Börse am Morgen 17.12.2025

Dax startet positiv in den Handel - Rüstungswerte gefragt

onvista · Uhr

Der deutsche Aktienmarkt hat seine jüngste Konsolidierung am Mittwoch ohne klare Richtung fortgesetzt. Der Dax stieg zuletzt um 0,4 Prozent auf 24.168 Punkte. Damit hält die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten.

Nach dem Anstieg des Dax bis Mitte Dezember und der jüngsten Stagnation über 24.000 Punkten kann von einer vorweihnachtlichen Jahresendrally keine Rede mehr sein. "Nachhaltige Kauflaune will beim deutschen Leitindex aktuell einfach nicht aufkommen", schrieb der Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners. Anleger hatten zuletzt bereits begonnen, bei gut gelaufenen Aktien Gewinne mitzunehmen und in vereinzelte Erholungskandidaten umzuschichten.

Die US-Arbeitsmarktdaten vom Vortag hatten nicht die erhofften Impulse geliefert. Die nachgereichten Daten waren gemischt ausgefallen und sorgten insgesamt eher für Ernüchterung, was weitere Zinssenkungen der US-Notenbank Fed betrifft. Nun rücken am Donnerstag die Inflationsdaten als zweites wichtiges Kriterium für die Fed in den Blick. Dann werden mit den Zinsentscheiden der Europäischen Zentralbank und der Bank of England weitere Höhepunkte erwartet.

Die zuletzt wieder unter Druck geratenen Rüstungswerte profitieren am Mittwoch von einem Bericht der "Financial Times" über die anstehende Freigabe deutscher Milliardenaufträge. Demnach soll der Bundestag voraussichtlich noch an diesem Mittwoch Rüstungsausgaben von über 50 Milliarden Euro genehmigen. Die Aktien von Rheinmetall standen mit einem Kursplus von 2,4 Prozent an der Dax-Spitze. Für Renk, Hensoldt und TKMS ging es um 1,0 bis 3,9 Prozent nach oben.

Die Ionos-Aktien fielen nach einem präzisierten Ausblick des Internet-Dienstleisters um 1,5 Prozent. Die Entwicklung in den Bereichen Web Presence und Productivity sowie im Cloudgeschäft sei bisher leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben, teilte das zu United Internet gehörende Unternehmen mit. Ionos kürzte daher sein Wachstumsziel für 2025, beließ das Gewinnziel aber unverändert. Im kommenden Jahr soll sich das Wachstum beschleunigen.

Die Titel von Südzucker reagierten mit minus 1,9 Prozent auf einen gedämpften Ausblick des Nahrungsmittelkonzerns. Analyst Oliver Schwarz von Warburg Research sprach von enttäuschenden Aussichten auf das neue Geschäftsjahr, in dem Südzucker von einem weiter schwierigen Markt ausgeht. Enttäuschend seien vor allem fehlende Fortschritte bei der Profitabilität. (mit Material von dpa-AFX)

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