Börsenlexikon
Das onvista-Börsenlexikon bietet Ihnen umfassende Begriffsdefinitionen aus der Börsen- und Finanzenwelt.

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A

A

"A" steht für "Teilabnahme" im Optionshandel und sagt aus, dass nur ein Teil der Optionen zum angegebenen Preis gehandelt oder übertragen werden konnten, da noch weitere Nachfrage bestand. Das Gegenteil hiervon ist die "Teilzuteilung".

Abandon
Abandon wird der Verzicht auf Leistungen (bzw. auch Gegenstände) gegen oder ohne Entgelt genannt, damit hierdurch eine Entbindung von (Zahlungs-) Verpflichtungen erfolgen kann.
Abfindung
Die Abfindung ist eine Vergütung in Aktien der Hauptgesellschaft oder eine Barauszahlung, welche bei der Eingliederung einer Gesellschaft in eine andere den Aktionären der eingegliederten Gesellschaft zusteht.
Abgabeneigung
Eine Börsentendenz, welche auf rückläufige Kurse hindeutet, nennt man Abgabeneigung. Die Verkäufe überwiegen in diesem Fall.
Abgabesatz
Der Abgabesatz ist der Zinssatz, zu welchem von der Deutschen Bundesbank kurzfristige Wertpapiere ("Geldmarktpapiere") von bundeseigenen Unternehmen oder vom Bund selbst angeboten werden. Im allgemeinen spiegelt die Höhe dieses Zinssatzes mehr als andere Kriterien die allgemeinen kreditpolitischen Zielsetzungen der Bundesbank wieder.
Abgeld
Bei Neuemissionen ist das Abgeld (häufig in Prozent angegeben) der Abschlag, um welchen der Ausgabepreis unter dem entsprechenden Normpreis, meist unter dem Nennwert liegt.
Beim Optionsscheinhandel ist dies der in Prozent genannte Betrag, um welchen der Bezug der Aktie über den gekauften Optionsschein billiger ist, als ein direkter Kauf der Aktie.
Im Gegensatz hierzu steht das Aufgeld/Prämie.
Abgeltungsteuer
Mit Einführung der Abgeltungsteuer zum 01.01.2009 werden private Kapitalerträge pauschal besteuert. Der Steuersatz beträgt 25% zzgl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Er wird direkt von Ihrem Bankinstitut abgeführt. Davon betroffen sind Kursgewinne, Dividenden und Zinsen. In einem sogenannten Verlustverrechnungstopf verrechnen die Banken Gewinne und Verluste, die über das Jahr verteilt entstehen, miteinander. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang: die einjährige Spekulationsfrist nach der Kursgewinne steuerfrei vereinnahmt werden konnten entfällt!
Ablauffonds
Das sind Fonds, die speziell für die Anlage von Geldern aus ablaufenden Versicherungen aufgelegt wurden.
Abrechnungsverkehr
Der Abrechnungsverkehr oder das "Clearing" ist die Verrechnung von Verbindlichkeiten und Forderungen im Wertpapiergeschäft der Banken untereinander durch hierfür zuständige Institutionen.
Abschlag
Der Abschlag ist ein rein rechnerischer Kursrückgang aufgrund eines Dividendenabschlages am Tage der Auszahlung, nach Fortfall eines Bezugsrechtes oder nach Ausgabe von Berichtigungsaktien.
Abschlagsdividende
Während die Abschlagsdividende im Ausland üblich ist, ist sie eine in der Bundesrepublik unzulässige Vorauszahlung auf die Jahresabschluss-Dividende, z. B. als Vierteljahres-Dividende.
absichern
Absicherung eines Portefeuilles, zum Beispiel durch Futures, Swaps oder Optionen (Derivate), gegen negative Kursentwicklungen.
Absicherungskapital
Das sind Aktienportfolios oder Verkaufsoptionen, die bei Garantiefonds zur Absicherung der Garantie gekauft werden.
Absolute Platzierung
Rang des Fonds im jeweiligen Sektor (nach Einteilungsschema von Standard & Poor´s Fund Services). Die Sektoren bestehen aus Fonds mit gleichem Anlageschwerpunkt.
Abstemplung
Wesentliche Angaben auf einem Wertpapier (wie z. B. Veränderung des Zinssatzes bei einer Anleihe oder Änderung des Nennwertes einer Aktie) werden durch eine sog. "Abstemplung" geändert. Dies kann maschinell oder handschriftlich eingetragen werden.
Abwertung
Die Abwertung ist die Verbilligung einer Währung am Devisenmarkt. Der Wert einer Währung wird gegenüber anderen am Devisenmarkt gehandelten Währungen herabgesetzt. Importierte Waren - aus Sicht des Landes mit abgewerteter Währung - müssen teurer erworben werden; Exportgüter allerdings verbilligen sich. Die Maßnahme dient der Stabilisierung eines Währungskurses und erfolgt durch die Notenbanken.
Eine gegensätzliche Entwicklung wird als "Aufwertung" bezeichnet.
Erwähnt in
Abzinsung
Ein Verfahren der Zinsrechnung, das die Errechnung des Bar- bzw. Anfangswertes aus einem gegebenen Endbetrag bei vorliegender Laufzeit und Verzinsung mit Hilfe eines Diskontierungsfaktors erlaubt.
Abzinsungsfaktor
Mit dem Abzinsungsfaktor (oder auch Diskontierungsfaktor) wird aus einem Endkapital der Barwert ermittelt.
Erwähnt in
Abzinsungspapier
Unverzinsliche Wertpapiere sind Abzinsungspapiere, bei welchen beim Kauf die für die gesamte Laufzeit zu zahlenden Zinsen vom Preis abgezogen werden. Die Rückzahlung am Ende der Laufzeit erfolgt dann zu 100 % des Nennwertes.
act/act
act/ act ist die Abkürzung für actual/ actual. Dies ist die Bezeichnung einer Zinskonvention und bedeutet, dass bei der Berechnung von Stückzinsen bzw. des Kupons die genaue Anzahl der Zinstage einer Periode durch die tatsächliche Anzahl von Tagen im Jahr geteilt wird. Andere international übliche Zinskonventionen sind actual/ 365 (genaue Anzahl von Zinstagen unabhängig von Schaltjahren dividiert durch 365 Tage) und 30/ 360 (Ein Zinsmonat hat immer 30 Tage und das Jahr besteht aus 360 Tagen.).
Actuals
Finanztitel, auf deren Basis Finanzterminkontrakte gehandelt werden, bezeichnet man als "Actuals".
Ad hoc
Gemäß § 15 des Wertpapierhandels-Gesetzes (WphG) sind Aktiengesellschaften verpflichtet, kursbeeinflußende Unternehmensmeldungen zu publizieren. Diese Publikationen werden "Ad hoc"- Meldungen genannt.
Additional Margin
Die Additional Margin deckt die zusätzlich anfallenden potenziellen Glattstellungskosten, die bei der ungünstigsten möglichen Preisentwicklung (Worst-Case-Loss) innerhalb der nächsten 24 Stunden anfallen könnten. Die Margin (Prämien- und Additionalmargin) ist vom Kontraktinhaber an das zentrale Clearinghaus zu zahlen.
