
Nach einer massiven Wende an den US-Börsen tags zuvor ist der Dax am Freitag im frühen Handel erstmals seit Anfang Mai wieder unter die 23.000-Punkte-Marke gerutscht. Die Erleichterung durch den starken Quartalsbericht von Nvidia hatte sich am Vortag in New York als Strohfeuer erwiesen, die laufende Korrektur nahm dann doch wieder Fahrt auf - und dies verunsichert auch hierzulande die Anleger.
Vor diesem Hintergrund sackte der Dax im frühen Handel bis auf 22.943 Zähler ab, konnte sich dann in der ersten Handelsstunde um über 200 Punkte erholen ausgehend vom Tagestief. Eine Stunde nach Handelsbeginn betrug das Minus lediglich noch 0,5 Prozent im Dax.
Laut Analyst Jim Reid von der Deutschen Bank gab es am Vortag beim marktbreiten New Yorker S&P-Index die größte Schwankung innerhalb eines Handelstages seit den extremen Marktturbulenzen, die im April von der Einführung der US-Zölle ausgelöst worden waren. Aus Sicht von Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners kommen derzeit aus saisonalen Gründen auch kaum noch neue Käufer in den Markt. "Richtung Jahresende wollen viele keine neuen Positionen mehr eingehen", schrieb der Experte.
Die gestrigen Gewinner Siemens Energy und Rheinmetall waren heute morgen zunächst die größten Verlierer mit Abschlägen von jeweils über fünf Prozent, Aktien der Deutschen Börse legten gegen den Trend zwei Prozent zu.
(mit Material von dpa-AFX)


