Dax beendet Woche mit kleinem Zuwachs - Gold läuft Richtung Rekordhoch

Der Dax hat am Freitag, gestützt von einer etwas festeren Wall Street, weiter zugelegt. Allzu große Verwerfungen aufgrund des "großen Verfalls" an der Terminbörse Eurex gab es nicht. So schloss der Dax letztlich 0,37 Prozent höher bei 24.288 Punkten.
Die Dax-Wochenbilanz ist damit leicht positiv mit plus 0,4 Prozent. Seit Jahresanfang hat das wichtigste deutsche Aktienbarometer um mehr als ein Fünftel zugelegt. Kurz vor Weihnachten haben viele Investoren ihre Bücher bereits geschlossen.
Der MDax der mittelgroßen Werte verbuchte am Freitag ein Plus von 0,27 Prozent auf 30.361 Zähler. Der EuroStoxx 50, Leitindex der Eurozone, verbesserte sich um 0,32 Prozent.
Adidas und Puma nach Nike-Zahlen unter Druck
Die Aktien der deutschen Sportartikelhersteller Adidas und Puma standen nach enttäuschenden Geschäftszahlen des US-Wettbewerbers Nike im Blick. Adidas rutschten um 1,1 Prozent ab, Puma verloren drei Prozent. Nike hat weiter Probleme in China und mit seiner Marke Converse.
Die Papiere der DHL Group gewannen nach den Geschäftszahlen und dem Ausblick des US-Logistiker Fedex 0,4 Prozent. JPMorgan-Analystin Alexia Dogani verwies auf fortgesetzt positive Trends bei den Preisen und den internationalen Sendungsvolumina. Das bedeute wohl Rückenwind für die Hochsaison bei DHL Express. Die Titel des Baumarktkonzerns Hornbach Holding sanken nach detaillierten Zahlen zum dritten Quartal um 1,6 Prozent.
Euro richtungslos, Yen schwächer
Der Kurs des Euro fand keine klare Richtung. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1728 US-Dollar. Damit lag sie auf dem Niveau vom Morgen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1712 (Donnerstag: 1,1719) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8538 (0,8533) Euro.
Konjunkturdaten aus Deutschland am Morgen haben den Euro kaum bewegt. So ist die Stimmung der Verbraucher in Deutschland zum Jahresende so schlecht wie seit Monaten nicht mehr.
Der japanische Yen hat hingegen zu allen wichtigen Währungen nachgegeben. Die japanische Notenbank hat den Leitzins wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte auf 0,75 Prozent angehoben. Dies ist der höchste Zins seit drei Jahrzehnten. Die Notenbank stellte weitere Zinserhöhungen in Aussicht, sofern sich die Wirtschaft wie erwartet entwickelt.
Gold nähert sich Rekordhoch wieder an
Unterdessen knüpfte Gold an seine jüngsten Gewinne an und näherte sich somit wieder seinem Rekord. Schon im späten Handel am Vortag hatte der Preis sprungartig zugelegt, ehe die Gewinne wieder abverkauft wurden. Am Freitag wiederum legte der Preis je Feinunze (31,1 Gramm) um 0,3 Prozent auf 4.346 US-Dollar zu. In Euro gerechnet ging es ebenfalls um 0,3 Prozent nach oben.
Damit befindet sich das Rekordhoch bei knapp 4.381 US-Dollar im Spotpreis in greifbarer Nähe. Ähnlich hoch hatte Gold nach einem starken Lauf im Sommer bereits im Oktober notiert, allerdings fiel der Preis dann bis auf zeitweise unter 4.000 Dollar zurück.
(mit Material von dpa-AFX)