Adjustierung
Eine Adjustierung dient zur Korrektur oder Zurückrechnung eines Aktienkurses vor Kapitalerhöhung(en), Auszahlung von Dividenden o. ä.; dadurch ist ein angemessener Vergleich der neuen mit vorherigen Kursen möglich. In Charts werden solche Berichtigungen extra an den jeweiligen Stellen gekennzeichnet.
ADR
American Depository Receipts.
Dies sind "Hinterlegungsscheine für Aktien", welche an Stelle der eigentlichen Aktien gehandelt werden.
Advisor
Externer Berater einer Kapitalanlagegesellschaft. Gibt Ratschläge bei Anlageentscheidungen von Fonds. Der Advisor soll mit seinem externen Spezialwissen zur Maximierung des Kundenanlagen-Erfolgs beitragen.
AEX
Aktienindex der Börse in Amsterdam.
after sales support
Jener Service, der vom Berater nach dem Anteilskauf angeboten wird.
AG
AG steht für "Aktiengesellschaft". Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person). Die Gesellschafter (Aktionäre) sind mit ihren Einlagen an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt. Sinn und Ziel einer AG ist es, durch Ausgabe von Aktien größere Kapitalsummen für Investitionen etc. zu besorgen und das Unternehmerrisiko möglichst weit zu verteilen.
AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen (kurz: AGB) werden die Bestimmungen genannt, die das Geschäftsverhältnis zwischen Kunden und Firmen (Kreditinstituten etc.) regeln. Diese sind bindend, auch wenn sie zumeist nicht ausdrücklich zur Kenntnis genommen werden. Abweichungen sind nach Zustimmung möglich, sollten allerdings schriftlich festgelegt werden.
AGF
Aggressive Growth Fund: Aggressiver Wachstumsfonds mit dem Ziel, maximales, langfristiges Kapitalwachstum durch Investitionen in Small-Cap-Aktien oder andere Wachstumswerte zu erreichen. Sehr risikoreiche Anlageform, bei der hohe Kursschwankungen der enthaltenen Titel und entsprechende Preisschwankungen des Fonds nicht auszuschließen sind.
Agio
Preisaufschlag auf den Nennwert eines Wertpapiers, ausgedrückt in Prozent oder EUR. Agio plus Nennwert ergibt den Ausgabepreis.
Im Gegensatz hierzu steht das "Disagio" oder auch "Abgeld".
Erwähnt in
Akkumulation
Akkumulation steht für: Anhäufung, Ansammlung.
Akquisition
Wenn ein Unternehmen ein anderes aufkauft, dann spricht man von einer Akquisition.
AktG
Abkürzung für: Aktiengesetz.
Hier sind alle wesentlichen Bestimmungen über Aktiengesellschaften, Kontrollgremien, Entscheidungsorgane usw. festgelegt. Es ist die Grundlage für die Rechtsstellung einer AG.
Erwähnt in
Aktie
Die Aktie ist das Wertpapier, welches ein Anteilsrecht an einer AG festlegt und verbrieft. Eine Aktie ist körperlich unterteilt in Mantel, Dividendenscheinbogen und Erneuerungsschein (zum Bezug neuer Dividendenscheinbögen). Man unterscheidet verschiedene Aktienformen wie z. B. Stammaktien, Vorzugsaktien, junge Aktien, welche teilweise besondere Bedingungen bezüglich Höhe von Dividendenzahlungen, Stimmrecht oder bei Auflösung der AG verbriefen. Junge, noch nicht völlig dividendenberechtigte Aktien stehen älteren Aktien gegenüber.
Aktien-Gewinnrendite
Gewinnrendite - eine Kennzahl zur Aktienbewertung.
Die Aktien-Gewinnrendite berechnet sich aus dem Kehrwert des Kurs-Gewinn-Verhältnisses.
Sinnvoll ist ein Vergleich der Aktienrendite einer Gesellschaft mit der Rendite einer vergleichbaren Anlagealternative, z. B. als Vergleich zur aktuellen Rendite von langfristigen Staatsanleihen eines gleichen Währungsraums.
Aktienanalyse
Die Bewertung der Ertragskraft eines Unternehmens bzw. der Kurschancen der jeweiligen Aktien nach verschiedenen Kriterien wird als Aktienanalyse bezeichnet. Durch verschieden gewichtete Kennzahlen wird die Aktie bewertet. Für Fundamentalisten ist Konjunkturverlauf, Auftragseingang, Preisstabilität etc. wichtig. Monetaristen interessieren sich für die Höhe der Geldmenge, Inflation, Zinsniveau (Realzinsen, Zinskurve, -differenzen usw.). Techniker versuchen anhand der Kursverläufe und Daten von Umsatzhöhe typische Formationen zu erkennen, welche als Kauf- / Verkaufsimpuls interpretiert werden könnten. Psychologen hingegen untersuchen besonders die Entwicklung des Geschäftsklimas, das Konsumverhalten sowie die Stimmung zwischen nicht- / professionellen Börsianern. Ein richtiger Mix von einzelnen Komponenten ist für eine gute Bewertung des Kurspotentials einer Aktie wichtig.
Aktienanleihen
Aktienanleihen koppeln eine Anleihe an die Kursentwicklung einer zugrunde liegenden Aktie. Sie gewähren einen attraktiven Kupon, der deutlich über dem Marktzins liegt. Im Gegenzug erfolgt die Tilgung der Anleihe in Abhängigkeit vom Kurs der Aktie am Laufzeitende entweder zum Nominalbetrag oder durch Lieferung einer bei Emission festgelegten Anzahl von Aktien. Entscheidende Größe für die Tilgungsart ist der bei Emission festgelegte Basispreis. Wenn die zugrunde liegende Aktie am Bewertungstag auf oder über diesem Basispreis schließt, erfolgt die Rückzahlung zum Nominalbetrag. Wenn der Basiswert dagegen unter dem Basispreis schließt, erfolgt die Rückzahlung durch Aktienlieferung. Der Kupon wird in beiden Fällen gezahlt. Grundsätzlich gilt: Bei Bartilgung erzielt der Anleger die maximale Rendite, welche sich bei einer Aktienlieferung reduziert. Je nach der Kursentwicklung der jeweiligen Aktie können sich auch Verluste ergeben. Daher unterliegt der Anleger dem gewöhnlichen Aktienrisiko.
Aktienbuch
Bei den Namensaktien gilt derjenige als Aktionär, welcher in einem besonderen Aktienregister, dem sog. Aktienbuch mit Namen, Wohnort und Beruf registriert ist.
Aktienfonds
Die von einer Investment- oder Kapitalanlage-Gesellschaft verwalteten Vermögen werden Aktienfonds genannt. Zumeist wird in diesem Investmentfonds das Kapital schwerpunktmäßig in Aktien angelegt.
Aktienformen
Man unterscheidet diverse Aktienformen, wie z. B. Inhaberaktien, Namensaktien, Belegschaftsaktien, Stammaktien und Vorzugsaktien.
Aktiengesellschaft
kurz: AG.
