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Von Ostern und Eiern

Der onvista-Börsenfuchs
Von Ostern und Eiern

Hallo allerseits! Jeder aktive Anleger kennt die wirklich wichtige Weisheit von den Eiern und dem Korb. Sie hat zu Ostern ja auch so etwas wie einen saisonalen Bezug. Wer sein Kapital nur in eine Anlageklasse wie etwa Aktien investiert, geht ein besonderes, vermeidbares Risiko ein. Schließlich ist die Entwicklung des Portfolios dann ganz von dieser Anlage abhängig. Stürzen die Aktienbörsen ab, rauscht auch der Depotwert in die Tiefe. Wer breiter investiert, kann den Absturz einzelner Anlageklassen, die dann nicht mehr so viel Gewicht haben, besser abfedern. Risikostreuung oder auch Diversifikation nennt man das bekanntlich. „Nicht alle Eier in eine Korb legen“, lautet deshalb die oft zitierte Weisheit. Manche Profis sprechen auch von der „goldenen Regel der Kapitalanlage“. Und preisgekrönt ist sie dazu. Harry Markowitz bekam für seine moderne Portfoliotheorie den Nobelpreis.

Ein paar füchsische Anmerkungen. Erstens ist immer nur von „Risikostreuung“ die Rede - das gefällt mir nicht, denn wir sollten von Chancen und Risiken in einem Atemzug sprechen. Und zweitens hängt die angesagte Streuung des Vermögens auch von seiner Höhe ab: 10.000 bis 20.000 Euro kannst du nicht sinnvoll auf drei, vier oder noch mehr Anlageklassen verteilen. Und wenn einer unbedingt alles in Aktien investieren will, dann bitte auch hier Diversifizierung nach Regionen, Ländern und Branchen. Andererseits kenne ich Anleger, die übertreiben es einfach, haben ein Depot von 50 bis 100 Aktien (oder noch mehr) und verlieren voll den Überblick.

Hey, da ist noch ein Punkt - die Geschmackssache. Bei der Streuung sollten vor allem solche Anlageklassen berücksichtigt werden, von denen der individuelle Anleger auch was versteht, die im gefallen. Es gibt halt auch hier einen Spaßfaktor. Wie bei den Ostereiern. Dabei geht es ums Bemalen, um die Farben und Muster. Aber nicht jeder mag Hühnereier. Und manche Menschen bevorzugen weichgekochte, andere die richtig harten, und haben lieber weiße oder braune. Schließlich unterscheide ich noch zwischen Anlageklasse und Anlageinstrumenten: Nehmen wir das Ei als Anlageklasse verglichen mit der Aktie. Dann kann man gekochte Eier als ein Instrument bezeichnen, ebenso Spiegeleier, Rühreier, pochierte Eier usw. - wie die Direktanlage in Aktien, Aktienfonds, Derivate und Zertifikate.

Ich wünsche Euch jetzt schon frohe Ostern, meine Freunde! Dazu viele leckere Eier, vor allem aber friedliche Tage!!!

Und haltet Augen und Ohren offen! im ersten Quartal lag die Volatilität beim S&P 500 unter 8 Prozent - so wenig schwankten die Kurse bisher nur einmal in den letzten 40 Jahren, stellt die Deutsche Bank fest. Auch der Rentenhandel war seit Jahresbeginn überwiegend von Ruhe geprägt. Doch seit Anfang April steigt der Preis für die Absicherung gegen künftige Volatilität spürbar: Investoren fragen das stärker nach, weil die Unsicherheiten rund um die Präsidentschaftswahl in Frankreich ebenso in den Fokus rücken wie die vielen geopolitischen Gefahren, für die Nordkorea nur ein Beispiel ist. Auch unser VDax, der gern als „Angstbarometer“ bezeichnet wird, ist in den vergangenen Tagen von unter 15 kommend auf über 20 Punkte geklettert - nix Schlimmes, aber ein leises Warnsignal.

Hinweis: Die Inhalte des „onvista-Börsenfuchs“ dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder.
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