
Nach einer zähen Woche ist der Dax mit Verlusten ins Wochenende gegangen. Positive Impulse von den Überseemärkten, wo das KI-Fieber die Kurse steigen lässt, kamen beim deutschen Leitindex nicht an.
"Den Anlegern und Investoren scheinen die Ideen auszugehen, wie sich die Zukunft der Dax-Unternehmen positiv gestalten könnte", schrieb Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades.
Der Dax fiel erstmals seit zwei Wochen wieder unter die runde Marke von 24.000 Punkten und schloss mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 23.958 Zählern. Auf Wochensicht resultierte daraus ein Verlust von rund 1,2 Prozent, für den Monat Oktober aber ein Plus von 0,3 Prozent.
Aktien aus US-Techsektor geben etwas nach
Der MDax für die mittelgroßen Börsenkonzerne sank am Freitag um 0,4 Prozent auf 29.752 Punkte. In den USA hatte der Aktienmarkt am Vortag seiner Rekordrally etwas Tribut gezollt. Am Freitag ging es dort vor allem im Technologiesektor wieder deutlich aufwärts. Grund sind die Quartalszahlen von Apple und Amazon, die die Erwartungen am Markt deutlich übertrafen.
"Die Gewinne der US-Big-Techs sprudeln", schrieb dazu Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Allerdings sei dies auch nötig, denn die Bewertungen seien deutlich angestiegen.
Kion profitiert von Analystenvoten
Die Aktien von Kion haben am Freitag mit einem Kurssprung auf den höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren auf positive Analysten-Studien reagiert. Zum Handelsende notierten die Papiere des Gabelstapler-Herstellers rund sechs Prozent höher bei gut 61 Euro und bauten damit ihr Jahresplus auf über 93 Prozent aus.
LBBW stufte Kion von "Halten" auf "Kaufen" hoch und erhöhte das Kursziel von 55 auf 70 Euro. Stefan Maichl verwies auf ein solides drittes Quartal des Lagerausrüsters. In der Folge rechnet der Experte damit, dass der Konzern 2026 wieder auf einen profitablen Wachstumskurs einschwenken wird. Zudem schraubten die Analysten von UBS, Deutsche Bank und Kepler Cheuvreux ihre Kursziele nach oben.
Fuchs im MDax mit turbulentem Tag
Auf fast doppelt so viel Gewinn – knapp zwölf Prozent – brachte es am Freitagmorgen der ebenfalls im MDax notierte Schmierstoff-Hersteller Fuchs. Die Rally währte aber nur kurz. Zum Handelsende war das Plus auf 1,2 Prozent zusammengeschnurrt (siehe Chart unten).
Zuvor hatte Fuchs Quartalszahlen veröffentlicht. Experten fanden in ersten Reaktionen lobende Worte, vor allem im Vergleich zum zweiten Quartal. So sah Barclays-Analyst Anil Shenoy klare Anzeichen der Besserung. Nach der Stagnation im Vorquartal habe das organische Umsatzwachstum auf zwei Prozent angezogen - bei besserem Lauf quer durch die Regionen. Auch die Barmittelzuflüsse seien höher gewesen.
Für richtig nachhaltige Kursgewinne reichte es am Freitag aber trotzdem nicht.
(mit Material von dpa-AFX)
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