Die AG ist ein Unternehmen, an welchem deren Teilhaber (Aktionäre) über den Kauf von Aktien am Grundkapital dieser Firma beteiligt sind. Die Gesellschafter haften lediglich bis zur Höhe ihrer Beteiligung, nicht aber mit dem übrigen Vermögen. Sinn und Ziel einer AG ist es, durch Aktien-Ausgabe größere Kapitalsummen für Investitionen etc. zu bekommen und das Unternehmerrisiko möglichst weit zu verteilen.
Aktienindex
Ein Aktienindex ist eine Kennzahl, welche die Kursentwicklung des Aktienmarktes bzw. einzelner Teilbereiche angibt. Wichtige Aktienindizes in Deutschland sind der während den Börsenzeiten permanent ermittelte DAX®, der Index der Börsenzeitung oder auch der Index der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Bei den US-Indizes sind der Dow-Jones-Index sowie der Standard&Poors-500-Index interessant, in Japan der Nikkei-Index.
Aktienkurs
Der Aktienkurs ist der Preis, zu welchem eine Aktie an der Börse gehandelt wird (sowohl Kauf, als auch Verkauf). Während der Börsenöffnungszeit wird dieser Kurs nach Angebot/Nachfrage von den Skontroführern festgestellt.
Aktienoption
Eine Aktienoption berechtigt je nach Art zum Kauf oder Verkauf einer Aktie innerhalb einer bestimmten festgelegten Frist und bei vorher vereinbartem Preis.
Aktienpaket
Menge von Aktien, die sich im Besitz einer einzelnen Person oder eines anderen Unternehmens befindet.
Aktienrückkauf
Aktiengesellschaften können unter bestimmten Umständen die von ihnen emittierten Aktien wieder zurückkaufen. Ein solcher Aktienrückkauf kann unterschiedliche Zielsetzungen verfolgen. Einer der wichtigsten Gründe ist die Erhöhung des Werts der verbleibenden Aktien am freien Markt.
Aktiensplit
Der Aktiensplit ist die Aufteilung einer Aktie in zwei oder mehrere Anteile. Er dient vor allem der optischen Verbilligung und damit der Verbesserung der Handelbarkeit der jeweiligen Aktien. Der Anteil, den der einzelne Aktionär an dem Unternehmen hält, ist vor und nach dem Aktiensplit unverändert. Das Vermögen der Gesellschaft verteilt sich einfach auf mehr Aktien als vorher.
Aktionär
Ein Aktionär ist durch den Besitz von Aktien einer Aktiengesellschaft deren Miteigentümer bzw. Anteilseigner. Rechte und Pflichten des Aktionärs sind im AktG festgelegt. Er hat Anspruch auf Gewinnbeteiligung, Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen, evtl. Stimmrecht in der Hauptversammlung, etc.
Aktiv gemanagter Fonds (XTF)
Im Börsensegment XTF gehandelter Investmentfonds, dessen Zusammensetzung vom Fondsmanagement beobachtet, überprüft und je nach Marktsituation angepasst wird. Das Fondsmanagement versucht über Aktienselektion eine höhere risikoadjustierte Rendite für das aktiv gemanagte Portfolio zu erzielen als die risikoadjustierte Vergleichsrendite der Benchmark. Laut der Deutschen Börse ist XTF das Marktsegment der Deutschen Börse für Exchange Traded Funds - börsengehandelte Indexfonds.
Aktiva
Bezeichnung für:
(1) Aktivposten der Bilanz
(2) Vermögenswerte (Assets).
Unter Aktiva versteht man das Vermögen eines Unternehmens. Die auf der Aktivseite (linke Seite, Soll-Seite) der Bilanz ausgewiesenen Positionen werden in Anlagevermögen, Umlaufvermögen sowie Rechnungsabgrenzungsposten aufgegliedert. Zu dem Anlagevermögen zählen die Vermögenswerte, in die für einen längeren Zeitraum durch ein Unternehmen investiert (angelegt) wird (z. B. Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen, Gebäude, Maschinen und Finanzanlagen).
Zu dem Umlaufvermögen gehören Vermögensgegenstände, die sich nur für einen kürzeren Zeitraum in einem Unternehmen befinden (z. B. Vorräte, Forderungen, Wertpapiere, Schecks, Kassenbestände).
Die Vermögenswerte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu aktivieren. Vermögensteile, die der Wertminderung unterliegen, müssen auf die Dauer ihrer Nutzung abgeschrieben werden. Die Aktivseite gibt Informationen darüber, in welchen Vermögenswerten das beschaffte Kapital angelegt (investiert) ist (Mittelverwendung).
Im Gegensatz dazu stehen die Passiva.
Erwähnt in
aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Zu den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten fallen Aufwendungen, die bereits im abzuschließenden Geschäftsjahr im Voraus bezahlt und gebucht wurden, aber entweder nur zum Teil oder auch ganz wirtschaftlich dem neuen Geschäftsjahr zuzurechnen sind. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten stellt praktisch eine Leistungsforderung dar. So begründet z. B. eine Mietvorauszahlung einen Anspruch auf Nutzung der gemieteten Räume der Unternehmung im neuen Geschäftsjahr.
Aktives Management
Bezeichnet beim Investment einen Managementstil, bei dem der Fondsmanager seine Anlageentscheidungen aufgrund eigener Analysen und Einschätzungen trifft und sich weniger an bestimmten Vorgaben wie Marktindizes orientiert. Kennzeichen des aktiven Managements ist die gezielte Titelauswahl (Stockpicking).
AKV
Die deutsche "Auslandskassenverein AG" ist eine zentrale Verwaltungsstelle für ausländische Wertpapiere, welche außerhalb des amtlichen Handels an den deutschen Börsen notiert werden.
All Time High
Der höchste jemals bezahlte Preis bzw. ein historisches Hoch wird als "All Time High" bezeichnet.
Allianz
Man spricht von einer (strategischen) Allianz, wenn zwei oder mehrere Unternehmen langfristige Kooperationsverträge eingehen zur Verfolgung eines gemeinsamen Zieles (zum Beispiel: Bearbeitung eines gemeinsamen Marktes, welches für nur ein Unternehmen mit zu hohen Aufwendungen verbunden wäre).
Alpha
Kennziffer, die beschreibt, um wie viel der jährliche Ertrag eines Fonds über dem Ertrag des jeweiligen Referenzindex liegt. Je höher das Alpha, um so besser hat sich der Fonds im Verhältnis zum Markt entwickelt.
Alte Aktien
Alte Aktien notieren meist über dem Kurs von jungen (neu herausgegebenen Aktien) und sind voll dividendenberechtigt.
Erwähnt in
Alternative Investments
Investiert wird meist in Hedge-Fonds, Emerging Markets Fonds, Managed Futures und Private Equities. Als "Alternative" zum klassischen Aktienfonds weisen sie eine geringe Korrelation der Erträge zu Märkten oder Indizes auf. Gewinne können sowohl in steigenden als auch in fallenden Marktlagen erzielt werden.
