Dax bewegt sich nach nächstem Rekordhoch kaum - Adidas mit dickem Minus

Der Dax hat sich am Dienstag unterm Strich kaum bewegt. Bis zum Handelsschluss legte der Leitindex minimale 0,09 Prozent auf 24.892 Punkte zu. Inflationsdaten aus Deutschland, die ein weiteres Abebben der Teuerung signalisierten, halfen den Kursen nicht, ebenso wenig wie festere US-Börsen. An der Wall Street markierte der Dow Jones am zweiten Handelstag der Woche einen neuen Rekord.
Das gelang dem Dax im frühen Handel ebenfalls, die neue Bestmarke liegt damit bei 24.969 Punkten. Somit bleibt die 25.000er-Marke im Blick. Der MDax der mittelgroßen Werte verbesserte sich indes um 0,69 Prozent auf 31.670 Zähler. Der Euro Stoxx 50 als Leitindex des Euroraums rückte um 0,14 Prozent vor.
Der Angriff der USA auf Venezuela verunsicherte die Weltbörsen nicht. Am US-Aktienmarkt übertraf der Leitindex Dow Jones Industrial am Vortag sogar sein bisheriges Rekordhoch aus dem Dezember. Dabei hatten die Anleger vor allem auf Ölwerte gesetzt, die von einem möglichen Wiederaufbau der venezolanischen Ölindustrie profitieren könnten. Zudem ist damit die Hoffnung auf sinkende Ölpreise verbunden, was wiederum gut wäre für die Weltwirtschaft, den Inflationsdruck mindert und weitere Zinssenkungen bedeuten könnte.
Harsche Abstufung setzt Adidas-Aktie zu
Am Aktienmarkt stehen Chipwerte in der Gunst der Anleger nach wie vor oben. Händler verwiesen auf einen verbesserten Ausblick des US-Konzerns Microchip Technology als weiteren Treiber für Titel aus dem Halbleitersektor. Infineon verteuerten sich hierzulande am Dienstag um rund fünf Prozent. Daimler Truck und Traton gewannen angesichts positiver Branchensignale von US-Marktdaten ebenfalls teils mehr als fünf Prozent. Gefragt waren außerdem Aktien aus dem Pharma- und Medizintechnikbereich.
Adidas rutschen nach einer pessimistischeren Einschätzung der Bank of America deutlich um 4,2 Prozent ab. Die Titel wurden gleich um zwei Schritte von "Buy" auf "Underperform" abgestuft. Für die Anteile des Chemikalienhändlers Brenntag um 0,8 Prozent nach unten.
Hingegen verhalf eine positivere Sicht von Bernstein für TKMS den Aktien des Marineschiffbauers um 5,3 Prozent nach oben. Auch die Rheinmetall-Aktien setzten ihren guten Lauf zunächst fort und profitierten weiter von hoher geopolitischer Unsicherheit, bis es zum Handelsschluss zu Gewinnmitnahmen kam und der Kurs um 0,8 Prozent sank.
Euro rutscht unter 1,17 Dollar, Gold stärker
Der Kurs des Euro rutschte unter 1,17 US-Dollar. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,1695 Dollar gehandelt und damit etwas niedriger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1707 (Montag: 1,1664) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8541 (0,8573) Euro.
Wie schon zu Wochenbeginn fand der Euro auch am Dienstag keine klare Richtung. Zuletzt präsentierte sich der Dollar gegenüber dem Euro und fast allen anderen wichtigen Währungen stärker. Insgesamt aber hielten sich die Bewegungen in Grenzen.
Der Preis für Gold legte unterdessen klar zu. Der Preis je Feinunze (31,1 Gramm) verteuerte sich bis zum Dienstagabend um 0,82 Prozent auf 4.476 US-Dollar, in Euro gerechnet ging es sogar um über ein Prozent nach oben. Damit nähert sich Gold wieder seinem jüngsten Rekord, aufgestellt Ende Dezember, heran. In der Spitze hatte eine Feinunze rund 4.550 Dollar gekostet.
(mit Material von dpa-AFX)




