Softwarekonzern und Online-Händler

Microsoft und Amazon droht strengere EU-Regulierung im Cloud-Geschäft

Reuters · Uhr (aktualisiert: Uhr)
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Die Europäische Union (EU) könnte die Cloud-Sparten des Softwarekonzerns Microsoft und des Online-Händlers Amazon künftig an eine kürzere Leine nehmen.

Die EU-Kommission kündigte am Dienstag eine Prüfung an, ob Microsoft Azure und Amazon Web Services (AWS) im Rahmen des Digital Markets Act (DMA) als "Torwächter" eingestuft werden. So werden Firmen mit einer marktbeherrschenden Stellung bezeichnet. Darüber hinaus wolle sie ermitteln, ob mithilfe des DMA wettbewerbswidrige Praktiken in dieser Branche wirksam bekämpft werden können. Eine Entscheidung solle innerhalb der kommenden zwölf Monate fallen.

Microsoft kündigte an, sich an der Untersuchung der EU-Kommission zu beteiligen. AWS äußerte sich zuversichtlich, dass die Behörden die Dynamik des Sektors und die Wahlfreiheit der Kunden anerkennen würden.

AWS und Microsoft Azure gehören neben Google Cloud zu den sogenannten Hyperscalern. Sie sind die weltweit größten Anbieter von Cloud-Dienstleistungen. Kritikern zufolge nutzen sie ihre Marktmacht, um Kunden den Wechsel zur Konkurrenz zu erschweren. Die Alphabet-Tochter Google hatte deswegen vor rund einem Jahr bei der EU Beschwerde gegen Microsoft eingelegt.

Der europäische DMA verpflichtet große Technologiekonzerne unter anderem dazu, kleineren Wettbewerbern den Marktzugang zu erleichtern. Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu zehn Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Firmen mit einer marktbeherrschenden Stellung müssen verschärfte Vorgaben einhalten.

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