Altersvorsorge-Sondervermögen(AS)
Im 3. Finanzmarktförderungsgesetz wird diese Form der privaten Altersvorsorge geregelt, die es ermöglicht, durch Anlage in besondere Investmentfonds Alterssicherung zu betreiben. AS-Fonds unterliegen speziellen Anlagevorschriften: Innerhalb festgelegter Grenzen dürfen AS-Fonds in die drei Kategorien Aktien, Rentenpapiere und Immobilien investieren. Ziel ist ein ausgewogenes Portfolio, in dem sicherheitsorientierte Investments mit renditestarken Anlagen kombiniert werden. Im Einzelnen dürfen AS-Fonds u. a. - nicht weniger als 51 % in Substanzwerten anlegen, - nicht weniger als 21 % und nicht mehr als 75 % des Fondsvermögen in Aktienwerte investieren, - maximal 30 % des Fondsvermögen in Immobilienfonds oder direkt in Immobilien anlegen, - ein Währungsrisiko von maximal 30 % eingehen und - derivative Finanzinstrumente ausschliesslich zur Absicherung einsetzen. Gleichzeitig müssen Spar- / Auszahlpläne und Vermögensumschichtungen bereits vor dem Erreichen des Pensionsalters, in jedem Fall spätestens nach ¾ der Laufzeit, möglich sein.
American Depository Receipt
siehe: ADR
Amerikanische Option
Eine Amerikanische Option bedeutet, dass eine Ausübung der Option während der gesamten Laufzeit möglich ist.
Erwähnt in
AMEX
American Stock Exchange. Neben der NYSE (New York Stock Exchange) eine der bedeutendsten US-Wertpapierbörsen.
Amtliche Notierung
Die Amtliche Notierung ist die Kursnotierung der zum Amtlichen Handel zugelassenen Wertpapieren. Um zum Amtlichen Handel zugelassen zu werden, müssen die Wertpapiere bestimmte Bedingungen erfüllen, wie z. B. die Veröffentlichung eines Prospekts und der jährlichen Bilanz. Die Kursfestsetzung erfolgt während der Börsenzeit durch die sog. Skontroführer und wird im Amtlichen Kursblatt der Börse bzw. auch in der Tagespresse und anderen Medien veröffentlicht.
Amtlicher Handel
Der umfangreichste Handel in Wertpapieren an den deutschen Börsenplätzen ist der Amtliche Handel. Unternehmen, welche nach strengem Verfahren zum Aktienhandel zugelassen sind, unterliegen einer Publikationspflicht. Amtliche Makler sind außer dem Vorstand der Börse für die Kursfestsetzung zuständig. Notierungen werden in einem Kursblatt veröffentlicht.
Amtlicher Makler
Vereidigte Kursmakler, also amtliche Makler, sind für Kursfeststellung im Amtlichen Handel zuständig. Sie vermitteln Börsengeschäfte, dürfen aber - im Gegensatz zu den freien Maklern - eigene Geschäfte nur in begrenzter Zahl tätigen!
Erwähnt in
Amtlicher Markt
Im Gegensatz zum "Freiverkehr" oder dem sog. "Geregelten Markt" ist der Amtliche Markt der Markt, an welchem nur amtlich notierte Wertpapiere gehandelt werden.
Amtliches Kursblatt
Im amtlichen Kursblatt werden die festgesetzten Kurse an jedem Börsentag veröffentlicht. Es ist ein offizielles Presseorgan der Börse.
Andienungsrecht
Das Andienungsrecht steht für die Sicherheit des Käufers, dass der Verkäufer jederzeit in der Lage ist, während der Laufzeit der Option die versprochenen Waren zu liefern.
Anfangskurs
Der Eröffnungskurs oder Anfangskurs ist die erste festgestellte Notierung nach Börsenbeginn. Anleger dürfen ausdrücklich fordern, dass ein Auftrag zu genau diesem Kurs ausgeführt wird.
Anlage KSO
Dies ist jene Anlage, die der Einkommensteuererkärung beigelegt werden muss, wenn die Kapitaleinkünfte über dem Freistellungsbetrag liegen und Zinsabschlagsteuer abgezogen wurde.
Anlageausschuß
Seine Aufgabe besteht in der Beratung der Kapitalanlagegesellschaft. Ihm kommt keine Entscheidungsbefugnis zu, sondern er berät die KAG lediglich bei der Auswahl der zu erwerbenden oder zu veräußernden Vermögensgegenstände.
Anlagegrenzen
Ein Investmentfonds darf, so sieht es das KAGG vor, in Wertpapiere eines Emittenten / Austellers nicht mehr als 5 % seines Vermögens investieren. Ausnahmsweise sind 10 % gestattet. Ziel dieser Vorschrift ist es, dem Grundsatz der Risikodiversifikation Rechnung zu tragen.
Anlagegrundsatz
Das Fondsmanagement betreibt Anlagepolitik, um die Anlageziele (i. d. R. überdurchschnittliche Rendite innerhalb einer bestimmten Risikoklasse) des Fonds zu gewährleisten. Darunter fallen alle Massnahmen, die sich auf die Zusammensetzung des Fonds-Portfolios auswirken, wie z. B. die Auswahl der Wertpapiere und Wertpapierarten, die Kauf- und Verkaufszeitpunkte, die Steuerung der Barreserven und Absicherungen gegen Kursverluste. Der Rahmen für die Anlagepolitik wird vom Anlagegrundsatz, der sich am Fondstyp orientiert und meistens aus dem Fondsnamen hervorgeht, vorgegeben.
Anlagehorizont
Zeitraum, während dem eine bestimmte Summe nicht benötigt wird und daher investiert werden kann. Der Anlagehorizont sollte auch auf die Risikobereitschaft des Anlegers abgestimmt sein. Das Spektrum reicht von Geldmarktfonds mit einigen Monaten Anlagehorizont über Anleihefonds mit etwa drei Jahren bis hin zu Aktienfonds mit möglichst fünf Jahren oder mehr als Anlagehorizont.
Anlagekonto
Investmentkonto
Anlagen
Als Anlagen werden freie Gelder (Finanzmittel) bezeichnet, die in die verschiedensten Bereiche investiert werden können (z. B. Aktien, Lebensversicherungen, Edelmetalle, Bausparverträge, Bundesschatzbriefe).
Anlageplan
(auch: Sparplan) In periodischen Abständen erfolgende, regelmäßige Anlage eines bestimmten Betrages.
Anlagepolitik
Festlegung der einzusetzenden Instrumente zur Realisierung der Anlageziele. Dazu gehören: Auswahl der Wertpapiere, Timing, Steuerung der Barreserve, Absicherung gegen Kursverluste. Die Anlagepolitik hat die Vorschriften des KAGG zu beachten.
Anlagepolitik
siehe Anlagegrundsatz
Anlagerichtlinien
Anlagerichtlinien sorgen dafür, dass jeder Fonds eine gewisse Mindest-Risikostreuung hat und keine unüberschaubaren Risiken (etwa durch Spekulation über Derivate) eingeht. Sie sind sowohl im Gesetz KAGG, als auch in den Verkaufsprospekten geregelt.
Anlageschwerpunkt
Der Anlageschwerpunkt eines Fonds definiert, in welche Werte das Fondsvermögen hauptsächlich investiert wird.

