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Wer hat Angst vor Ben Bernanke?

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Nervöse Anleger sehen anders aus. Zur Stunde hat der DAX die bisherigen Verlaufsrekorde mit einem Kurs von 8.480 Punkten knapp übertroffen. Aber noch ist keineswegs sicher, dass dieser Handelstag für die Bullen gut ausgeht - denn die Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke vor dem Wirtschaftsausschuss des US-Kongresses, die gegen 16 Uhr ansteht, ist die große "Wild Card" dieses Handelstages.

Sollte dort auch nur ansatzweise durchscheinen, dass die US-Notenbank ernsthaft erwägt, die massiven Anleihekäufe (Quantitative Easing), die die Kapitalmarktzinsen in den USA niedrig halten, noch im Verlauf dieses Jahres zu beenden oder auch nur nennenswert zu reduzieren, kann das schlagartig kräftigen Verkaufsdruck auslösen. Denn angesichts der selbst in den offiziellen Zahlenwerken nur mühsam wachsenden US-Konjunktur würde der Wegfall dieser Krücke leicht dazu führen, dass die US-Wirtschaft zu Boden geht - zumal ja das Thema Sparmaßnahmen hinsichtlich des US-Staatshaushalts immer noch in der Schwebe und somit ungelöst bleibt. Zur Stunde ist man jedoch hinsichtlich dieser Rede guten Mutes. Und bleiben solche negativ wirkenden Äußerungen aus, ist es sehr gut möglich, dass der DAX weiterhin stabil innerhalb der Schiene läuft, die er am Dienstag vergangener Woche etabliert hat.

Dabei geht es um einen recht schmalen Trendkanal, der hier im 60-Minuten-Chart hervorgehoben ist und dessen untere Begrenzung gestern wie heute - und bislang erfolgreich - getestet wurde. Bislang gelingt es indes nicht, ein Sicherheitspolster zu dieser momentan bei 8.445 Punkten verlaufenden Linie aufzubauen. Der DAX bleibt damit anfällig und könnte jederzeit die letztlich überfällige Korrektur einleiten. Das Startsignal hierfür wäre der Bruch vorgenannten Trendkanals und ein Rutsch unter die Vorwochenhochs im Bereich 8.402/8.407 Punkte. Sollte diese Linie nachhaltig brechen, wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der DAX dann recht zügig einen nennenswerten Rücksetzer startet, dessen erstes Kursziel die Linie bei 8.216 Punkten wäre, wobei das eigentliche Ziel die Auffangzone 8.074/8.151 Punkte darstellt.

Dementsprechend ist es für diejenigen Marktteilnehmer, die aktuell sehr kurzfristige und aggressive Positionen auf der Long-Seite halten, ratsam, ihren Stoppkurs im Bereich um 8.380 Punkte und damit knapp unterhalb dieser Zone anzusetzen. Ein Bruch dieser Zone wäre dann zugleich die Gelegenheit zu einem spekulativen Switch auf die Short-Seite. Für mittelfristig orientierte Anleger hingegen bleibt unser Rat weiterhin, eine solche letztlich bis zum einem Kursniveau von 8.074 Punkten (das Zwischenhoch vom März) von der Größenordnung her normale Korrektur "auszusitzen", sprich den Stoppkurs mit 8.050 Punkten darunter zu positionieren und erst bei Kursen unterhalb dieser Stoppmarke einen Wechsel auf die bearishe Seite zu erwägen. Denn erst dann würde aus einer solchen Korrekturbewegung tatsächlich ein echter, neuer Abwärtsimpuls!

DAX (Stundenchart in Punkten):

Widerstände: 8.481 / 8.545 / 8.730 Unterstützungen: 8.445 / 8.407 / 8.216 / 8.175 / 8.151 / 8.074 / 7.872 / 7.635 / 7.565 / 7.546 / 7.537

DAX

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