Dax Tagesrückblick 29.12.2025

Dax kurz vor dem Jahreswechsel kaum bewegt - heftige Verwerfungen bei Gold und Silber

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Der Dax hat sich am Montag, kurz vor dem Jahreswechsel, nicht von der Stelle bewegt. Neue Friedensgespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj blieben ohne Einfluss auf die Kurse. Insgesamt hielten sich die Bewegungen daher in Grenzen.

Daher schloss der Dax gerade mal 0,05 Prozent höher bei 24.351 Punkten. Etwas mehr Schwung gab es in der zweiten Reihe: Der MDax der mittelgroßen Werte verbesserte sich um 0,49 Prozent auf 30.452 Punkte. Der Euro Stoxx 50 legte um 0,1 Prozent zu.

Sollte am verkürzten Dienstag nicht mehr groß am Dax-Jahresplus von gut 22 Prozent gerüttelt werden, würde 2025 für den Leitindex zum besten Börsenjahr seit 2019. Zur Bestmarke von 24.771 Punkten, die aus dem Oktober stammt, bleibt der Dax in Schlagweite. Davor wartet aber noch die Hürde des Dezember-Hochs bei etwas unter 24.500 Punkten als wichtige Chartmarke.

Rüstungswerte erneut unter Druck nach Friedensgesprächen

Das Wohl und Wehe der Rüstungswerte hängt auch zwischen den Jahren an den Ukraine-Gesprächen. Ein mit Spannung erwartetes Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj war am Wochenende ohne greifbare Ergebnisse zu Ende gegangen. Die Nachfrage nach Rüstungsaktien dämpfte aber die Nachricht, dass ein Telefonat zwischen Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Trump in Moskau positiv bewertet wird. Die Kurse der diesjährigen Top-Performer wie Rheinmetall, Hensoldt und Renk büßten zwischen 0,9 und 1,1 Prozent ein.

Der Wind- und Solarparkbetreiber Energiekontor bestätigte seine Jahresziele. Das Unternehmen sprach von einem "starken Jahresendspurt" mit weiteren Erfolgen in der Projektentwicklung und im Projektvertrieb. Die Aktien zogen spürbar an und kletterten um 5,9 Prozent.

Die vinkulierten Namensaktien des Agrarhändlers Baywa schnellten zunächst um mehr als 17 Prozent auf den höchsten Stand seit rund sechs Wochen nach oben und notierten zum Handelsende 9,3 Prozent im Plus. Am Wochenende war bekannt geworden, dass Baywa einen neuen Versuch unternimmt, die niederländische Tochter Cefetra zu verkaufen. Durch den Schritt könnten die Bankverbindlichkeiten um über 600 Millionen Euro reduziert werden, teilte Baywa mit. Das Unternehmen war im Sommer 2024 in finanzielle Schieflage geraten.

Eine Geldbuße über rund 6,4 Millionen Euro muss der Caravan-Hersteller Knaus Tabbert bezahlen. Dies hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart im Zusammenhang mit Ermittlungen zu fehlerhaften Gewichtsangaben bei Campingfahrzeugen verfügt, wie das Unternehmen in einer Börsenpflichtmeldung mitteilte. Für die Geldbuße seien aber bereits entsprechende Rückstellungen gebildet worden, hieß es. Die Knaus-Papiere legten um 3,8 Prozent zu.

Die Anteilsscheine von Tonies setzten ihren Erholungskurs der vergangenen Monate mit einem Sprung auf den höchsten Stand seit fast vier Jahren fort. Sie gehörten mit einem Kursanstieg von 5,7 Prozent zu den stärksten Werten im Kleinwerteindex SDax, in dem sie seit dem 22. Dezember vertreten sind. Der Kurs des Anbieters von Audioabspielgeräten für Kinder profitiert damit weiterhin von Absatzhoffnungen für die neue Toniebox 2, die seit September verkauft wird.

Euro stärker, Abverkauf bei Gold und Silber

Der Kurs des Euro legte etwas zu. Am Nachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1786 US-Dollar. Im frühen Handel hatte sie noch etwas niedriger notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1766 (Mittwoch: 1,1787) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8499 (0,8484) Euro.

Vor dem Jahreswechsel fehlt es an Impulsen. Es wurden weder in den USA noch in der Eurozone wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht. Viele Händler haben ihre Bücher geschlossen und die Geschäftsvolumen sind niedrig.

Edelmetalle
Silber mit massivem Verlust - Abverkauf nach Rekordhoch29.12.2025 · 15:04 Uhr · onvista
Silber mit massivem Verlust - Abverkauf nach Rekordhoch

Unterdessen gab es bei Gold und Silber, nach vorigen Preissprüngen, heftige Abverkäufe. Je Feinunze (31,1 Gramm) sanken Gold und Silber um 4,3 beziehungsweise 12,6 Prozent. Allerdings hatte Silber erst Stunden zuvor erstmals die Marke von 80 US-Dollar je Feinunze durchbrochen. Zudem stiegen beide Edelmetalle im Börsenjahr 2025 enorm an. In Euro gerechnet verbuchten die Edelmetalle ähnlich hohe Verluste wie in Dollar.

(mit Material von dpa-AFX)

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