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Volkswagen-Absatz trotzt Abgasskandal - noch

Reuters

Hamburg (Reuters) - Volkswagen hat im September weltweit erneut weniger Autos verkauft als vor einem Jahr.

Im vergangenen Monat seien mit 885.300 Fahrzeugen 1,5 Prozent weniger zu den Kunden gerollt als vor Jahresfrist, teilte der Wolfsburger Konzern am Freitag mit. Grund war vor allem die geringe Nachfrage in Brasilien und Russland, wo wegen der schwachen Konjunktur kaum Autos verkauft werden. Der Skandal um manipulierte Abgaswerte hinterließ dagegen noch keine Spuren in den Verkaufszahlen.

In den USA, wo die Umweltbehörde EPA den Betrug um Abgaswerte Mitte September öffentlich gemacht hatte, legten die Auslieferungen sogar um sieben Prozent zu. Auch in Westeuropa, wo Volkswagen demnächst millionenfach Fahrzeuge in die Werkstätten rufen muss, stieg der Absatz. Experten rechnen ohnehin erst in den kommenden Monaten damit, dass sich die Auswirkungen des Skandals beim Absatz zeigen.

Auf dem für die Wolfsburger mit Abstand wichtigsten Markt in China schrumpften die Auslieferungen des Konzerns mit minus 0,8 Prozent nicht mehr so schnell wie in den vergangenen Monaten. Dort hatte sich die Pkw-Nachfrage nach monatelanger Talfahrt zuletzt stabilisiert. Wegen der Schwäche im Reich der Mitte und des rasanten Rückgangs in Schwellenländern hatte Volkswagen seine Verkaufsziele für das laufende Jahr vor Kurzem gekappt. Statt eines moderaten Wachstums rechnet der Konzern nur mit Auslieferungen in Vorjahreshöhe von etwas mehr als zehn Millionen Fahrzeugen.

Die Hauptmarke VW Pkw, die für fast die Hälfte des Konzernabsatzes steht, verlangsamte ihren Absatzrückgang. Die Auslieferungen schrumpften im September um vier Prozent auf 513.000 Fahrzeuge. Im August war das Minus noch doppelt so hoch. Der Ingolstädter Oberklassehersteller Audi steigerte den Absatz um 6,8 Prozent. Die VW-Schwestern Skoda und Seat verkauften beide weniger als vor Jahresfrist, während der Sportwagenhersteller Porsche sich dank neuer Modelle um fast ein Drittel steigerte.

Vor allem bei den Marken VW, Audi, Skoda und Seat rechnen Experten wegen des Abgasskandals in den nächsten Monaten mit sinkenden Auslieferungen. Der Autoprofessor Ferdinand Dudenhöffer geht davon aus, dass die Auftragseingänge bereits sinken und die Auswirkungen beim Absatz im November und Dezember zu sehen sein werden. Die Kundschaft sei hochgradig verunsichert, weil Volkswagen bisher keine Lösung genannt habe, wie die Abgasmanipulation beendet werde solle, sagte Dudenhöffer. VW werde deshalb in den kommenden Monaten wahrscheinlich mit Rabatten versuchen, dagegen zu halten.

Volkswagen muss auf Anordnung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) in Deutschland 2,4 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten beordern. Europaweit sollen 8,5 Millionen Fahrzeuge zurückgerufen werden, weltweit sind bis zu elf Millionen Autos von Manipulationen betroffen.

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