Anlageschwerpunkte können z. B. sein:
  • Wertpapiere einer bestimmten Gattung,
  • Wertpapiere eines bestimmten Landes oder einer Region,
  • bestimmte Branchen oder Unternehmen.


Das Kapitalanlagegesellschaftengesetz (KAGG) schreibt vor, dass ein Fonds seinen Anlageschwerpunkt nicht nach Belieben wechseln kann.
Erwähnt in
Anlagestil
Der Anlagestil (auch Investmentstil genannt) beschreibt die grundsätzliche Methodik des Fondsmanagers hinsichtlich seiner Anlageentscheidungen, Performanceoptimierungen sowie dem Umgang mit Risiken.
Anlagestrategie
Eine Art planmäßiges Vorgehen - eine Anlagestrategie - ist unter Berücksichtigung von diversen Umständen und Risiken (Konjunkturlage, Börsentrend, Zinsentwicklung o. ä.) möglich. Aggressive Anleger setzen auf den schnellen Gewinn und häufige Umschichtung des Depots in schneller laufende Papiere (meist Optionsscheine). Konservativen Anlegern ist die Sicherheit wichtiger und das Depot ist meist mit risikoarmen Werten (Anleihen etc.) zur Erhaltung des Kapitals bestückt.
Anlagestruktur
Die Zusammensetzung der Vermögenswerte, die in einem Depot enthalten sind.
Anlagevermögen
Anlagevermögen - ein aktiver Bilanzposten

