Credit Suisse Übernahme

UBS stellt Kapital für Wandlung von AT1-Anleihen bereit

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Zürich (Reuters) - Eine Reihe von sogenannten AT1-Anleihen der Schweizer Großbank UBS werden bei einer Auslösung künftig nicht mehr abgeschrieben.

Stattdessen würden die vier Additional-Tier-1-Anleihen in Eigenkapital umgewandelt. Seit dem 10. Mai 2024 gelte für vier Instrumente des zusätzlichen Kernkapitals ein "Conversion Capital Availability Event", nachdem die Aktionäre auf der Generalversammlung im April neuem Wandlungskapital und einer Änderung der Statuten zugestimmt hätten, erklärte die UBS am Montag. "Infolgedessen unterliegen diese Instrumente ab diesem Datum der Eigenkapitalumwandlung und nicht mehr der Abschreibung beim Eintritt eines Auslöse- oder Tragfähigkeitsereignisses." Betroffen sind vier AT1-Anleihen mit insgesamt gut 4,9 Milliarden Dollar ausstehendem Volumen.

Im Zuge der Not-Übernahme des vor dem Zusammenbruch stehenden Rivalen Credit Suisse im März 2023 hatte die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma verfügt, dass AT1-Anleihen der Credit Suisse im Volumen von 17 Milliarden Dollar auf null abgeschrieben wurden. Der Schritt erleichterte der UBS den Zukauf, löste bei den AT1-Anlegern aber scharfe Kritik aus. Die AT1-Anleihen gerieten daraufhin auf Talfahrt und weckten Bedenken hinsichtlich der Zukunft dieser Instrumente. AT1-Anleihen wurden nach der Finanzkrise von 2008 eingeführt, um einen zusätzlichen Puffer bereitzustellen, wenn die Kapitaldecke einer Bank in einer Krise zu dünn wird.

(Bericht von Paul Arnold, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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