieb- und stichfest.

'Offensichtlich sind im Bundesverkehrsministerium und im Bundesinnenministerium die Signale noch immer nicht angekommen', sagte Verdi-Vorstandsmitglied Achim Meerkamp. Bloße Zusagen eines Ministers reichten nicht aus: 'Die Beschäftigten wollen eine tarifliche Regelung, um vor betriebsbedingten Kündigungen und Versetzungen geschützt zu werden.'

Kritik aus Politik und Wirtschaft, der Streik erschüttere das Vertrauern der Reeder in die Zuverlässigkeit des Nord-Ostsee-Kanals, wies die Gewerkschaft zurück./bj/DP/he

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