Trading-Chance Erdgas: Nochmals Druck möglich!
Wir bewegen uns in den Bereich der Energie-Rohstoffe und haben heute Erdgas auf der Handels-Liste. Dabei schauen wir uns einen von RealMoneyTrader-Gründer René Wolfram entwickelten Indikator an, der die Lagerbestände in Relation zu historischen Bestandswerten setzt. Schließlich zeigen wir eine konkrete Trading-Gelegenheit auf und stellen ein passendes Produkt vor.

Nach einem kräftigen Anstieg im Herbst vorigen Jahres befinden sich die Erdgaspreise seitdem im Sinkflug. Ein streckenweise milderer Winter in den USA trägt ebenso, wie die erhöhten Lagerbestände dazu bei, den Preis für einen der wichtigsten Rohstoffe überhaupt zu drücken. Wir wollen uns ein präziseres Bild von der aktuellen Markt- und Fundamentallage machen. Dazu betrachten wir einen Indikator, den der Drittplatzierte der Trading-Weltmeisterschaft 2013, René Wolfram, vor über 15 Jahren entwickelt hat.
Die Lagerbestände
Basis für die Indikator-Signale sind die Lagerbestände von US-Erdgas, die sogenannten Storage-Daten.
Wir sehen zunächst die Rohform der Daten im folgenden Schaubild. Es wird hier schnell klar, warum sich Erdgas so gut saisonal traden lässt: die Lagerbestände bewegen sich in einem stets sehr ähnlichen Korridor und gehen zwischen März und Ende Oktober eines Jahres rauf, um anschließend in der Verbrauchsphase zu sinken.
Und diese Daten werden in unserem RW SDI% Indikator in Relation zu den üblichen Lagerbeständen zur jeweiligen Jahreszeit gesetzt.

Weiterer Druck wahrscheinlich
Es reicht oft nicht aus, einfach nur die blanken Lagerbestände zu betrachten. Vielmehr ist es sinnvoll und notwendig, diese in Relation zu dem zu setzen, was der übliche Lagerbestand zum Zeitpunkt x ist. Genau das tut unser RW Seasonal Deviation Index, kurz RW SDI%. Er nimmt den saisonalen Durchschnittsverlauf der Lagerbestände (nicht des Erdgaspreises!) und misst die Differenz zwischen dem Erwartungswert und dem tatsächlichen Wert. Die rote Linie bildet die Historie des Erdgas-Preises ab. Darunter mit blauer Verlaufslinie dargestellt sehen wir unseren Indikator. Einfach herunter gebrochen verläuft dieser klassischer Weise konträr zum Preis. Für uns relevant sind zum einen Extremwerte (grün- und rot-gestrichelt waagerecht) und vor allem das Kreuzen der „Null-Linie“. Steigt der RW SDI% von unten nach oben über die „Null-Linie“, so sind die Lagerbestände höher, als üblicherweise zu dieser Jahreszeit. Die Folge ist in der Regel Preisdruck, sprich sinkende Preise. Kreuzt der Indikator die „Null-Linie“ von oben nach unten, so sind die Lagerbestände derzeit niedriger, als üblicherweise zu dieser Jahreszeit. Die Folge: meist steigen die Preise dann.
Jüngst drehte der Indikator an der „Null-Linie“ wieder nach oben, was bedeutet, dass die Lagerbestände höher als üblicherweise zu dieser Jahreszeit sind und zuletzt noch mehr sanken. Wetter-Forecasts sehen für die USA im Februar wieder deutlich kältere Zeiten, was in La Nina Phasen normal wäre.

