Börse am Morgen 26.11.2025

Hoffnung auf Frieden und gute US-Vorgaben sorgen für Gewinne im Dax

onvista · Uhr
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Dax ausgeschrieben vor leuchtendem Hintergrund
Quelle: Сake78 (3D & photo)

Gestützt von der Hoffnung auf ein Kriegsende in der Ukraine sowie der anhaltenden Erholung der US-Börsen hat der deutsche Aktienmarkt zur Wochenmitte etwas weiter zugelegt. "Viele, die zuletzt vergeblich nach Kaufargumenten gesucht haben, finden sie jetzt", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners die Fortschritte in den Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.

Der Dax stieg zuletzt um 0,2 Prozent auf 23.518 Punkte. Damit schaffte es der deutsche Leitindex über die 200-Tage-Linie bei 23.481 Punkten, die unter Investoren als längerfristiger Trendindikator gilt und in der Vorwoche erstmals seit April wieder unterschritten worden war.

Immobilienaktie als MDAX-Schlusslicht

Die Aktien von Aroundtown büßten als Schlusslicht im MDax 4,5 Prozent ein. Der Gewerbeimmobilien-Spezialist hielt seine Nettomieteinnahmen in den ersten neun Monaten trotz des Verkaufs von Immobilien in etwa stabil. Der Rückgang des operativen Ergebnisses (FFO 1) habe sich im dritten Quartal im Vergleich zum ersten Halbjahr aber beschleunigt, monierte Jefferies-Analystin Stephanie Dossmann. Zudem sei die Leerstandsquote im Office-Bereich gestiegen.

Abstufung belastet Henkel

Um 0,7 Prozent fielen die Anteilsscheine von Henkel, nachdem JPMorgan sie gleich um zwei Schritte von "Overweight" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 75 auf 65 Euro gesenkt hatte. Analystin Celine Pannuti sieht in ihrem Ausblick auf die europäische Konsumgüterbranche 2026 Hersteller von Haushaltsreinigern wie Henkel besonders skeptisch, da sie in diesem Segment einen zunehmenden Preisdruck befürchtet.

Salzgitter-Aktie gefragt

Für die Titel der Salzgitter AG ging es hingegen als SDax-Spitzenreiter um 9,5 Prozent auf 33,40 Euro nach oben auf den höchsten Stand seit rund sieben Wochen. Damit bauten sie ihren Jahresgewinn auf 110 Prozent aus. Deutsche Bank Research hatte die Papiere des Stahlkonzerns von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 27 auf 40 Euro angehoben.

Der Aktionsplan der Europäischen Kommission verspreche eine stahlfreundlichere Industriepolitik, schrieben die Deutsche-Bank-Analysten. Wenn die Schutzmaßnahmen auch nur teilweise umgesetzt würden, dürfte dies den Stahlwerken strukturelle Vorteile bringen. Diese optimistische Einschätzung stützte auch die Aktien von Thyssenkrupp, die als bester MDax-Wert um 5,5 Prozent hochsprangen.  (mit Material von dpa-AFX)

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