Trading-Chance Kupfer: Zwischenkorrektur, dann wieder Rallye
Einer der letzten Artikel in diesem Jahr befasst sich mit dem Kupferpreis. Wie wir in den letzten Tagen bereits herausgearbeitet hatten, waren die Metalle die großen Gewinner 2025. Daran ändert auch der gestrige Absacker nichts. Wir erklären übrigens, warum es gestern bei den Metallen zu einem Preisrutsch kam. Schließlich betrachten wir die Intermarket-Prognose für das Industriemetall und leiten eine konkrete Trading-Chance her.

Rückblick
2025 war der Kupferpreis mit gut 35 Prozent einer der Top-Performer. Und das wohlgemerkt, obwohl es in diesem Markt einen spektakulären Crash aufgrund der von US-Präsident Trump verhängten Zölle gab. Doch wie so oft war auch dieses politische „Event“ nur ein kurzes Störfeuer. Mit unserer XL-Counter-Logik haben wir seinerzeit übrigens direkt die Longseite gespielt.

XL-Counter Strategie: Was ist das?
Ohne zu viel zu verraten können wir sagen, dass die Strategie ihrem Namen alle Ehre macht. Sie handelt ausschließlich nach XL-Kerzen, sprich nach sehr großen Ranges. Und sie handelt Countertrend, also antizyklisch. Nehmen Sie sich gerne einen beliebigen Chart zur Hand und schauen Sie auf Tages-, Wochen und Monatsbasis, was nach außergewöhnlich großen, Trendkerzen passiert ist. In deren unmittelbaren Umfeld starten extrem häufig Gegenreaktionen. Diese Information hilft bereits, doch muss man ganz klar sagen, dass in unseren konkreten Handelsstrategien mehr enthalten ist, als nur „große“ Kerzen. Vielmehr ist klar definiert, wann eine Range als „groß“ gilt und wann sie als „trendig“ zu interpretieren ist. Liegen wir unterhalb der Schwelle im jeweiligen Markt, so starten solche Kerzen eher Trends. In diesem Rahmen hier möchten wir Sie also lediglich darauf hinweisen, dass es sich lohnt, auf die außergewöhnlich großen Kerzen zu achten.
Wie und warum Forecasting funktioniert
Märkte bewegen sich nicht zufällig! Hinter den Preisbewegungen und Trends bei Rohstoffen stehen fundamentale Prozesse, die auf realer Nachfrage und realem Angebot basieren. Zu spezifischen Zeiten wird mehr nachgefragt, als in anderen, weshalb es auch saisonale Muster gibt. Da jeder Rohstoff individuell eigene Verwendungszwecke hat, gibt es Dependenzen zu anderen Rohstoffen. Wussten Sie beispielsweise, dass der Rohölpreis fast 1:1 deckungsgleich mit dem Preis von Reis läuft? Das liegt daran, dass im Produktionsprozess von Reis Rohöl eine gewichtige Rolle spielt. Die Saat wird oft mit Flugzeugen über den Reisfeldern zerstreut, es wird später maschinell (früher mit Ochsen) geerntet. Da Reis primär in Asien produziert wird, muss es dann auch noch transportiert werden. Wenn also der Rohölpreis sich drastisch verteuert, wird auch Reis teurer. Das ist nur ein Beispiel, welches die Intermarket-Beziehungen fundamental erklärt.
Wir könnten nun mit diesem Wissen hergehen und ein Prognosemodell für den Reispreis an den Terminmärkten konzipieren. Sinngemäß würde es lauten: „Wenn der Rohölpreis in den vergangen x Wochen stark gestiegen ist, dann folgt der Reispreis und steigt seinerseits mit x Wochen Zeitversatz“.
Direkte Korrelationen lassen sich im Trading kaum ausnutzen. Denn was nützt es, wenn ich weiß, dass der Nasdaq sich in 95% der Fälle genauso bewegt wie der S&P 500? Ich müsste dazu wissen, was der S&P 500 machen wird. Und wenn ich das weiß, kann ich ihn auch direkt handeln. Das hilft uns also nicht. Das Schöne ist aber, dass es Intermarket-Beziehungen, wie in unserem Beispiel von Reis und Rohöl, gibt bei denen es eine Ursache-/Wirkungs-Verzögerung besteht. Der Einflussnehmende Markt bildet jetzt einen Trend aus, verbilligt oder verteuert sich, und der Referenzmarkt folgt mit einem spezifischen Zeitversatz. Dieser Zeitversatz ist von Markt zu Markt unterschiedlich und hängt mit Produktions- und Nachfragezyklen zusammen. Bei Zinsmärkten ist die Ursache-/Wirkungs-Verzögerung oft zwei bis zweieinhalb Jahre. Der Zeitversatz zwischen einer Preisveränderung bei Futtermitteln, wie Mais (Schweinemast) und der Reaktion des Fleischmarktes Magerschwein beträgt fünf bis sechs Monate, weil das der typische Mast-Zeitraum bei Schweinen ist. Es mag sicher nicht das schönste Beispiel sein, insbesondere für Tierfreunde, aber es zeigt, woher die spezifischen Zeitverzögerungen rühren. Auch Währungen spielen beim Forecasting eine Rolle. Für die Prognose des Rohölpreises ziehen wir beispielsweise die Wechselkurs-Relation zwischen den größten Exporteuren und Importeuren heran. Die Währungen von Saudi Arabien, USA, Russland und China taugen ausgezeichnet für die Konzeption eines Rohöl-Forecasts, wie wir gleich sehen werden. Für die Prognose des Kupferpreises spielen Daten aus China, das der größte Importeur dieses Rohstoffs ist, eine gewichtige Rolle.
Kurze Korrektur, dann weiter aufwärts?!
Unsere Intermarkets zeichnen für den Kupferpreis ein kurzfristiges Korrektur-Szenario bis Mitte Januar, mit einer zweiten Welle ab der zweiten März-Woche. Dazwischen und danach ist das als Frühindikator für die Wirtschaft geltende Metall laut Prognose im Erholungsmodus.
Schauen wir auch hier, inwiefern ein Forecast-Modell Hokus Pokus ist oder eben tatsächlich fundiert und indikativ für die künftige Marktentwicklung. Zwischen Februar 2025 und Mitte März 2025 sollte der Preis steigen. Tatsächlich stieg er an, drehte jedoch nicht sofort. Bis in die erste Aprilwoche wurde eine Korrektur prognostiziert, die auch auftrat, obgleich verspätet gestartet. Die für die Folgezeit bis Ende Juli vorgezeichnete Rallye fand statt, und sogar der Crash mit einem brutalen 20-Prozent-Rutsch wurde ausgezeichnet getimed. Daraufhin sollte sich der Kupferpreis erholen bis 15. Dezember. Genau das ist passiert. Der Forecast zeigt seit dem 15.12. abwärts. Tatsächlich schlug der Markt noch einmal einen Haken nach oben. Die Abwärtsprognose soll gemäß unseres Modells bis Mitte Januar reichen. Danach ist eine Erholung zu erwarten.