La Nina Phänomen
Preisschocks bei Rohstoffen treten immer wieder durch Wetterphänomene auf, die sich negativ oder auch extrem positiv auf die Ernte auswirken. Allein in den vergangenen Jahren hatten wir wilde Preisbewegungen bei Kakao und Orangensaft, weil es wetterbedingte Ernteschäden gab. Dabei sollte man verstehen, dass der Markt einen Teil bereits antizipiert und ein Preis-Premium aufbaut für den Fall, dass es Ernteschäden gibt. Eines der bedeutendsten, weil im gesamten pazifischen Raum und darüber hinaus wirkend, Phänomene ist das sogenannte ENSO-Phänomen, das in La Nina und El Nino Phasen unterteil wird. In El Nino Phasen kehrt sich die Walker-Zirkulation im pazifischen Raum um. Wo es normal kühl und trocken ist, wird es dann warm und feucht, und das Gleiche vice versa. Auch auf Energie-Rohstoffe wirkt sich dieses Phänomen aus. So bringt La Nina, was wir derzeit in leichter Form haben, typischerweise überdurchschnittlich kalte Winter in den USA. Noch sind wir aber im Grenzbereich und haben eine milde Form von La Nina. Der bisherige Winter in den USA fällt etwas milder aus, als üblicherweise der Fall. Das entspannt den Erdgas-Preis bislang.
La Nina Jahre sind üblicherweise 1,5 Mal so volatil im Erdgas, wie ein normales, neutrales Jahr. Volatilität ist für aktive Händler immer gut, da große Ergebnisse zwingend starke Marktbewegungen voraussetzen.
Fazit
Saisonal zeigen die Pfeile bis Ende Februar abwärts. Die Lagerbestände sind höher, als üblicherweise zu dieser Jahreszeit. Und wir haben ein leichtes La Nina Phänomen, was meist überdurchschnittlich kalte Winter in den USA bringt. Entsprechend rät uns unser System, weiter die Shortseite zu spielen und Positionen auszubauen.
Unlimited Turbo Short Optionsschein auf Erdgas
Für die heutige Trading-Gelegenheit haben wir für Sie einen Unlimited Turbo Short Optionsschein des Emittenten BNP Paribas ausgewählt. Das Produkt seinen Basispreis, wie auch den K.O. gleichauf bei 5,017 US-Dollar. Die Laufzeit ist unbegrenzt. Bei einem aktuellen Kurs von 3,41 Dollar ergibt sich somit ein Hebel von derzeit 2,09. Zur Absicherung der Position erscheint ein Stop-Loss bei zirka 0,20 Euro im Produkt sinnvoll. Auch hier haben wir das Produkt so ausgewählt, dass dessen K.O. unweit des benötigten Stop-Losses gelegen ist. So haben wir die maximal mögliche Hebelwirkung und eine so geringe Kapitalbindung wie möglich. Die WKN lautet PK43M0.
Wichtige Chartmarken
Widerstände: 4,2 und 5,2 USD
Unterstützungen: 2,8 und 3,0 USD
Unlimited Turbo Short Optionsschein auf Erdgas
Die bisherigen Trades der „Trading-Chance“ für Sie in einer Watchlist:
Sie können mit einem Klick auf alle bisherigen Trading-Chancen zugreifen und sich ansehen, wie die dort vorgestellten Zertifikate und Optionsscheine gelaufen sind. Klicken Sie einfach auf den folgenden Button, das ist der Link zu unserer Trading-Chance Watchlist. Wenn Sie die zu den Produkten gehörigen Artikel lesen möchten, klicken Sie bitte einfach auf das „Sprechblasen“-Icon direkt rechts neben der Produktbezeichnung.
Denken Sie dabei aber daran, dass hier Gewinnmitnahmen, nachgezogene Stop Loss, mit Gewinn ausgelaufene Inline-Optionsscheine und ausgestoppte Positionen nicht eigens gekennzeichnet sind, hier finden Sie die Performance der Derivate ohne diese „Feinsteuerung“ seit dem Tag der Vorstellung.
* Disclaimer: Die Trading-Chance ist ein Service der onvista media GmbH in Kooperation mit dem Dienstleister RealMoneyTrader. Für die Produktauswahl und den Inhalt des Artikels ist allein der genannte Dienstleister verantwortlich. Der Dienstleister versichert, dass Analysen unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit abgefasst werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass die onvista media GmbH aktuell oder in den letzten zwölf Monaten eine entgeltliche Werbungskooperation mit angezeigten Emittenten von Zertifikaten eingegangen ist. Weiterhin empfehlen wir Interessenten vor einem möglichen Investment in die in diesem Artikel genannten Finanzinstrumente den jeweils relevanten und rechtlich ausschließlich maßgeblichen Wertpapierprospekt (Basisprospekt, die dazugehörigen Endgültigen Bedingungen sowie etwaige Nachträge dazu) auf der Seite des jeweiligen Emittenten oder Ihrer depotführenden Stelle oder Handelspartner zu lesen, um sich möglichst umfassend zu informieren. Insbesondere gilt dies für die Risiken eines möglichen Investments in die genannten Wertpapiere. Die Darstellung und der Service sind eine Werbemitteilung und erfüllen nicht die Voraussetzungen an einen unabhängigen Research bzw. eine Anlageempfehlung.



