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Verteidigungsministerin kritisiert afghanische Militärführung

Reuters

Berlin (Reuters) - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen erhebt schwere Vorwürfe gegen die afghanische Militärführung.

"Als die Taliban Kundus überrannt haben, war die erste, zweite und dritte Führungsebene nicht da", sagte die CDU-Politikerin in Hamburg am Samstag auf dem Deutschlandtag der Jungen Union. Vergangenen September hätten die Verantwortlichen das muslimische Opferfest gefeiert oder seien im Ausland gewesen. "Aber das geht nicht. Das zeigt ein Versagen von militärischer Führung, wenn man in einer so kritischen Region keinerlei Führungsebene mehr da hat, die der Truppe dann auch sagen kann, wie sie sich zu verhalten hat." Die radikal-islamischen Taliban hätten deshalb die Stadt problemlos einnehmen können. Dass die afghanische Armee nicht mutlos sei, zeige aber die Tatsache, dass es mit der entsprechenden Führung sehr schnell gelungen sein, die Taliban aus der Stadt zu vertreiben.

Man dürfe aus dem Vorgang nicht den falschen Schluss ziehen und "weder zurückfallen in einen Kampfeinsatz, noch sagen vollständiger Rückzug", mahnte die CDU-Politikerin. Die Afghanen müssten lernen, die sicherheitspolitische Verantwortung zu übernehmen.

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