Gold ist nach wie vor ein Symbol für Reichtum. Seit Beginn der Aufzeichnung der Menschheitsgeschichte kommt Gold eine Tausch- und Werterhaltungsfunktion zu. Darüber hinaus findet Gold auch Verwendung in der Industrie, unter anderem als Legierung. Der Goldpreis, der in der letzten Dekade einen rasanten Anstieg verzeichnet hat, bezieht sich auf eine Feinunze Gold. Eine Feinunze entspricht dabei 31,1034768 Gramm reinem Gold.
Aufgrund der gegen Witterungseinflüsse äußerst resistenten Beschaffenheit des Goldes wird Gold eine einzigartige Beständigkeit beigemessen, die den hohen
Goldpreis erklärt. Insbesondere in Wirtschaftskrisen, die auch die Währungsstabilität betreffen, wird viel Vermögen in Gold umgeschichtet, um den Wert zu erhalten. Viele Ökonomen sehen daher im Goldpreis einen Indikator für die akute Inflationsgefahr. Gold kommt damit eine Währungsfunktion zu. Diese Thematik ist vor allem im Rahmen der jüngsten Finanzkrise in den Fokus gerückt, in der der Goldpreis rasant angestiegen ist.
In den letzten Jahren ist Gold verstärkt in den Fokus von Investoren als Geldanlage geraten, um an potenziellen Anstiegen des Goldpreises zu profitieren.
Um diesen Anlegern zu ermöglichen, an Bewegungen des Goldpreises zu profitieren, ohne teure Lagerungskosten aufbringen zu müssen, gibt es seit einiger Zeit Goldzertifikate, Goldfonds oder Gold-ETFs. Diese Finanztitel orientieren sich am aktuellen Goldpreis. Physische Lieferungen entfallen somit. Dies ermöglicht den Investoren neben der langfristigen Anlage auch die Ausnutzung des phasenweise sehr volatilen Goldpreises. Daneben kann an der Xetra-Börse sog. Xetra-Gold erworben werden. Diese Anleihe ist auf Goldbestände lautend und nennwertlos. Ihre Quotierung orientiert sich am Goldpreis in Dollarnotierung sowie dem EUR/USD-Kurs.