Verluste vor Fed-Entscheid und 'Big Tech'-Zahlen - Adidas-Aktie fällt zweistellig

Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank und wichtigen Quartalszahlen aus dem amerikanischen Technologiesektor haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt auf die Bremse getreten. Auch das anstehende Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi sorgte für Zurückhaltung.
Der Dax schloss am Mittwoch mit einem Minus von 0,64 Prozent bei 24.124 Zählern.
Der MDax gab um 0,98 Prozent auf 29.940 Punkte nach.
Die Musik spielt zurzeit in den USA, wo das KI-Fieber für immer weitere Kursrekorde sorgt. Zudem wird am Abend das geldpolitische Gremium der US-Notenbank die Zinsentscheidung bekanntgeben. Marktteilnehmer gehen von einer Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte aus.
Deutsche Bank, BASF & Co. präsentieren frische Zahlen
Nach US-Börsenschluss werden unter anderem die Quartalszahlen einiger der wertvollsten Technologiekonzerne wie Microsoft, Alphabet und Meta veröffentlicht.
Am Mittwoch zogen hierzulande mit der Deutschen Bank, BASF, Mercedes-Benz und Adidas vier Dax-Konzerne mit Geschäftszahlen die Aufmerksamkeit auf sich.
Die Deutsche Bank überraschte ertragsseitig positiv. Die Papiere stiegen um gut fünf Prozent, jene der Tochter DWS verteuerten sich nach Zahlenvorlage im MDax um knapp 4,6 Prozent. Die Fondsgesellschaft habe stark abgeschnitten, hieß es vom Investmenthaus Jefferies.
Adidas-Aktie rutscht ab: US-Geschäft bremst
Die Aktien von Adidas rutschten am Dax-Ende um circa 10,4 Prozent ab. Händler begründeten dies mit Aussagen während der Telefonkonferenz - und hier besonders mit Äußerungen zum US-Geschäft des Sportartikelherstellers.
Demnach agierten US-Einzelhändler bei ihren Bestellungen derzeit wohl etwas vorsichtiger. Die endgültigen Zahlen von Adidas für das dritte Quartal waren zuvor kein Kurstreiber mehr gewesen.
Auch die Quartalszahlen des Chemiekonzerns BASF kamen gut an, die Aktien gewannen etwa 1,7 Prozent. Analyst Chris Counihan vom Investmenthaus Jefferies sah den Bericht mitsamt den Aktienrückkäufen als Kursstütze.
Mercedes-Benz glänzt mit starkem Quartal
Mercedes-Benz sprangen an der Dax-Spitze um mehr als 4,4 Prozent hoch. "Alles in allem ein sehr starkes Quartal im Kontext des globalen Zoll- und Wirtschaftsumfelds", lobte Jose Asumendi von JPMorgan das Abschneiden der Stuttgarter.
Auch dem Lkw-Konzern Traton attestierte Asumendi ein robustes drittes Quartal. Der Ausblick sei besser als befürchtet. Das Kursplus belief sich auf etwa 2,8 Prozent.
(mit Material von dpa-AFX)


