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Weihnachtsgeschäft lässt Kassen bei Einzelhändlern klingeln

Reuters

Düsseldorf (Reuters) - Das Weihnachtsgeschäft 2014 scheint die teils hohen Erwartungen des Einzelhandels nicht enttäuscht zu haben.

"Wir sind mit dem Verlauf des Weihnachtsgeschäftes zufrieden", erklärte der Chef des Handelskonzerns Douglas, Henning Kreke, am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Dabei schraubte der durch seine Parfümerien bekannte Konzern die Erlöse in die Höhe: "Wir konnten die Umsätze zum Vorjahr erneut steigern", unterstrich Kreke. "Vor allem die Online-Umsätze legten deutlich zu." Zuvor hatte bereits der Online-Handelsriese Amazon von seiner "bisher besten Weihnachtssaison" in Deutschland gesprochen. Die Zahl der Bestellungen habe in der Woche vor Weihnachten um 20 Prozent zugelegt. Mehr Details wollte Amazon indes nicht nennen. Zufrieden zeigte sich aber auch der Branchenverband BEVH.

Das Geschäft um die Feiertage ist für Einzelhändler von zentraler Bedeutung, fahren sie in dieser Zeit doch traditionell den Löwenanteil ihrer Gewinne ein. Für das gesamte Weihnachtsgeschäft (November und Dezember) hatte der Handelsverband HDE einen Umsatz von 85,5 Milliarden Euro prognostiziert. Das entspräche einem Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Handelsriese Metro mit Töchtern wie Media-Saturn und Kaufhof hatte Mitte Dezember ein "zufriedenstellendes Weihnachtsgeschäft" prognostiziert.

KUNDEN SHOPPEN FLEISSIG WEITER

"Spitzenumsätze erzielten wir wie erwartet an den Tagen unmittelbar vor Weihnachten", fügte Douglas-Chef Kreke hinzu. Aber auch in den Tagen nach dem 24. Dezember und den Feiertagen verflog die Kauflust der Verbraucher nicht: Die Kunden hätten danach "fleißig weitergeshoppt". Bücher, Kosmetika und Parfüms stehen traditionell weit oben auf den Wunschzetteln der Verbraucher. Zu Douglas gehört neben den gleichnamigen Parfümerien unter anderem auch die Buchhandelskette Thalia. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2013/14 (per Ende September) hatte der Douglas-Konzern, der Insidern zufolge 2015 an die Börse zurückkehren könnte, auf Basis währungsbereinigter Zahlen einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro eingefahren - rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr.

Zufrieden zeigte sich auch der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH). "Die optimistischen Erwartungen der Händler zu Beginn der Saison scheinen sich (..) zu bestätigen", erklärte eine Sprecherin. "Die Umsätze des Weihnachtsgeschäftes 2014 lagen aller Voraussicht nach noch einmal deutlich über denen des Vorjahreszeitraums", betonte sie. Auch im Elektronikhandel lief das Geschäft nach Verbandsangaben gut. "Das Weihnachtsgeschäft war wie erwartet positiv", sagte Geschäftsführer Willy Fischel vom Branchenverband BVT Reuters. Der Verband erwarte ein Umsatzplus von gut vier Prozent. Unter anderem Smartphones waren ein beliebtes Geschenk.

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