Dax Tagesrückblick 10.12.2025

Dax verbucht kleine Verluste vor Zinsentscheid - wieder Rekord bei Siemens Energy

onvista · Uhr
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Quelle: peterschreiber.media/Shutterstock.com

Der Dax hat vor der Fed-Zinssitzung am Mittwochabend etwas nachgegeben. Dabei hielten sich die Verluste jedoch in Grenzen, der Dax rangierte klar über der jüngst zurückeroberten Marke von 24.000 Punkten.

Letztlich schloss der Dax vor der vermutlich letzten wichtigen Zinsänderung des Jahres 0,13 Prozent niedriger bei 24.130 Punkten. Der MDax der mittelgroßen Werte zeigte sich nahezu unverändert bei 29.732 Zählern. Allgemein wurden in der Euroregion zur Wochenmitte leichte Verluste verbucht, der Euro Stoxx 50 gab um 0,18 Prozent nach.

Eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte in der weltgrößten Volkswirtschaft gilt als ausgemacht und bereits an den Finanzmärkten eingepreist. Spannender wird daher der geldpolitische Ausblick. An diesem Abend sei "alles möglich", schrieb Chefmarktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. "Es kommt auf die Details an." Laut Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege vom Broker Robomarkets, könnten die anstehenden Nachrichten der Fed und die Reaktion der Finanzmärkte darauf die Richtung für das restliche Börsenjahr vorgeben.

Die Zinsentscheidung in den USA erfolgt in einem für die Notenbank Fed weiterhin schwierigen Umfeld, da einige wichtige Konjunkturdaten nach der teilweise Schließung von Bundesbehörden (Shutdown) immer noch nicht veröffentlicht wurden. Zudem übt US-Präsident Donald Trump nach wie vor kräftig Druck auf die Fed aus.

Rekordjagd bei Siemens Energy geht weiter - Nordex ebenfalls stark

An der Dax-Spitze gewannen Siemens Energy knapp 4,8 Prozent und setzten ihren Rekordlauf fort. Das bisherige Jahresplus beläuft sich auf etwas mehr als 140 Prozent, womit der Kursgewinn der Aktie in diesem Jahr nur von Rheinmetall getoppt wird. Nordex legten im MDax um 8,5 Prozent zu und profitierten von der Aussicht des Windturbinen-Herstellers auf einen weiteren Auftrag und - wie auch Siemens Energy - von positiven Signalen vom Investorentag des US-Konkurrenten GE Vernova.

Delivery Hero sprangen um 9,4 Prozent hoch. Nach der jüngsten Kursschwäche zwischen Mitte September bis Mitte November prüft das MDax-Unternehmen strategische Optionen, wozu auch weitere Verkäufe zählen. Erst kürzlich hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass der Essenslieferdienst unter dem Druck mehrerer Großaktionäre steht. Wegen der zunehmenden Konsolidierung in der Lieferbranche sei eine strategische Überprüfung durchzuführen und ein Verkauf des Unternehmens oder von Geschäftsteilen in Betracht zu ziehen, hatte es geheißen.

Rheinmetall, Renk, Hensoldt
Rüstungswerte unter Druck - Rheinmetall an KNDS interessiert10.12.2025 · 16:52 Uhr · dpa-AFX
Rüstungswerte unter Druck - Rheinmetall an KNDS interessiert

Für die Tui-Aktie ging es indes nach detaillierten Geschäftsjahreszahlen um 5,4 Prozent abwärts. Erstmals seit dem Existenzkampf in der Corona-Krise soll wieder eine Dividende gezahlt werden, was laut Analysten unerwartet kommt. Ansonsten nannte JPMorgan die aktuelle Geschäftsentwicklung des Touristikunternehmens durchwachsen.

Umstufungen drückten im Dax Siemens Healthineers um 1,7 Prozent, während Sartorius im MDax um 1,2 Prozent stiegen. Exane BNP äußerte sich zum europäischen Medizintechniksektor und stufte Sartorius auf "Outperform" hoch. Siemens Healthineers wurden zugleich auf "Neutral" abgestuft.

Für RTL ging es um 2,1 Prozent abwärts. Die US-Bank JPMorgan senkte die Aktie auf "Underweight" und rechnet damit, dass der Medienkonzern seine Abonnenten-Ziele für 2026 wird zurückschrauben müssen.

Euro und Gold handeln kaum verändert

So gut wie keine Bewegung gab es im Vorfeld der US-Zinsentscheidung beim Euro. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1638 US-Dollar gehandelt. Sie bewegte sich so auf dem Niveau vom Morgen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1634 (Dienstag: 1,1637) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8595 (0,8593) Euro.

Auch beim Goldpreis tat sich zur Wochenmitte wenig. Zwar notierte der Preis je Feinunze (31,1 Gramm) zuletzt bei 4.196 US-Dollar und damit 0,34 Prozent unter dem Vortag. Allerdings pendelte der Preis damit weiter eng um die Marke von 4.200 Dollar, die in den vergangenen Wochen bereits Ankerpunkt des Kurses war. In Euro gerechnet fiel der Verlust mit minus 0,5 Prozent etwas höher aus.

(mit Material von dpa-AFX)

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