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APA ots news: Cybersicherheit gestärkt: FMA und OeNB ziehen positive Bilanz nach einem Jahr DORA

EUweiter Aufsichtsrahmen macht Risiken digitaler  
Abhängigkeiten erstmals umfassend sichtbar 

Wien (APA-ots) - Sichere IT-Systeme und widerstandsfähige digitale  
Infrastrukturen 
sind für den Finanzmarkt unverzichtbar. Schon kurze Störungen bei 
Bankomaten, Onlinebanking oder Zahlungsdiensten können Kund:innen 
verunsichern und erhebliche Kosten verursachen. Zugleich nehmen 
Cyberangriffe - verstärkt durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz - 
weltweit zu. Eine besondere Verwundbarkeit entsteht durch die starke 
Abhängigkeit vieler Finanzunternehmen von wenigen großen IKT- 
Dienstleistern (IKT - Informations- und Kommunikationstechnologie), 
die häufig außerhalb der EU angesiedelt sind. 

Mit dem Digital Operational Resilience Act (DORA) hat die EU am 
17. Jänner 2025 einen völlig neuen, europaweit einheitlichen 
Aufsichtsrahmen geschaffen. Er verpflichtet Finanzunternehmen, 
digitale Vorfälle systematisch zu melden, kritische Dienstleister zu 
identifizieren und regelmäßige Sicherheitstests durchzuführen. In 
Österreich setzen die Finanzmarktaufsicht (FMA) und die 
Oesterreichische Nationalbank (OeNB) diesen Rahmen gemeinsam um. 

FMA-Vorstand Helmut Ettl: "DORA war ein zentraler Schritt, um die 
Stabilität des europäischen Finanzmarktes im digitalen Zeitalter 
nachhaltig zu stärken. Wir sehen nach einem Jahr bereits deutlich 
mehr Transparenz über digitale Risiken." 

FMA-Vorständin Mariana Kühnel: "Die Bedrohungslage entwickelt 
sich dynamisch, auch durch KI-gestützte Cyberangriffe. Mit DORA 
schaffen wir den notwendigen Fokus, um auch morgen resilient zu 
sein." 

OeNB-Direktor Thomas Steiner: "Ein Jahr nach Einführung von DORA 
zeigt sich deren größter Erfolg in der Förderung eines grundlegenden 
Kulturwandels der Finanzunternehmen im Bereich IT-Sicherheit: Es ist 
das gemeinsame Verständnis, dass strukturierte Vorbereitung, klar 
definierte Verantwortlichkeiten, enge Zusammenarbeit und regelmäßiges 
Testen unabdingbare Voraussetzungen für einen resilienten digitalen 
Finanzmarkt sind." 

Zwtl.: Erste Ergebnisse: Mehr Transparenz über digitale Vorfälle 

Im Jahr 2025 übermittelten österreichische Finanzunternehmen 103 
Meldungen schwerwiegender IKT-Vorfälle an die FMA. Fast zwei Drittel 
(63 %) dieser Vorfälle standen im Zusammenhang mit externen IKT- 
Dienstleistern. Das neue Informationsregister für IKT-Dienstleister 
ermöglicht FMA und OeNB eine rasche Einschätzung möglicher 
systemischer Auswirkungen und verbessert die europaweite Koordination 
bei Sicherheitsvorfällen. Zudem wurde erstmals eine einheitliche 
Basis geschaffen, um Informationen zur Cyberbedrohung EU-weit 
auszutauschen und schneller auf Angriffe reagieren zu können. 

Zwtl.: Resilienztests: "Ethische Hacker:innen" testen kritische 
Systeme 

Systemrelevante Finanzunternehmen müssen alle drei Jahre 
bedrohungsorientierte Penetrationstests durchführen. Dabei simulieren 
"ethische Hacker:innen" realistische Angriffe auf kritische IT- 
Systeme. Das TIBER Cyber Team der OeNB begleitet gemeinsam mit der 
FMA die ordnungsgemäße Durchführung dieser Tests. Verpflichtete 
Unternehmen wurden identifiziert und informiert; eine vorbereitende 
Pilotphase wurde erfolgreich abgeschlossen. 

Zwtl.: EU-weite Überwachung kritischer IKT-Dienstleister 

Der neue DORA-Aufsichtsrahmen sieht auch eine direkte Überwachung 
besonders wichtiger IKT-Drittdienstleister vor. 19 Anbieter - 
darunter internationale Technologiekonzerne wie Amazon, Microsoft und 
Google - wurden Ende 2025 identifiziert und werden heuer EU-weit 
durch EBA, ESMA und EIOPA überwacht. FMA und OeNB arbeiten in 
gemeinsamen Überwachungsteams mit. Festgestellte Risiken werden den 
betroffenen Finanzunternehmen mitgeteilt; in letzter Konsequenz kann 
sogar die Aussetzung der Dienstleistung angeordnet werden. 

Zwtl.: Fazit: Stabilerer Finanzmarkt durch gemeinsame Anstrengungen 

Mit DORA verfügen FMA, OeNB und der Finanzsektor erstmals über 
ein einheitliches europäisches Instrumentarium, um digitale Risiken 
frühzeitig zu erkennen und dadurch die Resilienz des Finanzsystems 
nachhaltig zu erhöhen. FMA und OeNB werden die enge Zusammenarbeit 
fortsetzen und die Implementierung der neuen Standards weiter 
vorantreiben - für ein widerstandsfähiges, vertrauenswürdiges 
Finanzsystem. 

Weitere Informationen & Links: 

- 

FMA: DORA-Website 

- 

OeNB: TIBER-AT-Website 

- 

Reden wir über Aufsicht: 

- 

IKT-Risikomanagement unter DORA 

- 

DORA-Informationsregister 

Rückfragehinweis: 
   Oesterreichische Nationalbank 
   Pressesprecherin 
   Mag.a Marlies Schroeder, MiM 
   Telefon: (+43-1) 404 20-6900 
   E-Mail: marlies.schroeder@oenb.at 
   Website: https://www.oenb.at 
    
   Finanzmarktaufsicht 
   FMA-Mediensprecher 
   Boris Gröndahl 
   Tel.: +43-1-24959-6010 
   Mobil: +43 676 8824 9995 
   boris.groendahl@fma.gv.at 
   www.fma.gv.at 

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/156/aom 

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