Dax Tagesrückblick 05.12.2025

Dax klettert dank Zinshoffnung über 24.000 Punkte - Stahlwerte stärker

onvista · Uhr
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Quelle: Jearu / AdobeStock

Zum Wochenausklang hat der Dax die Marke von 24.000 Punkten zurückerobert. Derart hoch schloss der deutsche Leitindex zuletzt Mitte November. Solide Konjunkturdaten aus Deutschland sowie die Aussicht auf eine weitere Zinssenkung in den USA trieben die Kurse weiter an. Letztlich schloss der Dax 0,61 Prozent höher bei 24.028 Punkten. Auf Wochensicht legte er damit 0,8 Prozent zu.

"Die Börsenampel steht auf Grün", kommentierte Jürgen Molnar von Robomarkets. Die Anleger brächten sich bereits in Stellung für den mit Spannung erwarteten Zins-Entscheid der US-Notenbank in der kommenden Woche.

Seit dem schwachen Monatsbeginn mit einem Verlaufstief von gut 23.400 Zählern am Montag hat der Dax inzwischen ein gutes Stück zugelegt. Rückenwind gaben vor dem Wochenende zunächst die gestiegenen Aufträge für die deutsche Industrie. Mit den aktuellen Gewinnen steigen inzwischen auch wieder die Hoffnungen auf eine Jahresendrally im Dax. In diesem positiven Szenario rücke als nächstes Etappenziel der größere Widerstand bei 24.200 Zählern in den Fokus, so Marktkenner Molnar.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Werte schloss 0,34 Prozent im Plus bei 29.696 Punkten. Der Eurozonen-Index Euro Stoxx 50 gewann 0,13 Prozent.

Eine weitere Zinssenkung in den USA unter Beobachtern als ausgemacht. Das signalisierten auch die jüngsten Preisdaten aus den USA. So deutete der am Freitagnachmittag veröffentlichte PCE-Deflator eine Jahresrate von 2,8 Prozent an, auch bei der Kernrate ohne schwankungsanfällige Preise. Damit fiel die Teuerung erwartungsgemäß aus.

Stahlwerte profitieren von zuversichtlicher Studie

Auf Unternehmensseite hierzulande gerieten vor dem Wochenende die deutschen Rückversicherer in den Sog eines schwachen Ausblicks des Schweizer Branchenriesen Swiss Re. Die Aktien von Munich Re und Hannover Rück gaben 0,5 respektive 0,8 Prozent nach. Analysten hatten sich von den Zielen der Schweizer für das kommende Jahr mehr erwartet, auch der angekündigte Aktienrückkauf fällt enttäuschend aus, Investoren hatten das doppelte Volumen erwartet. Die Swiss-Re-Aktie verlor in Zürich deutlich.

In den hinteren Börsenreihen fielen die Anteile an Schott Pharma auf ein Rekordtief und notierten am SDax-Ende 5,7 Prozent tiefer. Der Konzern hatte am Vorabend seine Mittelfristziele gekappt und einen verhaltenen Ausblick für das kommende Jahr abgeliefert. Das Management sprach von einem "Übergangsjahr 2026". Laut Olivier Calvet von der Schweizer Bank UBS dürften die durchschnittlichen Erwartungen am Markt an den operativen Gewinn nun deutlich sinken.

Ansonsten bewegten erneut Analystenstudien die Kurse. Salzgitter-Papiere zogen um gut 3,4 Prozent an, die Citigroup hatte ihr Kursziel für den Stahlhersteller zuvor deutlich angehoben. Rückenwind für die Branche sehen die Analysten in den beschlossenen Abwehrmaßnahmen der Europäischen Union zum Schutz der eigenen Stahlindustrie. Auch die Papiere von Thyssenkrupp profitierten von dieser Einschätzung und verteuerten sich um rund zwei Prozent.

Unterschiedliche Wege nahmen die deutschen Rüstungswerte nach einer Analyse der Bank of America. Die Aktien des Panzergetriebe-Herstellers Renk, für die die Branchenexperten ihre Einstufung um 180 Grad drehten und sie nun zum Kauf empfehlen, kletterten um 3,8 Prozent nach oben. Beim Sensor-Spezialisten Hensoldt strich die Bank derweil ihre Kaufempfehlung bei deutlich gekapptem Kursziel, die Papiere rutschten leicht ab, ebenso wie die Rheinmetall-Aktien. Die Verluste hielten sich jedoch in Grenzen.

Euro kaum bewegt, Gold etwas teurer

Der Kurs des Euro hat sich kaum verändert. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1640 US-Dollar. Sie bewegte sich so auf dem Niveau aus dem frühen Handel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1645 (Donnerstag: 1,1666) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8587 (0,8571) Euro.

Das am Nachmittag in den USA veröffentlichte Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan verbesserte sich im Dezember etwas stärker als erwartet. Gestützt wurde der Indikator durch verbesserte Erwartungen der Verbraucher. Die Inflationserwartungen gingen zurück, blieben aber auf einem hohen Niveau.

Gold legte dagegen etwas zu. Der Preis je Feinunze (31,1 Gramm) stieg um 0,23 Prozent auf 4.215 US-Dollar, in Euro gerechnet sogar um 0,33 Prozent. Allerdings rangiert der Goldpreis damit weiter nahe der 4.200er-Marke, um die er zuletzt pendelte.

(mit Material von dpa-AFX)

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