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Wirtschaftsweise: EZB sollte Geldpolitik nicht weiter lockern

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Sachverständigenrat für Wirtschaftsfragen hat die Europäische Zentralbank (EZB) aufgefordert, ihre Geldpolitik nicht weiter zu lockern. "Die derzeitige Niedrigzinsphase birgt Risiken für die Finanzstabilität und höhlt mittelfristig die Geschäftsmodelle von Banken und Versicherungen aus", heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresgutachten der Wirtschaftsweisen. Konkret wird gefordert, die im März gestarteten Wertpapierkäufe zurückzufahren oder früher zu beenden.

Große Deflationsrisiken, denen die EZB mit ihrer lockeren Geldpolitik vorbeugen will, sieht der Sachverständigenrat nicht. Vielmehr spreche die bessere Konjunkturlage im Euroraum für eine straffere Geldpolitik. "Die Europäische Zentralbank sollte daher die Ausweitung ihrer Bilanz verlangsamen oder sogar früher beenden als angekündigt", fordern die fünf Wirtschaftsweisen.

Die EZB denkt zurzeit darüber nach, ihre monatlichen Anleihekäufe von durchschnittlich 60 Milliarden Euro auszuweiten, weil die schwache Inflation trotz ihrer lockeren Geldpolitik nicht anspringt. Als möglich gilt eine Aufstockung des Kaufbetrags, eine Verlängerung über den gegenwärtigen Endtermin September 2016 hinaus oder eine Ausweitung der Käufe auf zusätzliche Wertpapiere wie Unternehmensanleihen. Auch eine abermalige Zinssenkung wird nicht ausgeschlossen. Anfang Dezember will die EZB entscheiden./bgf/tos

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