Dax Tagesrückblick 08.12.2025

Gewinne im Dax bröckeln ab - Bayer klarer Favorit im Leitindex

onvista · Uhr
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Jemand geht vor dem Dax-Logo vorbei.
Quelle: Adobe.com/PhotoGranary

Der Dax hat anfängliche Gewinne am Montag nicht halten können. Nachdem es zunächst so aussah, als setze sich die zweiwöchige Erholung des Leitindexes fort, gingen die Anleger im späten Handel wieder in die Defensive.

Dabei belastete die moderat schwächere Wall Street. Zudem warten die Investoren vor der Zinssitzung der US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch ab. Letztlich schloss der Dax nur minimale 0,07 Prozent höher bei 24.046 Punkten.

Seit dem Tief vom November bei unter 23.000 Zählern hatte sich das Börsenbarometer um viereinhalb Prozent nach oben gearbeitet und zuletzt auch wieder die runde Marke von 24.000 Punkten überwunden, die auch am Montag hielt.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Werte verlor 0,11 Prozent auf 29.665 Zähler. Der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 trat auf der Stelle.

Stratege warnt: Keine zu hohen Erwartungen an Zinssenkung

Am US-Anleihemarkt waren die Renditen zuletzt wieder gestiegen. Die Verzinsung zehnjähriger US-Papiere kletterte am Montag auf den höchsten Stand seit gut zwei Wochen. "Nach zuletzt zwei positiven Wochen in Serie könnten die steigenden Zinsen die bisherige Mini-Weihnachtsrally des Dax ausbremsen", schrieb Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Mit steigenden Zinsen gehen perspektivisch höhere Finanzierungskosten und womöglich Gewinndruck bei Unternehmen einher.

Mit Blick auf die bevorstehende Fed-Sitzung zur Wochenmitte warnt Marktstratege Mislav Matejka von JPMorgan vor zu hohen Erwartungen. Denn mit einer Zinssenkung werde inzwischen fest gerechnet. Der Aktienmarkt sei wieder in Sichtweite der Höchststände, da könnten die Anleger mit Blick auf das nahe Weihnachtsfest dem Drang zu Gewinnmitnahmen erliegen.

Bewegung bei Einzelwerten: Fokus auf Analystenstimmen

An der Spitze des Dax stiegen die Aktien von Bayer um 4,4 Prozent, angetrieben von einer Empfehlung der Bank JPMorgan. Ein negativer Kommentar von Morgan Stanley drückte dagegen den Kurs der Gea-Aktien am Ende des Dax um 4,8 Prozent nach unten.

Auch in der zweiten Reihe sorgten Analysten für Bewegung. So ließ ein Kaufvotum der Bank Jefferies den Kurs des Online-Gebrauchtwagenhändlers Auto1 um 1,5 Prozent zulegen. Eine Kaufempfehlung der Citigroup für Renk bescherte den Papieren des Panzergetriebe-Herstellers ein Plus von 4,9 Prozent.

Die Aussicht auf eine Übernahme des Stahlhändlers Klöckner & Co ließ dessen Aktienkurs um fast 30 Prozent nach oben schnellen. Der US-Stahlhändler Worthington Steel will Klöckner übernehmen. In diesem Fahrwasser und auch dank einer Kaufempfehlung der Bank UBS gewannen Salzgitter 5,2 Prozent. Der Stahlkonzern agiert auch im Stahlhandel.

Die Aktien von TKMS stiegen um 3,6 Prozent. Der Auftragsbestand des Marineschiffbauers hat sich auf Jahressicht um mehr als die Hälfte erhöht. Die Papiere von Stabilus büßten acht Prozent ein. Die Aussagen des Autozulieferers zum Geschäftsjahr 2025/2026 kamen am Markt nicht gut an.

Gold rutscht unter 4.200 US-Dollar

Der Euro fiel leicht. Die europäische Gemeinschaftswährung fiel am Nachmittag auf ein Tagestief von 1,1625 US-Dollar. Am Morgen hatte der Euro noch etwas höher notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1655 (Freitag: 1,1645) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8580 (0,8587) Euro.

Seine Kursgewinne aus dem frühen Handel gab der Euro am Nachmittag vollständig ab. Der Dollar legte zu allen wichtigen Währungen zu.

Gold gab ebenfalls nach. Der Preis je Feinunze (31,1 Gramm) rutschte um 0,2 Prozent auf 4.192 Dollar ab, nachdem weite Teile des Handels von leichten Aufschlägen geprägt waren. Damit notiert Gold unter der Marke von 4.200 Dollar, um welche der Preis zuletzt pendelte. In Euro gerechnet trat der Preis auf der Stelle.

(mit Material von dpa-AFX)

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