Zum Anlagevermögen zählen Teile des Vermögens einer Unternehmung, die nicht zur Veräußerung bestimmt sind .
Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist i. d. R. in der Industrie erheblich höher als im HandeI.
Nach dem Bilanzrecht ( § 247 II HGB ) gehören zum Anlagevermögen nur die Gegenstände, die bestimmt sind,
dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen.

Zusammensetzung des Anlagevermögens:
1. Immaterielle Vermögensgegenstände: z. B. Konzessionen, Firmenwert, geleistete Anzahlungen;
2. Sachanlagen: z. B. Grundstücke und Bauten, technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3. Finanzanlagen: z. B. Beteiligungen, Wertpapiere des Anlagevermögens.
Anlagezielfonds
Fonds mit genau definierter Zielsetzung bezüglich Risiko und Ertrag, z. B. Altersvorsorgefonds.
Anleihe
Anleihe oder auch Bond ist der Überbegriff für festverzinsliche Schuldverschreibungen. Es gibt öffentliche Anleihen (Staat, Post, Bahn, Kommunen etc.), Pfandbriefe (Anleihen von Hypothekenbanken) und Industrieanleihen (Industrieobligationen), die zur Finanzierung von Investitionsvorhaben ausgegeben werden. Die Kursnotierungen schwanken nach allgemeinem Zinsniveau bzw. nach Bonität des Schuldners. Bei steigendem Zinstrend fallen die Anleihen, bei fallendem Zinstrend steigen sie. Je länger hierbei die Restlaufzeit ist, desto stärker die Schwankungen. Bei unklarem bzw. steigendem Zinstrend wird ein Anleger, der die Anleihe evtl. vorzeitig wieder verkaufen möchte, vernünftigerweise auf kürzere Restlaufzeiten setzen, bei fallenden Zinsen auf längere.
Anleihemarkt
Der Anleihemarkt ist der Markt, an welchem festverzinsliche Wertpapiere gehandelt werden. Im Gegensatz zum Aktienmarkt werden häufig nicht fortlaufend Kurse notiert, sondern einmal am Tag je nach Angebot und Nachfrage wird dieser festgelegt.
Annuität
Bei der Annuität (aus dem lat. für "Jahr") handelt es sich um einen gleichen pro Jahr zu zahlenden Betrag, welcher zur Zinszahlung und Tilgung einer Kapitalschuld notwendig ist.
Annuitätenbonds
Annuitätenbonds werden die Anleihen genannt, deren Tilgung in gleichbleibenden Raten erfolgt. Diese Raten haben einen abnehmenden Zinsanteil und zunehmenden Tilgungsanteil im Laufe der Rückzahlung.
Anonymes Konto
Ein Konto ohne Namensbezeichnung, ein anonymes Konto, wird lediglich mit einer Konto-Nummer geführt. In Deutschland ist diese Form von Konten durch § 154 der Abgabenordnung nicht erlaubt. Zumeist findet man diese (Nummern-)Konten in der Schweiz, in Österreich, Liechtenstein oder auch Luxemburg.
Anrechnungsverfahren
Das mit der Körperschaftsteuerreform, die am 1. Januar 1977 in Kraft getreten ist, begründete Recht des Aktionärs, die auf seine Dividende entfallende Körperschaftsteuer in vollem Umfange (nämlich in Höhe von 3/7 = 42,86 % der Dividende) auf seine Einkommensteuer anzurechnen. Ist er nicht einkommensteuerpflichtig oder ist seine Steuerschuld geringer als das Steuerguthaben, wird ihm die Körperschaftsteuer ganz oder teilweise erstattet.
Erwähnt in
Anteilschein
Der Anteilschein ist das Wertpapier, welches einen Anteil am Fonds einer Kapitalanlagegesellschaft (Investmentgesellschaft) verbrieft. Aus dem Kurswert des Fondsvermögen ist der Wert des Anteils zu bemessen (je nachdem zuzüglich Bezugsrechten, ausstehender Forderungen o. ä., geteilt durch die Summe der Anteilscheine).
Anteilseigner
Ein Anteilseigner oder "Aktionär" ist eine Person, welche durch den Kauf von Aktien Miteigentum am Grundkapital einer Aktiengesellschaft (AG) erwirbt.
Erwähnt in
Anteilspreisveröffentlichung
Die KAGs sind im Rahmen ihrer Informationspflicht nach § 21 Abs. 6 KAGG dazu angehalten, die Anteilspreise (= Rücknahmepreise) ihrer Fonds zu veröffentlichen. Diese Preise müssen börsentäglich ermittelt werden und wenigstens zweimal pro Monat in einer hinreichend verbreiteten Wirtschafts- oder Tageszeitung erscheinen.
Anteilsumlauf
So wird die Summe der Anteile eines Fonds, die von der Depotbank ausgegeben wurden und sich (abzüglich der zurückgenommenen Anteile) zu einem bestimmten Zeitpunkt im Umlauf befinden, bezeichnet.
Anteilswert
Der Wert der Investmentanteile errechnet sich aus dem Wert des Fondsvermögens dividiert durch die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Anteile und ist identisch mit dem Rücknahmepreis.
Anteilwert
Der Anteilwert wird börsentäglich von der Depotbank berechnet. Er wird nicht durch Angebot und Nachfrage beeinflusst, sondern die einzigen Einflußfaktoren sind die Preise der Vermögensgegenstände, die der Fonds hält.
Antizyklisch
Antizyklisch steht im Gegenteil zu prozyklisch. Die Spekulation gegen den Trend an der Börse ist als antizyklisches Anlageverhalten zu bezeichnen. Bei fallenden Kursen werden Börsianer eher kaufen und bei steigenden Kursen verkaufen.
Arbitrage
Ausnutzung von Kursunterschieden derselben Wertpapiere an verschiedenen Börsen zum gleichen Zeitpunkt. Am Börsenplatz der niedrigeren Kurse wird gekauft, am Platz der höheren Kurse verkauft.
Erwähnt in
Arrondieren
Wenn die vorhandene Anzahl eines bestimmten Wertpapiers durch Zu- oder Verkauf auf eine glatte (runde) Stückzahl gebracht wird, bezeichnet man dies als arrondieren.
Ask
Angebot (Brief), Briefkurs; hierunter versteht man den Preis, zu dem ein Verkäufer bereit ist, ein Wertpapier (Aktie, festverzinsliches Papier) zu verkaufen. Gegensatz dazu: Bid
Erwähnt in
Bid
Asset Allocation
Darunter versteht man die prozentuelle Aufteilung des Vermögens eines Investmentfonds.
Asset Backed Finanzierung
Als Asset Backet Finanzierung wird eine Unternehmensfinanzierung in Form von Forderungsverkauf bezeichnet. Hierbei werden die Forderungen des Unternehmens an eine speziell für diesen Zweck gegründete Finanzierungsgesellschaft verkauft. Die Finanzierungsgesellschaft (eine Einzweck- oder Single Purpose Company) refinanziert sich durch Ausgabe von Wertpapieren (z. B. Anleihen). Diese sind durch den erworbenen Forderungsbestand gedeckt. Für Unternehmen und Anleger stellen Asset Backed Finanzierungen eine interessante Alternative auf dem Kapitalmarkt dar.
Asset Klassen
Durch Unterteilung des Kapitalmarktes in verschiedene Segmente lassen sich Aktien, Anleihen, Geldmarkt und Immobilien als wichtigste Haupt-Asset-Klassen voneinander unterscheiden. Diese werden oft in weitere Unterklassen eingeteilt.
Asset Management
Professionelle Verwaltung von Vermögensanlagen
Assets
Englische Bezeichnung für Vermögenswerte (Aktiva).
Gegensatz: Liabilities (Verbindlichkeiten)
Erwähnt in
At the Market
Ein Kauf oder Verkauf "at the market" bezeichnet eine sofortige, zum bestmöglichen Preis auszuführende Order. Der entsprechende Kauf- / Verkaufsauftrag hierfür wird "Market-Order" genannt.
At-the-money-Option
Option, deren Basispreis dem aktuellen Marktpreis entspricht.
Erwähnt in
Attentismus
Wenn Kreditnehmer, Anleger o. ä. in der Hoffnung auf noch günstigere Kredit- oder Anlagemöglichkeiten abwarten, wird dies als Attentismus bezeichnet.
Aufgeld

Das Aufgeld drückt aus, um wie viel Prozent der Basiswert bis zur Fälligkeit des Optionsscheins steigen (Call) bzw. fallen (Put) muss, damit der Investor keinen Verlust erleidet.

