Tagesanalyse: Auch Euro/US-Dollar hatten wir gerade erst zu Beginn der Woche analysiert, aber auch hier muss man jetzt nach diesem Mittwoch erneut genau hinsehen. Die erste Reaktion auf Bernankes Aussage, die Anleihe-Kaufprogramme in absehbarer Zeit nicht zu beenden, sorgte für eine durchaus logische Reaktion, indem der US-Dollar schwächer wurde und somit die Relation des Euro zum US-Dollar deutlich zulegte. Aber ebenso wie an den Aktienmärkten kam es nach einer starken, aber sehr kurzen Rallye sofort zu Verkäufen, die letzten Endes dazu führten, dass Euro/US-Dollar den Handelstag recht deutlich im Minus beendete. Und das hat aus charttechnischer Sicht Konsequenzen. Denn im Tageshoch wurde damit die Chance auf einen Ausbruch nach oben beziehungsweise die Rückeroberung der Kursspanne 1,3000/1,3180 US-Dollar vergeben. Genau auf Höhe der Widerstandslinie bei 1,3000, wo sich zusätzlich als immens wichtige Hürden gerade die 20 Tage- und die 200 Tage-Linie nach unten überkreuzen (was zusätzlich ein bearishes Signal darstellt), wurde der Kurs humorlos wieder nach unten abgewiesen. Mit diesem fehlgeschlagenen Ausbruchsversuch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die nächstgelegenen Unterstützungen bei 1,2750 und 1,2665 US-Dollar kurzfristig angelaufen werden, sehr deutlich gestiegen. Short investierte Marktteilnehmer, die unserem Rat, ihren Stoppkurs auf Schlusskursbasis bei 1,3030 zu platzieren, gefolgt sind, sind dementsprechend noch am Ball und sollten die Position angesichts dieser Perspektive erst einmal halten. Sollte kurzfristig die nächste Unterstützungszone 1,2665/1,2750 US-Dollar brechen, könnte man die Erweiterung der Short-Position erwägen und den Stoppkurs dann auf 1,2820 US-Dollar nachziehen. Auf der Long-Seite ist im Moment keine Basis für eine Position vorhanden, dazu müsste der an diesem Mittwoch fehlgeschlagene Ausbruchsversuch mit Schlusskursen über 1,3030 US-Dollar erst einmal in einem zweiten Anlauf gelingen. Und dass dieser kurzfristig unternommen wird, danach sieht es momentan nicht aus.
