Scholz und Oppositionsführer Merz beraten im Kanzleramt

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Berlin (Reuters) - Bundeskanzler Olaf Scholz und Oppositionsführer Friedrich Merz haben sich am Freitag nach längerer Zeit zu vertraulichen Beratungen im Kanzleramt getroffen.

Das bestätigte ein Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Freitag, nachdem CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann auf dem Tag der Familienunternehmen in Berlin auf ein entsprechendes Treffen verwiesen hatte. Beide würden über Wirtschaftsfragen reden, sagte Linnemann. Nach Informationen von Reuters hatte es in den vergangenen Tagen aber mehrfach Kontakte zwischen dem SPD-Politiker Scholz und dem CDU-Chef sowie zwischen beiden Parteien gegeben. Gründe waren auch der tödliche Anschlag auf einen Polizisten in Mannheim sowie die schwere Cyberattacke auf die CDU. Auch die SPD war im vergangenen Jahr Opfer eines Hacker-Angriffs geworden.

Merz hatte der Bundesregierung zunächst am Dienstag vor der CDU/CSU-Fraktionssitzung öffentlich eine Zusammenarbeit im Kampf gegen radikale Islamisten angeboten. Am Donnerstag wiederholte er das Angebot in der Debatte um die Regierungserklärung des Kanzlers. SPD-Chef Lars Klingbeil wiederum reagierte darauf in seiner Rede positiv.

In den vergangenen Monaten hatte sich der Oppositionsführer mehrfach auch öffentlich beklagt, dass er keinen guten Draht zum Kanzler habe. Dies sei nicht gut, weil Deutschland in einer mehrfachen Krise stecke.

(Bericht von Andreas Rinke, Christian Krämer, redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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