Trading-Chance Silber: DAS ist teuer!
Die Edelmetalle, allem voran Silber sind die großen Pacemaker im Bereich der Rohstoffe 2025 gewesen. Preisverdopplungen oder nahezu Preisverdopplungen bei Silber, Platin und Palladium lösten eine regelrechte Euphorie bei den Edelmetall-Fans aus, die teilweise lange auf diese Entwicklung warten mussten. Jüngst stoppte die Rallye abrupt – und das aus gutem Grund! Dieser hat rein gar nichts mit Charttechnik zu tun, sondern ist, wie sollte es anders sein, fundamental begründet. Wir schauen uns den maßgeblichen Faktor an und vergleichen auch mit vorangegangenen Rohstoff-Rallyes.

Abseits von Trendlinien und technischen Indikatoren, die allesamt kaum einen statistischen Vorteil bringen, spielen sich die wirklich preisrelevanten fundamentalen Entwicklungen ab. Wir sprechen dabei nicht allein von Angebot und Nachfrage, die natürlich die Basis für alle Preisveränderungen eines Marktes sind. Was gerade im Retail-Bereich kaum jemand auf dem Schirm hat, ist ein einfaches und unglaublich effektives Steuerungsinstrument der Börsen selbst: die Margin!
Was ist die Margin?
Das aus dem Englischen stammende Wort bedeutet soviel wie Spielraum, Spanne oder Rand. Und das trifft es sehr gut. Denn wer an einer Terminbörse handelt, muss eine Sicherheitsleistung leisten – die Margin. Wer Terminhandel mit Futures betreibt, bewegt ein Vielfaches seines Einsatzes. Er leistet die Margin-Hinterlegung (das Geld ist vom Konto quasi geblockt, solange eine Position offen ist) und kann damit ein Vielfaches an Wert bewegen. Die Margins werden seitens der Börsen und Broker intern auch oft in Prozent ausgedrückt. Diese Prozentwerte beziehen sich auf den Wert, den ein Kontrakt beim aktuellen Preis zum jeweiligen Zeitpunkt hat. Machen wir es anhand eines praktischen Beispiels konkret.
Der Silberpreis steht derzeit bei 77 Dollar (pro Unze). Ein Silber-Kontrakt umfasst 5000 Unzen. Also ist der aktuelle Kontraktwert 77 x 5000 = 385.500 US-Dollar. Würde die Margin 100 Prozent betragen, dann müsste eine am Terminmarkt handelnde Adresse mindestens diese Summe auf dem Konto haben, um einen Kontrakt handeln zu können. Zuletzt war die Margin bei 32.500 Dollar, was 8,4 Prozent des Kontraktwertes beträgt. Bereits jetzt dürften Sie verstanden haben, wie sich die Margins und etwaige Veränderungen auf das Kaufinteresse für den zugrunde liegenden Markt auswirken. Denn angenommen, die Margin für Silber wäre bei 100 Prozent, dann könnten alle, die ein Konto kleiner als 400.000 Dollar haben, nicht handeln. Es gibt zwar Mini- und Micro-Kontrakte, doch diese seien an dieser Stelle außer Acht gelassen, da wir hier das Margin-Prinzip und dessen Auswirkungen auf die Preisentwicklung beispielhaft erklären wollen.
Bei einer Margin von 32.500 Dollar können zweifelsohne mehr Marktteilnehmer Positionen Silber halten, als bei einer Margin von 385.500 Dollar. Soweit so gut. Nun mögen Ihnen 32.500 Dollar Sicherheitsleistung relativ wenig erscheinen, wenn Sie damit 385.500 US-Dollar bewegen können. Doch der Schein trügt. Denn die Margin für Silber war, wie ich weiter unten zeige, ursprünglich viel niedriger und wurde im Verlauf des vorigen Jahres mehrfach deutlich angehoben. Insgesamt sprechen wir über mehr als 200% Margin-Erhöhung. Und genau das ist der springende Punkt. Lassen wir mal Mietrecht und Kündigungsfristen außer Acht und überlegen uns, was die Konsequenz wäre, wenn Ihr Vermieter die ohnehin schon ambitionierte Miete, die vielleicht gerade noch so in Ihr Budget passt, um 50 Prozent anhebt. Die Folge wäre, dass Sie ausziehen müssten, weil Sie sich die Miete nicht mehr leisten könnten.
Und genau das passiert an den Terminmärkten, wenn die Margin (quasi die Miete bzw. Kaution für den Kontrakt) drastisch erhöht wird. Es kommt zu Zwangsliquidierungen. Das ist der unmittelbare Effekt, den wir direkt erfahren, indem der Preis am Tag der Margin-Erhöhung in die Gegenrichtung zum vorherrschenden Trend läuft. Bei Silber waren es umfassende Käufe, die den Preis nach oben trieben. An den Tagen der Margin-Erhöhungen kam der Preis durch Zwangsliquidierungen spürbar zurück. Der mittelfristige Effekt ist, dass man die Volatilität aus dem Markt nimmt, wenn die Margins sehr hoch sind. Denn weniger und nur noch große Adressen können sich fortan den Handel leisten.
Wie Sie an der folgenden Übersicht sehen können, wurde die Margin allein von Weihnachten bis Neujahr um mehr als 50 Prozent angehoben.

