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Sixt-Aktie erholt sich – Lohnt sich der Kauf?

onvista · Uhr (aktualisiert: Uhr)
Quelle: Postmodern Studio/Shutterstock.com

Die französische Investmentbank Exane BNP schickte den Autovermieter Sixt gestern auf eine Talfahrt: mit minus 6,5 Prozent landete sie am MDax-Ende. Die Bank begründete ihre Skepsis mit hohen Fixkosten sowie einer sehr starken Abhängigkeit von der Verbraucherstimmung, die in wirtschaftlichen unsicheren Zeiten sinkt.

Im heutigen frühen Handel macht die Sixt-Aktie wieder Boden wett und klettert um über 3,5 Prozent; sogar um 7,7 Prozent gemessen am gestrigen Vortagestief. War die Warnung von Exane BP übertrieben?

Die Franzosen haben in einem recht: Sixt ist sehr stark von der allgemeinen Verbraucherstimmung abhängig. Und die große Flotte verursacht natürlich auch Kosten. Hier kann eine Rezession die Aussicht auf Gewinne schmälern.

Sixt: Sehr gut aufgestellt

Aber Sixt ist sehr gut aufgestellt und hat erst im letzten Monat die Prognose für das laufende Jahr deutlich angehoben. So kletterte der Umsatz um 300 Mio. auf 3,1 Mrd. Euro und der Gewinn vor Steuern um 50 Mio. auf 550 Mio. Euro. Sixt baut weiterhin sein Engagement in den USA aus. Der derzeitige hohe Dollar spült dem Pullacher MDax-Konzern Wechselkurs bedingt noch mehr Geld in die Kasse.

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Die Geschäftsführung schläft nicht. So will der Autovermieter bis 2030 einen Anteil von 70 Prozent an Hybriden und reinen E-Autos haben. Ende nächsten Jahres soll dieser Anteil weltweit bereits bei 12 bis 15 Prozent liegen. Nach jetzigem Stand beträgt er 10 Prozent. Damit bereitet sich Sixt auf das Verbot von Verbrennermotoren vor, das 2035 in der EU gelten soll.

Nichts deutet daraufhin, dass Sixt einbrechen wird. Kleine Rückschläge, wie der gestrige Kursrutsch, können daher gut für Nachkäufe genutzt werden.

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