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"Wer sich für kurzfristige Performance-Erfolge belohnt, bettelt nach Ärger"

DAS INVESTMENT

Der Fragebogen als Gesellschaftsspiel - wenn Tageszeitungen oder Hochglanzmagazine Prominente zum teils heiteren, teils heiklen Kreuzverhör bitten, kommen Fondsmanager nur höchst selten zu Wort. 22 Fragen an Asbjørn Trolle Hansen.

1. Ihre erste prägende Erfahrung zum Thema Geld? So richtig angefangen mich für Geld zu interessieren habe ich erst nach meinem Studium. Dabei ging es mir als Derivate-Analyst eher um das Risiko als um die mögliche Rendite - für meinen jetzigen Job vermutlich nicht die schlechteste Voraussetzung.

2. Wie haben Sie Ihr Studium finanziert? Für meine Promotion habe ich ein Stipendium bekommen, und ich habe nebenbei als wissenschaftlicher Assistent gearbeitet.

3. Haben Sie ein berufliches Vorbild? Ich bewundere alle Menschen, die in der Lage sind, komplizierte Sachverhalte aus der Theorie in die Praxis umzusetzen.

4. Das unsinnigste Börsen-Bonmot, das Ihnen je untergekommen ist? Ich weiß nicht, ob es dafür ein Sprichwort gibt, aber ich halte es für völlig absurd, allein aus der technischen Analyse eines Marktes dessen zukünftige Entwicklung ablesen zu wollen

5. Welches Buch sollte jeder Fondsmanager gelesen haben? Lehrbuchwissen veraltet schnell. Ich halte es für wichtiger, sich mit dem Lesen aktueller akademischer Artikel auf dem Laufenden zu halten.

6. Wie motivieren Sie sich, wenn Sie mit Ihrem Fonds einmal hinter der Konkurrenz zurückbleiben? Ob ich auf Jahressicht vor oder hinter meinen Konkurrenten liege, ist mir nicht wichtig - solange die langfristige Rendite und die Risikokennzahlen stimmen.

7. Und die Belohnung, wenn Sie alle anderen abgehängt haben? Wer sich für kurzfristige Performance-Erfolge belohnt, bettelt nach Ärger.

8. Worauf sind Sie stolz? Privat auf meine Kinder und meine Familie, beruflich auf mein kompetentes und hart arbeitendes Team.

9. Worüber haben Sie sich in jüngster Zeit so richtig geärgert? Über all jene Anleger, die die Schwellenländer und vor allem China nach einigen kleineren Rückschlägen bereits wieder komplett abschreiben.

10. Und wem würden Sie gern einmal gehörig die Meinung sagen? Jedem, der bereit ist zuzuhören.

11. Was sammeln Sie? Schöne Erinnerungen.

12. Das bislang letzte Produkt, das Sie bei Ebay ersteigert haben? Dort bin ich eher selten aktiv. Aber ein Mitglied meines Teams ersteigert auf Ebay regelmäßig Autos und verkauft sie dann mit Gewinn in seinem Heimatland.

13. Facebook ist ... ... etwas, mit dem ich mich erst dann beschäftige, wenn meine Tochter alt genug ist für ein eigenes Konto.

14. Ihre liebste TV-Serie? Ich schaue keine Fernsehserien.

15. Und wo schalten Sie sofort ab? Bei Fernsehserien.

16. Was weckt eher Ihre Leidenschaft - Fußball oder Rockmusik? Fußball - auch wenn ich als Kind den festen Plan hatte, ein Rockstar zu werden.

17. Welches Spiel haben Sie jüngst besucht? Wann immer es geht, schaue ich die Spiele des FC Kopenhagen.

18. Welche modische Sünde lassen Sie sich selbst und anderen am ehesten durchgehen? Einen trendigen Café Latte am Morgen.

19. Wein oder Bier zum Essen? Das kommt auf das Essen an. Am liebsten jedoch Weißwein - vor allem Chardonnay.

20. Auf welchen Luxusartikel würden Sie nur ungern verzichten? Auf den Sommerurlaub mit meiner Familie.

21. Welches Hilfsprojekt haben Sie jüngst finanziell unterstützt? Das Internationale Rote Kreuz.

22. Wo wollen Sie leben, wenn Sie einmal nicht mehr Fondsmanager sind? Ich lebe sehr gern in Kopenhagen - obwohl ein Sommerhaus mit Meerblick in wärmeren Gefilden natürlich auch nicht zu verachten wäre.

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Asbjørn Trolle Hansen

Der 1970 in Aalborg geborene Däne studiert nach dem Abitur Mathematik und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Aarhus und an der London School of Economics. Seine berufliche Laufbahn beginnt er 1998 als quantitativer Analyst bei der National Westminster Bank in London.

Ein Jahr später wechselt er in gleicher Funktion ins globale Aktien-Team von Dresdner Kleinwort Benson, wiederum ein Jahr später zum schwedischen Vermögensverwalter Alfred Berg nach Kopenhagen. Dort leitet Hansen vier Jahre lang das Asset-Allocation-Team, bevor er 2004 zu Nordea wechselt und dort ebenfalls die Leitung des Asset-Allocation-Teams übernimmt.

In dieser Funktion zeichnet er für alle Fonds der Stable-Reihe verantwortlich, unter anderem den gemeinsam mit Claus Vorm betreuten Nordea Stable Return.

Dieser Artikel wird bereitgestellt von www.dasinvestment.com

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