Beispiel Kakao 2024
Wie sich die Börse verhält, wenn ein Markt nahezu unkontrolliert stark steigt, konnten wir 2024 bei Kakao erleben. Ursprünglich lag die Margin bei 1650 Dollar und wurde im Januar 2024 erstmals angehoben auf 2900 und dann 3200 Dollar je Kontrakt. Bis Oktober 2024 hatte die ICE (amerikanische Terminbörse) die Sicherheitsleistung auf satte 15.800 Dollar angehoben. Bereits mit den Erhöhungen bis Mitte April hatte man die Preisrallye ausbremsen können. Es gab im Herbst 2024 zwar einen weiteren Rallye-Schub, der minimal über das April-Hoch reichte, doch mehr passierte nicht. Mit der Höchst-Margin von 15.800 Dollar je Kontrakt setzte man der ausufernden Volatilität ein Ende und normalisierte den Markt wieder. Heute notiert Kakao wieder im Bereich um die 6000er-Marke. Zum Vergleich: die Höchstpreise waren bei fast 13.000 Dollar gelegen.

Margin-Historie von Silber
Schauen wir nun, woher wir bei Silber eigentlich kommen. Als die Baisse, die 2012 eingesetzt hatte, 2015 in eine fortgeschrittene Niedrigpreis-Phase übergegangen war, betrug die geforderte Marginleistung seitens der CME (Börse) nur 6000 Dollar. Noch Anfang Dezember 2025 lag sie bei 12.000 Dollar, nur um weniger als einen Monat später bei 32.500 Dollar zu sein. Fast 200 Prozent Margin-Erhöhung innerhalb weniger als eines Monats!

Fazit
Das war möglicherweise noch nicht der Höchstpreis für den laufenden Bullenmarkt, doch inzwischen können auch erstmals bei Erholungen Short-Positionen sinnvoll eingegangen werden. Die Luft wird angesichts der drastisch erhöhten Margin-Anforderungen dünner und jeder neuerliche Erhöhung würde mehr Marktteilnehmer aus ihren Positionen drängen. Wir haben für Sie ein passendes Produkt für mögliche Short-Spekulationen auf Silber ausgesucht, welches wir nachfolgend vorstellen möchten.
Unlimited Turbo Short Optionsschein auf Silber
Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Unlimited Turbo Short Optionsschein des Emittenten BNP Paribas ausgewählt. Das Produkt hat seinen Knockout , wie auch den Basispreis gleichauf bei 101,588 Dollar. Bei einem aktuellen Preis von 77 USD ergibt sich somit ein Hebel von derzeit 3,15. Zur Absicherung der Position erscheint ein Stop-Loss bei zirka 0,20 Euro im Produkt sinnvoll. Auch hier haben wir das Produkt so ausgewählt, dass dessen K.O. unweit des benötigten Stop-Losses gelegen ist. So haben wir die maximal mögliche Hebelwirkung und eine so geringe Kapitalbindung wie möglich. Die WKN lautet PK6CUD.
Wichtige Chartmarken
Widerstände: keine
Unterstützungen: 50 und 62 USD
Unlimited Turbo Short Optionsschein auf Silber
Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:
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Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.
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