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Wie lange kann sich der DAX noch halten?

Der Druck auf den DAX durch die Sogwirkung nachgebender Aktienmärkte in Asien und den USA wird nun täglich größer. Am Donnerstag gelang es noch, die zeitweise schon recht deutlich unterschrittene 20-Tage-Linie zum Handelsende zurückzuerobern. Aber wie lange kann sich der DAX gegen den Druck der anderen Börsen behaupten?

Im Augenblick ist zu befürchten, dass diese scheinbare Stabilität des deutschen Leitindex ganz entscheidend auf den heute stattfindenden Verfalltermin für Optionen auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen zurückzuführen ist. Denn es war recht auffällig, dass MDAX und TecDAX im Gegensatz zum DAX selbst keine vergleichbare Aufholjagd in der letzten Stunde des Parkett-Handels zuwege brachten. Und dort ist der Arm der Terminbörsen deutlich kürzer als bei den Blue Chips des DAX. Dementsprechend ist der Gedanke, dass die großen Akteure an den Terminbörsen versuchten, den DAX mit aller Macht innerhalb der erwarteten Handelsspanne für die Abrechnung der Index-Optionen zu halten, durchaus nicht abwegig. Was bedeutet:

Während man noch zu Beginn der Woche den Eindruck hatte, als sollte verhindert werden, dass der DAX so kurz vor der Abrechnung der Optionen nach oben entschwindet, waren es am Donnerstag sehr wahrscheinlich aktive Stützungen, die verhinderten, dass der charttechnische Flurschaden allzu groß wurde. Und was passiert, wenn unmittelbar vor einem derart wichtigen Termin kurzfristig entscheidende Unterstützungen brechen, konnte man am Donnerstagabend an der Wall Street beobachten. Das Risiko, dass der DAX zu Beginn der kommenden Woche die schwache Performance insbesondere der US-Indizes nachholt, ist damit nicht von der Hand zu weisen. So betrachtet scheint die Uhr für die Bullen nun zügig abzulaufen.

Trotzdem wäre es im Augenblick noch höchst spekulativ, in dieser Konstellation bereits oberhalb entscheidender Unterstützungen auf einen weiter abrutschenden DAX zu setzen. Aufgrund der deutlich gestiegenen Abwärtsrisiken sollte man zwar den Fokus der Wachsamkeit auf die Unterseite der Handelsspanne richten. Der tatsächliche Einstieg in eine neue Position sollte unseres Erachtens aber trotzdem erst dann erfolgen, wenn diese Kursrange entweder mit Schlusskursen deutlich über 8.436 Punkten nach oben oder aber mit Schlusskursen unter der Unterstützungszone 8.215/8.235 Punkte nach unten verlassen wurde.

DAX (Tageschart in Punkten):

Widerstände: 8.415 / 8.436 / 8.526 / 8.558 / 8.590 / 8.850 / 9.035  
Unterstützungen: 8.336 / 8.235 / 8.215 / 8.151 / 8.074 / 8.057 / 7.872 / 7.856

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