Metall-Crash am 29.12.25
Am gestrigen Montag brachen die Notierungen der Metalle auf breiter Front ein. Das liegt in der am Freitag für Montag angekündigten Erhöhung der Margins begründet. Margins sind Sicherheitsleistungen in einer bestimmten, von der jeweiligen Börse festgelegten Höhe. Wenn die Margin für einen Markt angehoben wird, können sich ab einem bestimmten Level einige Adressen nicht mehr leisten den Future zu handeln. Zumindest nicht mit der vorherigen Stückzahl. Entsprechend kommt es an solchen Tagen der Margin-Erhöhung zu Zwangs-Liquidierungen. Diese sahen wir auch gestern bei Gold, Silber, Platin, Palladium und im Kupfer. Professionelle Trader achten täglich auf die sogenannten Advisory Notes der jeweiligen Börsen. Wird eine Margin-Erhöhung angekündigt, so lässt sich dies mit einem ein bis zwei Tage andauernden Konter-Trade ausgezeichnet ausnutzen. Danach sind die Zwangs-Liquidierungen durch, und der Markt nimmt wieder seinen alltäglichen Verlauf.
Fazit
Kupfer neigt generell dazu, munter hin und her zu schwanken, selbst wenn es sich in einem Trend befindet. Hier haben wir nun für die kommenden Wochen und Monate gleich zwei gegenläufige Chancen. Zunächst eine Short-Gelegenheit mit Zeithorizont bis Mitte Januar, anschließend eine Aufwärtsprognose bis in den März. Wir stellen nachfolgend ein passendes Produkt vor, mit dem Sie an einer möglichen Zwischenkorrektur partizipieren können.
Unlimited Turbo Short Optionsschein auf Kupfer
Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Unlimited Turbo Short Optionsschein des Emittenten BNP Paribas ausgewählt. Das Produkt hat seinen Knockout , wie auch den Basispreis gleichauf bei 7,413 USD. Bei einem aktuellen Preis von 5,68 USD ergibt sich somit ein Hebel von derzeit 3,23. Zur Absicherung der Position erscheint ein Stop-Loss bei zirka 0,20 Euro im Produkt sinnvoll. Auch hier haben wir das Produkt so ausgewählt, dass dessen K.O. unweit des benötigten Stop-Losses gelegen ist. So haben wir die maximal mögliche Hebelwirkung und eine so geringe Kapitalbindung wie möglich. Die WKN lautet PJ49JP.
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 5,9 USD
Unterstützungen: 4,95 USD
Unlimited Turbo Short Optionsschein auf Kupfer
Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:
Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.
Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.
* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.



