Habeck enttäuscht über geplatzten Tennet-Deal

dpa-AFX · Uhr

SEOUL (dpa-AFX) - Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat sich enttäuscht gezeigt über das Scheitern der Verhandlungen mit dem Stromnetzbetreiber Tennet. Der Bund wollte das Stromnetz des niederländischen Betreibers in Deutschland kaufen. Er bedauere, dass es nicht gelungen sei, erst einmal die vier Übertragungsnetzbetreiber Tennet, 50 Hertz, Amprion und TransnetBW in einer Gesellschaft zusammenzufassen, sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag am Rande einer Ostasien-Reise in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul.

Dies hätte den Strom in Deutschland am Ende günstiger gemacht, weil man Synergien etwa bei der Beschaffung hätte herstellen können, sagte Habeck. "Das ist also sehr schade und sehr bedauerlich, dass es nicht gelungen ist, hier eine politische Lösung zu finden, auch den Kapitalstock zur Verfügung zu stellen."

Es wäre wichtig gewesen, Verzögerungen beim Netzausbau zu vermeiden, sagte Habeck. "Nun ist der Weg, der eigentlich geplant war, nicht möglich gewesen zu gehen. Das heißt aber nicht, dass andere Wege nicht gefunden werden sollten." Es gehe weiter darum, die Übertragungsnetzbetreiber zusammenzufassen und kapitalstark auszustatten. "Nun müssen wir halt noch mal von vorne nachdenken."/hrz/DP/jha

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