Das Aufgeld kann beim Call-Optionsschein auch interpretiert werden als Prozentsatz, um den der Erwerb des Basiswerts durch Kauf und sofortige Ausübung des Optionsscheins teurer ist als im Vergleich zum direkten Erwerb des Basiswerts. Beim Put-Optionsschein gibt das Aufgeld an, um welchen Prozentsatz der Verkauf des Basiswerts durch Erwerb des Optionsscheins und sofortige Ausübung des Optionsrechts im Vergleich zum direkten Verkauf des Basiswerts teurer ist.

Mit abnehmender Restlaufzeit verringert sich üblicherweise das Aufgeld des Optionsscheins.


$$Call = \frac{\frac{Kurs\ Optionsschein}{Bezugsverhältnis}+Basispreis - Kurs\ Basiswert}{Kurs\ Basiswert}$$
$$Put = \frac{\frac{Kurs\ Optionsschein}{Bezugsverhältnis}+Kurs\ Basiswert-Basispreis}{Kurs\ Basiswert}$$

Erwähnt in
Aufgeld p. a.

Das Aufgeld p. a. gibt an, um wieviel Prozent der Basiswert auf annualisierter Basis bis zur Fälligkeit des Optionsscheins steigen (Call) bzw. fallen (Put) muß, damit der Investor keinen Verlust erleidet.

Durch diese Standardisierung relativiert sich das üblicherweise verhältnismäßig hohe Aufgeld von Optionsscheinen mit langer Restlaufzeit und es können Optionsscheine unterschiedlicher Restlaufzeiten miteinander verglichen werden.

Das Aufgeld p. a. stellt daher beim Vergleich verschiedener Optionsscheine eine dem Aufgeld überlegene Bewertungskennzahl dar.

$$Call = \frac{Aufgeld}{Restlaufzeit\ Optionsschein}$$ $$Put = \frac{Aufgeld}{Restlaufzeit\ Optionsschein}$$

Aufgeld p. a. / Omega

Die Effizienz der Kapitalnutzung beim Erwerb von Optionsscheinen (ausgedrückt durch Omega) kann nur in Relation mit den "Kosten" eines Optionsscheins im Vergleich zum direkten Erwerb des Basiswerts (ausgedrückt durch das Aufgeld p. a.) angemessen beurteilt werden.

Ein relativ hohes Aufgeld p. a. läßt sich nur rechtfertigen, wenn gleichzeitig auch das ausgewiesene Omega attraktiv ist. Unter vergleichbaren Optionsscheinen sollte daher derjenige präferiert werden, dessen Aufgeld p. a. / Omega einen niedrigen Wert ausweist.

$$Call = \frac{Aufgeld_{p.a.}}{Omega}$$ $$Put = \frac{Aufgeld_{p.a.}}{Omega}$$

Auflegungsdatum
Zeitpunkt, zu dem die Anteile eines Fonds erstmalig öffentlich zum Kauf angeboten werden.
Aufsichtsbehörde
Staatliche Institution, die u. a. über die Tätigkeit von Kapitalanlagegesellschaften wacht. In Deutschland ist dies das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (BaKred), Berlin, in Luxemburg ist es die Commission de Surveillance du secteur Financier (CSSF).
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Kontrollorgan einer Aktiengesellschaft (AG). Dieser greift selbst nicht in die Geschäftsleitung ein, dient aber zur Überwachung und Beratung des Vorstandes, welcher von ihm auch eigenständig eingesetzt wird. Mindestens einmal jährlich muss eine Aufsichtsratssitzung stattfinden.
Aufstockungsaktien
Sie werden ausgegeben, wenn eine Aktiengesellschaft offene Rücklagen in dividendenberechtigtes Grundkapital umwandelt. Die gesamten Eigenmittel der Gesellschaft werden dadurch nicht verändert, so dass die Beteiligung des Aktionärs gleichbleibt.
Auftragsstimmrecht
Jeder Aktionär kann einen Dritten (Kreditinstitut, geschäftsmäßigen Aktionärsvertreter oder sonstigen Bevollmächtigten) dazu bevollmächtigen, sein Stimmrecht in der Hauptversammlung auszuüben. Vielfach bevollmächtigen die Aktionäre zweckmäßigerweise ihre Depotbank zur Ausübung des Stimmrechts.
Aufwände aus Kapitalanlagen
Posten der GuV einer Versicherung: Alle Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Anlage von Kapitalanlagen anfallen, z. B. Ausgabeaufschläge bei Fonds oder Gebühren beim Kauf von Grundstücken.
Aufwärtstrend
siehe: Trend
Aufwertung
Die Heraufsetzung des Außenwertes einer Währung gemessen an anderen im Verhältnis stehenden Währungen im internationalen Handels- / Zahlungsverkehr bezeichnet man als Aufwertung. Der Gegensatz hierzu ist die Abwertung.
Erwähnt in
Auktionsverfahren
Verfahren zur Preisfeststellung von neu emittierten Wertpapieren, das - ähnlich wie das Bookbuilding-Verfahren - durch eine marktnahe Auspreisung den Erfolg einer Emissions erhöhen soll. Das emittierende Unternehmen gibt zunächst nur einen Mindestpreis, eine Mindststückzahl und die Zeichnungsfrist vor. Die Kaufinteressenten bestellen dann Anteile mit eigenen Preis- und Mengenangaben.

