
Nach einer siebentägigen Rekordrally ist der Dax am Mittwoch stabil in den Handel gestartet. Überraschend starke Handelsdaten aus China für den Monat Dezember stützten die Börsenstimmung. Sowohl die Exporte als auch die Importe übertrafen die Erwartungen von Analysten. "Auch für die leidende deutsche Wirtschaft sind Chinas neue Zahlen eine gute Nachricht", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners und verwies dafür auf die chinesischen Importzuwächse von deutschen Waren.
Der deutsche Leitindex lag eine Stunde nach Handelsbeginn abermals im Plus mit 0,04 Prozent bei 25.431 Punkten. Am Dienstag hatte es der Dax erstmals in seiner Geschichte über die Schwelle von 25.500 Punkten geschafft, bevor er letztlich nur knapp im Plus schloss.
RWE im Fokus
RWE haben am Mittwoch erstmals seit 2011 wieder an der 50-Euro-Marke gekratzt. Analysten wie die von Bernstein Research sehen die Essener als "großen Gewinner" der aktuellen Windkraftauktionen in Großbritannien. RWE habe sich den Löwenanteil der ausgeschriebenen Projekte auf See gesichert. Auch für die britische SSE sei der Ausgang ein Erfolg. Ihre Aktien gewannen über 2 Prozent, RWE gar 3 Prozent.
RWE hat damit allein 2026 schon wieder fast zehn Prozent hinzugewonnen. Zudem gab die Beteiligungsgesellschaft KKR eine strategische Partnerschaft mit RWE bekannt, um gemeinsam die Offshore-Windprojekte Norfolk Vanguard East und Norfolk Vanguard West von RWE in Großbritannien zu realisieren. Die beiden neuen Windparks werden eine Gesamterzeugungskapazität von rund 3 GW haben. Insgesamt sei ein Investitionsvolumen von über 15 Milliarden US-Dollar veranschlagt. Die Inbetriebnahme der Windparks sei für 2029 beziehungsweise 2030 vorgesehen.
FMC weiter unter Druck - Grippesaison in den USA
Die Aktien von FMC sind am Mittwoch unter 37 Euro und damit auf das tiefste Niveau seit Herbst 2024 gefallen. Dabei verloren die Papiere des Dialysekonzerns 6 Prozent. In den USA waren die Aktien des Konkurrenten Davita am Vorabend mit minus 5 Prozent sogar auf einem Tiefststand seit Anfang 2024 gelandet. Möglicherweise hängt dies damit zusammen, dass die Grippesaison in den USA - auch einem sehr wichtigen Markt für FMC - bereits im Dezember und damit früher als üblich gestartet ist.
JPMorgan-Analyst David Adlington schrieb nach der Präsentation der FMC-Chefin auf der Healthcare-Konferenz, dass der Konzern aktuell noch prüfe, ob lediglich die Behandlungszahlen oder auch die Sterblichkeit der Dialyse-Patienten beeinflusst worden sei. (mit Material von dpa-AFX)