Nach Ablauf der Zeichnungsfrist werden die eingegangenen Gebote nach der Höhe der Preisangebote sortiert. Die höchsten Gebote erhalten eine Zuteilung. Bei dem Gebot, zu dem die letzte Aktie des Emissionsvolumens verkauft werden kann, wird der Emissionskurs festgelegt. Bieter, deren Limits darunter liegen, werden nicht berücksichtigt.
Ausfallswahrscheinlichkeit
Dies ist ein Risikomaß, das das Risiko, eine unterhalb der individuellen Mindestrendite liegende Verzinsung zu erzielen, beziffert.
Ausgabeaufschlag
Einmaliges Entgelt für Beratung und Vertrieb, das beim Fondskauf erhoben und an den Vermittler weitergereicht wird. Er beträgt für Aktienfonds im Schnitt fünf, für Rentenfonds drei Prozent.
Erwähnt in
Ausgabekurs
Der Preis, zu welchem Wertpapiere neu ausgegeben werden, ist der Ausgabekurs. Bei Anteilsscheinen, die von Kapitalanlagegesellschaften verkauft werden (z.B. Wertpapierfonds, offen Immobilienfonds) richtet sich der Ausgabekurs nach dem Wert des Fondsvermögens pro Anteil. Der Ausgabekurs wird börsentäglich ermittelt und in der Wirtschaftspresse veröffentlicht.
Erwähnt in
Ausgabepreis
Täglich ermittelter Preis, zu dem man Fondsanteile erwerben kann. Summe aus Anteilwert (Rücknahmepreis) und Ausgabeaufschlag.
Erwähnt in
ausländische Investmentfonds
Dies sind Investmentfonds, die von Gesellschaften, die ihren Sitz nicht in der Bundesrepublik Deutschland haben, aufgelegt wurden.
Auslands-Investment-Gesetz
Dieses Gesetz regelt den Vertrieb ausländischer Investmentfonds, deren Überwachung und Anlagemöglichkeiten, sowie die Besteuerung deutscher Anleger in ausländischen Investmentanteilen.
Auslandsanleihen
Bei Wertpapieremissionen, deren Aussteller nicht in der Bundesrepublik Deutschland ansässig sind, werden diese ausgegeben. Auslandsanleihen können in heimischer oder in ausländischer Währung aufgelegt werden.
Ausschüttend
Zahlreiche Fonds schütten einen Teil ihrer Erträge an die Anleger aus, oft im jährlichen Rhythmus. Am Tag der Ausschüttung reduziert sich das Fondsvermögen. Infolgedessen fällt der Anteilswert. Kapitalertrags- und Körperschaftssteuer werden dem Anleger angelastet. Fonds, die keine Ausschüttungen vornehmen, sondern Erträge wieder anlegen, heißen thesaurierende Fonds.
Ausschüttender Fonds
Ein Fonds, bei dem die Erträge (Dividenen, Zinsen und Veräußerungsgewinne) einmal jährlich an den Anteilsinhaber ausgeschüttet werden.
Erwähnt in
Ausschüttung
Die ordentlichen und ausserordentlichen Erträge, die das Fondsmanagement erwirtschaftet, sammeln sich im Fondsvermögen an und werden i. d. R. einmal im Jahr, u. U. auch öfter, an die Anleger in Form einer Ausschüttung ausgezahlt. Unter ordentlichen Erträgen sind beispielsweise Dividenden oder Mieteinnahmen zu verstehen, außerordentliche Erträge entstehen u. a. durch die Veräußerung von Wertpapieren oder Grundstücken. Der Anteilswert (Rücknahmepreis) verringert sich am Ausschüttungstag exakt um den Ausschüttungsbetrag, da sich das Fondsvermögen entsprechend verringert. Bei thesaurierenden Fonds gibt es keine Ausschüttung, die Erträge bleiben im Fondsvermögen bestehen.
Erwähnt in
Ausschüttungsart
Ausschüttende Fonds zahlen die im Laufe des Geschäftsjahres angefallenen Erträge auf die von ihnen emittierten Investmentanteile aus. Dabei unterscheidet man zwischen ordentlichen Erträgen (Dividenden, Zinsen) und außerordentlichen Erträgen (realisierte Kursgewinn Bezugsrechtserlöse). Ein Fonds, der Ausschüttungen vornimmt, muss die ordentlichen Erträge ausschütten. Die außerordentlichen Erträge hingegen kann er ausschütten.

Thesaurierende Fonds hingegen verwenden die Erträge direkt zum Kauf weiterer Wertpapiere.
Außerbörsliches Geschäft
Der Anleger wendet sich an seine Depotbank und verlangt den Abschluss eines außerbörslichen Geschäfts. Daraufhin nimmt die Bank des Anlegers Kontakt zur Handelsabteilung des Emittenten auf und erfragt die verbindlichen Geld-Brief-Kurse für das gewünschte Produkt. Diese Information gibt sie sofort an den Kunden weiter, der nun das Geschäft bestätigen oder ablehnen kann. Der Anleger bekommt beim außerbörslichen Geschäft also zuerst den Kurs genannt und muss sich dann entscheiden. Darüber hinaus entfällt die Maklercourtage, die bei Börsenorders fällig wird. Diese Form des Handels wird auch als Over the Counter oder OTC bezeichnet.
Außerordentliches Ergebnis
das außerordentliche Ergebnis - Bestandteil der Gewinn- und Verlustrechnung

Das außerordentliche Ergebnis beinhaltet Aufwendungen und Erträge, die nicht dem ordentlichen, operativen Ergebnis des Geschäftsjahres eines Unternehmens zuzurechen sind. Dies sind unter anderem Gewinne beziehungsweise Verluste aus dem Verkauf von Anlagen oder aus der Auflösung von ganzen Geschäftsbereichen. Dazu zählen ebenfalls Erträge, die bei der Auflösung von Rückstellungen entstehen, Erträge aus der Dekonsolidierung sowie steuerbedingte Sonderabschreibungen.
Aussetzung
Die Aussetzung der Kursnotierung ist ein zeitlich beschränktes Aussetzen (Pausieren) des Wertpapieres vom Handel beim Eintreten von plötzlichen Ereignissen, die überdurchschnittlich starke Schwankungen des Börsenkurses zur Folge haben oder haben können. Die Aussetzung dient zum Schutze der Anleger. Siehe auch Einstellung der Kursnotierung.
Erwähnt in
Ausübungsanzeige
Durch eine Ausübungsanzeige signalisiert ein Optionsbesitzer, dass er seine Option ausüben möchte, also das mit der Option verbundene Wahlrecht in Anspruch nimmt.
Ausübungspreis
Auszahlplan
Wird auch Entnahmeplan genannt. Der Auszahlplan gibt dem Anleger die Möglichkeit, sich regelmäßig aus seinem Investmentdepot einen bestimmten Betrag auszahlen zu lassen.
averagen
Darunter versteht man die Einfrierung der Quartalsgewinne.